Gegen jede Diskriminierung Starke Worte von Singapurs Staatschefin
Singapurs Staatspräsidentin Halimah Yacob erklärte in den sozialen Medien: In ihrem Land gäbe es keinen Platz für irgendwelche Formen der Diskriminierung – weder in der Gesellschaft noch am Arbeitsplatz. Und das obwohl die Gesellschaft nach wie vor recht konservativ eingestellt ist: Nach dem Gesetz können gleichgeschlechtliche Handlungen noch immer Haftstrafen nach sich ziehen – es wird nur offiziell nicht mehr angewandt.
Yacob schaltete sich ein, weil ein Arbeitgeber einer Mitarbeiterin untersagte, ihren Hijab zu tragen. Die Präsidentin erklärte laut CNA: Man solle Personen einzig und allein aufgrund ihrer Leistungen und ihrer Fähigkeiten beurteilen. Diskriminierung am Arbeitsplatz sei besonders gravierend, weil die Menschen sich während der Pandemie sowieso schon um ihre Lebensgrundlage sorgten. Die Politikerin erklärte weiter, dass Diversität Singapurs Stärke sei. Die Bevölkerung habe das bereits akzeptiert; jetzt müssten die Arbeitgeber die Diversität am Arbeitsplatz akzeptieren und so zu einer „fairen und offenen Gesellschaft“ beitragen.
Der Geschäftsinhaber hat das Kopftuchverbot seither wieder aufgehoben.