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Aidshilfe Heidelberg Sorge um wichtige Angebote, Verein hofft auf Unterstützung

Von ms - 03.08.2026 - 13:30 Uhr
Aidshilfe Heidelberg
Foto: iStock / Freeartist
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Die Aidshilfe Heidelberg blickt mit großer Sorge auf die anstehenden Entscheidungen zur Finanzierung ihrer Arbeit. Hintergrund ist die angespannte Haushaltslage der Stadt. Wie zahlreiche andere soziale Träger erhielt auch der Verein die Kündigung seines bisherigen Fördervertrags. Über die künftige Unterstützung sollen der Finanzausschuss und anschließend der Gemeinderat entscheiden.

Das Wichtigste im Überblick

  • Die Aidshilfe Heidelberg sieht sich wegen der angespannten Haushaltslage der Stadt vor großen finanziellen Herausforderungen.
  • Der bestehende Fördervertrag mit der Stadt wurde gekündigt, über die weitere Finanzierung entscheidet der Gemeinderat.
  • Der Verein warnt vor Folgen für Beratung, Prävention und Hilfsangebote.
  • Gefordert werden Planungssicherheit und eine langfristige Finanzierung.

Langfristige Angebote 

Nach Angaben der Aidshilfe besteht die Zusammenarbeit mit der Stadt bereits seit 1998. Der damalige Vertrag regelte die Zuschüsse für die Arbeit des Vereins und schuf nach eigener Darstellung die Grundlage für zahlreiche Angebote. Dazu gehören die Unterstützung von Menschen mit HIV und ihren Familien, Beratungs- und Testangebote zur sexuellen Gesundheit sowie Bildungsangebote für Jugendliche, Erwachsene und Fachkräfte. Ebenso wichtig sei die langfristige Planungssicherheit gewesen, die es ermöglicht habe, qualifiziertes Personal dauerhaft zu beschäftigen und nachhaltige Angebote aufzubauen.

Nach Angaben des Vereins wurden bereits in den vergangenen Jahren verschiedene Einsparungen vorgenommen. Einige Veränderungen seien für die Öffentlichkeit sichtbar, andere hätten sich vor allem intern ausgewirkt. So seien der Checkpoint sowie einzelne Bildungsangebote, darunter Schulworkshops, nicht mehr kostenlos. Zudem seien Stellen nur teilweise nachbesetzt, Ausgaben reduziert und zusätzliche Zeit in die Einwerbung von Spenden sowie Projektmitteln investiert worden. Nach Einschätzung der Aidshilfe reichen diese Maßnahmen jedoch jetzt nicht aus. Die Stadt sei weiterhin der wichtigste Geldgeber. Ein Großteil der Angebote finde direkt in Heidelberg statt und komme den Menschen vor Ort zugute. Die Nachfrage nach Beratung und Prävention sei bereits heute höher als das vorhandene Angebot.

Verein sieht Existenz bedroht

Selbst eine unveränderte Förderung würde angesichts steigender Personal- und Sachkosten einer Kürzung gleichkommen, erklärt die Aidshilfe. Hinzu komme, dass der Verein seine bisherigen Räume nach einer Eigenbedarfskündigung verlassen müsse. Mit dem Umzug werde ein deutlicher Anstieg der Mietkosten erwartet. Nach Einschätzung des Vereins würde eine Reduzierung der städtischen Zuschüsse erhebliche Folgen haben und die Organisation vor existenzielle Schwierigkeiten stellen. Die Aidshilfe fordert deshalb Planungssicherheit über das Jahr 2027 hinaus. Aus Sicht des Vereins wird ein neuer Fördervertrag benötigt, der Kostensteigerungen berücksichtigt und den bisherigen Umfang der Angebote sichert, ohne Personal abbauen zu müssen.

Appell an Politik und Öffentlichkeit

Mit Blick auf die bevorstehenden Beratungen richtet der Verein einen Appell an die Mitglieder des Heidelberger Gemeinderats und an die Bevölkerung. Viele Kommunalpolitikerinnen und -politiker unterstützten die Arbeit der Aidshilfe seit Jahren oder Jahrzehnten. Der Verein wirbt zugleich um öffentliche Unterstützung. Neben politischen Entscheidungen könnten auch Aufmerksamkeit, das Teilen von Informationen, Spenden und Mitgliedschaften dazu beitragen, die Angebote langfristig zu sichern. 

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