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Boy George sagt Auftritt ab
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Boy George sagt Auftritt ab Kritik an Pro-Israel-Song reißt nicht ab

ms - 03.08.2026 - 14:00 Uhr
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Boy George (65) wird kurzfristig nicht in der aktuellen West-End-Produktion von „Jesus Christ Superstar“ im London Palladium auftreten. Der Sänger sollte von heute an bis zum 15. August die Rolle des König Herodes übernehmen. Stattdessen wird zunächst der bisherige Darsteller Richard Armitage die Vorstellungen übernehmen. Anschließend sollen Layton Williams und der Komiker Julian Clary die rotierende Rolle spielen.

Das Wichtigste im Überblick

  • Boy George wird nicht wie geplant in „Jesus Christ Superstar“ im London Palladium auftreten.
  • Sein Rückzug folgt auf Kritik an seinem neuen Song „We Will Dance Again“.
  • In seinem neuen Lied bezieht er Stellung für Israel im Gaza-Konflikt. 
  • Die Rolle des König Herodes übernimmt zunächst nun Richard Armitage.
  • Boy Georges Manager spricht von einer Entscheidung im Interesse des Künstlers und der Produktion.

Manager begründet Entscheidung

Der Rückzug erfolgt, nachdem Boy George wegen seines neuen Songs „We Will Dance Again“ in die Kritik geraten war. Das Lied, das Berichten zufolge mithilfe von Künstlicher Intelligenz entstanden sein soll, bekundet Unterstützung für Israel und weist den Vorwurf eines „Völkermords“ im Gazastreifen zurück. Der Reggae-Song beginnt mit den Zeilen: „You say genocide / I say war / When you’re attacked / That’s what the army is for / Does it get ugly? / You bet it does / When I know you want to kill / Every last one of us…“ („Du nennst es Völkermord, ich nenne es Krieg. Wenn man angegriffen wird, ist die Armee dafür da. Wird es brutal? Allerdings – wenn ich weiß, dass ihr jeden von uns töten wollt.“)

Den Rückzug gab Boy Georges Manager Paul Kemsley bekannt. In einer Erklärung teilte er mit: „Nach sorgfältiger Abwägung habe ich in meiner Funktion als Manager von Boy George entschieden, dass er nicht länger in ,Jesus Christ Superstar‘ im London Palladium auftreten wird. Diese Entscheidung wurde mit größtem Respekt gegenüber den Produzenten, dem Kreativteam und dem gesamten Ensemble getroffen. Wir danken ihnen für ihre Professionalität und ihr Verständnis und wünschen allen Beteiligten viel Erfolg für die Produktion.“

Entschuldigung bei den Fans 

Kemsley entschuldigte sich zugleich bei den Fans: „Uns ist auch bewusst, dass viele Menschen Eintrittskarten gekauft haben, weil sie George auf der Bühne sehen wollten. Bei diesen Fans möchten wir uns aufrichtig für die Enttäuschung entschuldigen, die diese Entscheidung verursachen könnte. Für ihre anhaltende Treue und Unterstützung sind wir ihnen sehr dankbar.“ Über den Sänger erklärte sein Manager außerdem: „George hatte nie Angst davor, zu seinen persönlichen Überzeugungen zu stehen, und ich habe ihn dafür immer respektiert.“

Abschließend begründete Kemsley den Schritt mit den Interessen aller Beteiligten: „Gleichzeitig sehe ich es als meine Verantwortung an, Entscheidungen zu treffen, die im besten Interesse meines Künstlers liegen und zugleich anderen Respekt entgegenbringen. In diesem Fall hielt ich es für richtig, einen Schritt zurückzutreten, damit die Produktion im Mittelpunkt stehen kann und alle Beteiligten mit gegenseitigem Respekt und Wohlwollen weitermachen können.“ Online beteuern viele Fans des Stars, die anhaltenden Protestandrohungen von queeren pro-palästinensischen Aktivisten hätten schlussendlich zur Absage geführt, in ihren Augen ein klarer Fall von Cancel Culture. Konkret bestätigt hat das Georges Manager nicht.

Boy George, mit bürgerlichem Namen George Alan O'Dowd, wurde in den 1980er Jahren als Frontmann der Band Culture Club weltberühmt. Zu den größten Erfolgen der Gruppe zählen Hits wie „Do You Really Want to Hurt Me“ und „Karma Chameleon“. Neben seiner Karriere als Sänger arbeitet der 65-Jährige auch als DJ, Songwriter und Musicaldarsteller. Boy George lebt offen schwul und zählt seit Jahrzehnten zu den bekanntesten LGBTIQ+-Persönlichkeiten der internationalen Popmusik.

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