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LSVD+ und Hate Aid
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LSVD+ und HateAid Neue Hilfe für Betroffene, gemeinsam gegen Gewalt

ms - 07.08.2026 - 13:15 Uhr
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Die Fachstelle QueerSafe Berlin des LSVD+ Verband Queere Vielfalt Berlin-Brandenburg und die Organisation HateAid arbeiten künftig enger zusammen. Mit der Kooperation wollen beide Partner queere Menschen, die von Hass, Bedrohungen oder Diskriminierung im Internet betroffen sind, schneller und wirksamer unterstützen. Das teilten die Organisationen heute mit.

Das Wichtigste im Überblick

  • QueerSafe Berlin und HateAid arbeiten künftig gegen digitale Gewalt zusammen.
  • Ziel ist eine schnellere und umfassendere Unterstützung queerer Betroffener.
  • Die Kooperation umfasst psychosoziale Beratung, rechtliche Begleitung und Hilfe bei digitalen Angriffen.
  • HateAid kann als zertifizierter „Trusted Flagger“ rechtswidrige Inhalte bevorzugt an Online-Plattformen melden.

Kooperation gegen digitale Gewalt

Nach Angaben der Partner nimmt digitale Gewalt gegen lesbische, schwule, bisexuelle, trans*, nicht-binäre, intergeschlechtliche und weitere queere Menschen seit Jahren zu. Hasskommentare, Bedrohungen, Outings, Doxxing, Gewalt und Übergriffe nach Sexdates oder gezielte Desinformationskampagnen führten häufig dazu, dass sich Betroffene aus sozialen Netzwerken oder der öffentlichen Debatte zurückziehen. Die neue Zusammenarbeit soll hier ein eng abgestimmtes Unterstützungsangebot schaffen.

Im Rahmen der Kooperation übernimmt QueerSafe Berlin die spezialisierte Beratung und Begleitung queerer Menschen, die von digitaler Gewalt betroffen sind. HateAid und QueerSafe Berlin wollen ihre Beratungsangebote eng miteinander verzahnen und Ratsuchende – selbstverständlich nur mit deren Einverständnis – an die jeweils passende Anlaufstelle weitervermitteln. Dadurch sollen Betroffene schneller Zugang zu psychosozialer Beratung, rechtlicher Begleitung und konkreten Maßnahmen gegen digitale Angriffe erhalten.

Unterstützung durch „Trusted Flagger“

Die Organisationen weisen zudem auf die Tätigkeit von HateAid als sogenannter „Trusted Flagger“ hin. Als von der Bundesnetzagentur nach dem Digital Services Act (DSA) zertifizierter Hinweisgeber kann HateAid rechtswidrige Inhalte an Online-Plattformen melden. Diese müssen entsprechende Meldungen vorrangig und unverzüglich bearbeiten. Davon sollen auch Menschen profitieren, die von queerfeindlicher Gewalt im Internet betroffen sind. Rechtswidrige Inhalte könnten dadurch schneller geprüft und gegebenenfalls entfernt werden.

„Digitale Gewalt trifft queere Menschen besonders häufig und hat oft gravierende Folgen für ihre Sicherheit, ihre Sichtbarkeit und ihre gesellschaftliche Teilhabe. Mit HateAid gewinnen wir eine starke Partnerorganisation, die unsere Arbeit ideal ergänzt. Gemeinsam können wir Betroffene noch wirksamer unterstützen und dafür sorgen, dass Hass im Netz nicht unwidersprochen bleibt“, sagte Florian Winkler-Schwarz, Geschäftsführer des LSVD+ Berlin-Brandenburg.

Anna-Lena von Hodenberg, Co-Geschäftsführerin von HateAid, erklärte: „Digitale Gewalt ist kein abstraktes Problem. Sie zerstört Leben, zermürbt und raubt Menschen ihre Stimme. Doch heute sagen wir: Nicht mit uns. Gemeinsam mit HateAid stehen wir an der Seite derer, die angegriffen werden, und geben ihnen zurück, was ihnen genommen wurde: Sicherheit, Würde und die Kraft, sich Gehör zu verschaffen. Der Rechtsstaat muss endlich durchgreifen und konsequente Strafverfolgung, flächendeckende Beratungsstrukturen und vor allem die Regulierung von Sozialen Medien durchsetzen.“

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