Direkt zum Inhalt
© Paul Bradbury
ANZEIGE

Übergriffe nehmen erneut zu Anti-Gewalt-Projekt „Maneo“

id - 24.05.2018 - 07:00 Uhr
Loading audio player...

Das Anti-Gewalt-Projekt „Maneo“ aus Berlin hat in seinem aktuellen „Maneo-Report“ neueste Zahlen veröffentlicht. Demnach gab es 2017 einen erneuen Anstieg auf insgesamt 324 Fälle von homo- bzw. transphober Gewalt in der Hauptstadt. Dieses ist ein neuer trauriger Rekord. Dabei machen mit 31 % aller Taten die Körperverletzungen den größten Anteil aus. Jeweils ein Viertel der gemeldeten Fälle waren Beleidigungen sowie Nötigungen, gefolgt von den Raubdelikten mit ca. 14 % Anteil.

Dabei geht man bei Maneo davon aus, dass dieses nur die Spitze des Eisbergs ist, wie Maneo-Leiter Bastian Finke gegenüber dem rbb in einem Interview erwähnte. Er wies dabei zudem auf eine sicher nicht unerhebliche Dunkelziffer hin, da viele Taten gar nicht zur Anzeige gebracht werden. Auch scheint es ein Gefälle bei den Orten der Taten zu geben. Spitzenreiter ist hierbei Kreuzberg, gefolgt von Tiergarten und Mitte. Erstaunlich dabei: Maneo meldete mehr Vorfälle von Hasskriminalität alleine in Berlin als in der kürzlich veröffentlichten Kriminalstatistik für ganz Deutschland ausgewiesen wurden. Dieses liegt vor allem an der unterschiedlichen Erfassung von homo-/transphoben Straftaten in den einzelnen Bundesländern.

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Details über CSD-Todesopfer

Polnische Mutter starb bei Amoklauf

Das Todesopfer des Terroranschlags auf den Berliner CSD stammt aus Polen. Die Tochter der 65-Jährigen überlebte verletzt, Polen ermittelt nun selbst.
Kritik von Stefan Evers

Streit um Reaktion auf Anschlag

Nach dem Terroranschlag am Berliner CSD entbrennt zwischen CDU, Linken, Grünen und SPD ein scharfer Streit über den Umgang mit Islamismus.
Schwule Cowboys im Rampenlicht

Cowboys als Social-Media-Hit

Seit dem Nationalen Cowboy-Tag am Wochenende rücken schwule Cowboys online wieder in den Fokus – und ein altes Klischee erhält neue Aufmerksamkeit.
Sexpositive Städte weltweit

Vancouver holt deutlich auf

Die sexpositivste Stadt weltweit bleibt auch 2026 Amsterdam, doch Vancouver auf Platz 2 holt stark auf. Die erste deutsche Stadt: Köln auf Platz 4.
Kirchen im LGBTIQ+-Check

Zwischen Akzeptanz und Ablehnung

Eine neue US-Rangliste zeigt: Während einige Kirchen LGBTIQ+-Menschen vollständig gleichstellen, halten andere an einer strikten Ablehnung fest.
Australiens Volkszählung

Erstmals wird LGBTIQ+ mitgedacht

Australiens neue Volkszählung 2026 erfasst erstmals LGBTIQ+-Daten. Aktivisten sehen darin einen wichtigen Schritt für mehr Sichtbarkeit.
Lehrer kämpfen für Schutz

Ohio verschärft LGBTIQ+-Regeln

Eine Lehrerin hat in Ohio eine Kampagne angestoßen und schult Pädagogen zu LGBTIQ+-feindlichen Gesetzen gegen Schüler.
Burnhams Kabinett im Fokus

Zwischen Gleichheit und Streit

Das neue britische Labour-Kabinett unter Andy Burnham steht wegen seiner Positionen zu LGBTIQ+-Rechten derzeit verstärkt im Fokus.
HIV-Hilfe unter Druck

US-Kürzungen mit massiven Folgen

Eine neue Studie sieht massive Folgen von US-Hilfskürzungen für HIV-Programme, über 1.700 Einrichtungen weltweit mussten bereits schließen.