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Musks Millionen für Trump Stärkung der Republikaner bei Zwischenwahlen

Von ms - 10.09.2026 - 09:00 Uhr
Musks Millionen für Republikaner
Foto: IMAGO / Political-Moments
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Tech-Milliardär Elon Musk will Berichten zufolge rund 100 Millionen US-Dollar ausgeben, um den Republikanern dabei zu helfen, ihre Macht zu behaupten. Seine bisherigen Ausgaben im Vorfeld der Zwischenwahlen konzentrieren sich offenbar fast ausschließlich auf Angriffe im Zusammenhang mit den Rechten von trans* Personen.

Das Wichtigste im Überblick

  • Elon Musk will rund 100 Millionen US-Dollar ausgeben, um den Republikanern zu helfen, ihre Macht bei den Zwischenwahlen zu behaupten.
  • Sein politisches Netzwerk America PAC konzentriert seine bisherigen Werbeausgaben offenbar fast ausschließlich auf Angriffe im Zusammenhang mit trans* Rechten.
  • In vier Bundesstaaten werden demokratische Kandidaten wegen ihrer Positionen zu trans* Sportlern und geschlechtsangleichender medizinischer Versorgung angegriffen.
  • Die Human Rights Campaign wirft Musk vor, LGBTIQ+-Amerikaner zum Sündenbock zu machen.

Werbekampagnen in vier Bundesstaaten

America PAC, die von Musk unterstützte politische Gruppierung, hat in vier Bundesstaaten eine groß angelegte Werbekampagne gestartet. Darin werden Demokraten wegen ihrer Unterstützung für trans* Sportler und geschlechtsangleichende medizinische Versorgung angegriffen. Nach Angaben der New York Times finanzierte America PAC Werbespots gegen James Talarico in Texas, Sherrod Brown in Ohio, Josh Turek in Iowa und die ehemalige US-Abgeordnete Mary Peltola in Alaska.

Ein Werbespot gegen Talarico greift Positionen an, die der Demokrat aus Texas während seiner Zeit im Parlament des Bundesstaates vertreten hat. „James Talarico glaubt, dass es sechs Geschlechter gibt“, sagt ein Sprecher in dem Werbespot. „Talarico stimmte dafür, Männern die Teilnahme am Frauensport zu erlauben und geschlechtsangleichende Eingriffe bei Kindern mit Steuergeldern zu finanzieren.“ Die Werbung greift damit auch Angriffe des republikanischen Senatskandidaten Ken Paxton auf. Paxton hatte Talaricos Unterstützung für die Rechte von trans* Personen als eine „woke Fehlinterpretation christlicher Werte“ bezeichnet.

Weitere Angriffe auf Demokraten

America PAC verfolgt dieselbe Strategie gegen Sherrod Brown. Brown war im Senat ein Verbündeter der LGBTIQ+-Community, bevor er 2024 seine Wahl verlor. Nun tritt er gegen den ernannten republikanischen Senator Jon Husted an. Husteds politische Bilanz umfasst unter anderem Stimmen gegen die Gleichstellung der Ehe und gegen das Recht homosexueller Menschen, Kinder zu adoptieren. „Erst vor zwei Jahren haben wir Sherrod Brown abgewählt, weil Brown die Trans-Agenda über die Werte Ohios gestellt hat“, heißt es in dem Anti-Brown-Werbespot.

Auch Josh Turek, ein Abgeordneter im Parlament von Iowa, wird angegriffen. In einem Werbespot heißt es: „Josh Turek stimmte dafür, unsere Steuergelder für geschlechtsangleichende Operationen bei Kindern auszugeben ... Turek hörte dort nicht auf. Er stimmte dafür, biologischen Männern den Zugang zu Umkleideräumen und Toiletten für Mädchen zu erlauben.“ Turek tritt gegen die republikanische US-Abgeordnete Ashley Hinson um den frei werdenden Senatssitz von Iowa an. Mary Peltola fordert in Alaska den republikanischen Senator Dan Sullivan heraus. Die vier demokratischen Wahlkampagnen wiesen die Behauptungen der Werbespots über die politische Bilanz der Kandidaten zurück.

Kritik an Musk

Die queere Human Rights Campaign (HRC) verurteilte die Werbespots jetzt scharf. „Elon Musk macht LGBTIQ+-Amerikaner zum Sündenbock, um die Wähler von den Kürzungen abzulenken, die er vorgenommen hat, und von dem Chaos, das er verursacht hat“, sagte HRC-Nationalsprecher Ramiro Sarmiento in einer Erklärung. Die HRC verwies auf eine eigene Umfrage nach der Wahl 2024. Demnach erinnerten sich 64 Prozent der Wähler daran, eine Anti-Trans-Werbung gesehen zu haben. Nur vier Prozent nannten jedoch den Widerstand gegen die medizinische Versorgung von trans* Personen oder deren Teilnahme am Sport als ein Thema, das ihre Wahlentscheidung beeinflusst habe.

Dass sich alle bisherigen Zwischenwahl-Werbespots von America PAC auf trans* Themen konzentrieren, fiel auch politischen Beobachtern auf. Jede Ausgabe, die ich bisher von Elon Musks PAC gesehen habe, konzentriert sich auf Gender/Trans* – ein Thema, das Elon besonders am Herzen liegt“, schrieb Semafor-Reporter David Weigel auf X. Der Schwerpunkt erinnert zudem an Musks wiederholte öffentliche Angriffe auf seine entfremdete trans* Tochter, die Aktivistin und Model Vivian Wilson. Musk hatte erklärt, dass Wilson für ihn als tot gilt. Er sagte: „Mein Sohn ist tot, getötet vom Woke-Mind-Virus.“ Das Kind ist eines von 14 Kindern, die Musk mit vier Frauen gezeugt hat.

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