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Denkmal für The Vivienne Erinnerung an Drag-Ikone bleibt lebendig

Von ms - 04.08.2026 - 14:00 Uhr
Denkmal für The Vivienne
Foto: IMAGO / Matrix
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Die britische Stadt Liverpool will der verstorbenen Drag-Künstlerin The Vivienne (1992-2025) mit einer lebensgroßen Statue ein dauerhaftes Denkmal setzen. Das Kunstwerk soll an der Kreuzung von Victoria Street und Stanley Street entstehen und damit den Eingang zum Pride Quarter, dem LGBTIQ+-Viertel der Stadt, markieren.

Das Wichtigste im Überblick

  • Liverpool will The Vivienne mit einer lebensgroßen Statue im Pride Quarter ehren.
  • Das Denkmal soll am Eingang des LGBTIQ+-Viertels entstehen.
  • Für die Umsetzung werden noch 100.000 Pfund an Spenden benötigt.
  • Die Familie des verstorbenen Dragstars und die Initiative House of Vivienne treiben das Projekt voran.
  • Die Statue soll an das Vermächtnis von James Lee Williams erinnern und zugleich ein Symbol für die queere Community sein.

Lebensgroße Statue im Viertel 

Für The Vivienne, die mit bürgerlichem Namen James Lee Williams hieß, hatte dieser Stadtteil eine besondere Bedeutung. Dort begann die Karriere der Drag-Künstlerin mit Auftritten in den Clubs Pink, Garlands und Superstar Boudoir, bevor der internationale Durchbruch gelang. Die Initiative wird von House of Vivienne CIC getragen. Die Organisation wurde nach dem Tod von James Lee Williams im Jahr 2025 von der Familie sowie der LGBTIQ+-Plattform Proudly Said gegründet. Eine erste Finanzierung stellte der Liverpool Business Improvement District zur Verfügung. Für die Beauftragung und Errichtung der Statue werden jedoch weitere 100.000 Pfund benötigt. Dieser Betrag soll durch Spenden aus der Community zusammenkommen. Nach den Plänen der Initiatoren soll die Statue dauerhaft als eine Art „Schutzengel“ über dem Pride Quarter wachen. Gleichzeitig soll sie ein einladender Treffpunkt werden, an dem Menschen zusammenkommen, verweilen und – symbolisch – „mit The Vivienne plaudern“ können.

Mehr als nur ein Denkmal

Chanel Williams, die Schwester des verstorbenen Dragstars und Direktorin von House of Vivienne CIC, betonte die enge Verbindung ihres Bruders zur Heimatstadt: „James hat Liverpool alles gegeben und Liverpool hat ihm alles zurückgegeben. Diese Stadt hat ihn gesehen, ihn akzeptiert und ihm geholfen, zu The Vivienne zu werden. Eine dauerhafte Statue im Pride Quarter ist der richtige Weg, um sicherzustellen, dass das niemand vergisst. Sie soll außerdem allen Menschen, die vielleicht gerade kämpfen, zeigen, dass sie diesen Weg nicht allein gehen müssen. Daran hat James geglaubt – und genau das werden wir auch weiterhin sagen.“

Auch John Hyland von der Organisation Proudly Said, der das Projekt koordiniert, sieht in der Statue weit mehr als eine Ehrung für einen einzelnen Künstler. „The Vivienne war das Pride Quarter, und James hatte die besondere Fähigkeit, jedem Menschen, der durch eine dieser Türen trat, das Gefühl zu geben, dazuzugehören. Das änderte sich auch nicht, als die Kameras kamen und sein Stern aufging.“ Die Statue stehe zugleich für die Bedeutung der queeren Community in Liverpool. „Diese Statue ist Liverpools Anerkennung dessen, was die LGBTIQ+-Community längst weiß. Sie ist aber auch der Beginn von etwas Größerem. Das Pride Quarter verdient Investitionen, Aufmerksamkeit und eine Zukunft – und dieses Denkmal ist das erste sichtbare Zeichen dafür.“

The Vivienne wurde durch den Sieg in der ersten Staffel von „RuPaul's Drag Race UK“ im Jahr 2019 international bekannt. Es folgten zahlreiche Fernsehauftritte, unter anderem bei „Dancing on Ice“, sowie Engagements auf Theaterbühnen und bei Drag-Shows. Williams setzte sich offen für die Sichtbarkeit der LGBTIQ+-Community ein und sprach auch über den eigenen Kampf gegen Drogenabhängigkeit, um anderen Betroffenen Mut zu machen. Im Januar 2025 starb James Lee Williams im Alter von 32 Jahren an den Folgen eines Herz-Kreislauf- und Atemstillstands infolge des Konsums von Ketamin in seinem Wohnhaus in der englischen Grafschaft Cheshire. 

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