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Meta hebt Sperren auf
Foto: iStock / Derick Hudson
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Meta hebt Sperren auf Viele Fragen bleiben offen

ms - 24.09.2026 - 09:30 Uhr
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Meta hatte in den letzten Monaten mehrfach ohne genau Begründung Instagram-und Facebook-Konten von LGBTIQ+-Vereinen, Publikationen und Personen gesperrt, betroffen waren auch queere Seiten aus Deutschland. Betroffen waren demnach LGBTIQ+-Gruppen in Europa sowie den USA, Australien und Brasilien. Nun wurden die meisten Konten wieder hergestellt. Ein Erklärung für das Verhalten blieb indes aus. 

Das Wichtigste im Überblick

  • Meta hat Instagram-und Facebook-Konten von LGBTIQ+-Vereinen und Gruppen, Publikationen und queeren Personen wiederhergestellt.
  • Betrofen waren Konten aus den USA, Europa, Australien und Brasilien. 
  • Zuvor waren viele Konten offenbar ohne konkrete Gründe gesperrt worden. 
  • In vielen Fällen erklärte Meta nicht, warum der Konzern so vorgegangen war.
  • Vielerorts fehlt eine Begründung bis heute. 
  • Queere Aktivisten sprechen von "einer der größten Zensurwellen“ des IT-Konzerns. 

Jüngste Sperren in den USA

Zu den jüngsten wiederhergestellten Konten gehören die queeren Veranstaltungsorte Club Cobra und Club Chico in Los Angeles. Ihre Seiten waren am vergangenen Wochenende wieder verfügbar, nachdem die Los Angeles Times Meta wegen der Löschungen kontaktiert hatte. Meta erklärte der Zeitung nicht, warum die Konten gesperrt worden waren. Auch Catch One erhielt seine Facebook-Seite zurück. Der Veranstaltungsort war ursprünglich als erster Nachtclub für schwarze lesbische Frauen in Los Angeles gegründet worden. Die Seite wurde wiederhergestellt, nachdem der Abgeordnete der kalifornischen Staatsversammlung, Mark González, Meta direkt kontaktiert hatte. Veranstalter betonten dabei, dass die Ticketverkäufe für Events durch die Sperren oftmals um rund 80 Prozent zurückgegangen waren. 

Ähnliche Fälle in Europa

Die Fälle reihen sich in ähnliche Sperrungen und teilweise Wiederherstellungen In Europa ein, hier waren unter anderem COC Nederland The Queer Agenda oder der CSD Magdeburg betroffen. In Brasilien gehörte die LGBTIQ+-Nachrichten- und Kulturplattform GayBlogBR zu mindestens fünf bekannten queeren Konten, die gesperrt wurden. Zusammen hatten die betroffenen Seiten mehr als 1,7 Millionen Follower. In fast allen Fällen scheinen die Konten erst wieder hergestellt worden zu sein, nachdem Medien über die Sperrungen berichtet hatten. In den meisten Fällen erklärte Meta anschließend nicht, warum die Konten überhaupt gesperrt worden waren. Für die betroffenen Kontoinhaber werfen die Wiederherstellungen jedoch weiterhin Fragen darüber auf, warum ihre Seiten verschwunden waren und wie künftig mit Sperrungen umgegangen werden soll. Aktivisten bezeichneten das Vorgehen gegen hunderte betroffene LGBTIQ+-Einrichtungen weltweit als „eine der größten Zensurwellen“ auf den Plattformen von Meta.

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