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Details über CSD-Todesopfer Trauer um 65-Jährige, ihre Tochter überlebte den Anschlag

Von ms - 28.07.2026 - 08:30 Uhr
Details über Todesopfer von Berlin
Foto: IMAGO / BREUEL-BILD
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Das Todesopfer des islamistischen Terroranschlags beim Christopher Street Day (CSD) in Berlin ist eine 65 Jahre alte Frau aus Polen. Das bestätigte jetzt das polnische Außenministerium. Die Frau war gemeinsam mit ihrer Tochter zum CSD in die Hauptstadt gereist. Die Tochter überlebte den Anschlag verletzt.

Das Wichtigste im Überblick

  • Das Todesopfer des Terroranschlags auf den Berliner CSD ist eine 65 Jahre alte Mutter aus Polen.
  • Die Frau war gemeinsam mit ihrer Tochter aus Warschau nach Berlin gereist, die den Anschlag verletzt überlebte.
  • Die polnische Nationalstaatsanwaltschaft hat ein eigenes Ermittlungsverfahren wegen des terroristischen Anschlags eingeleitet.
  • Nach Angaben des polnischen Außenministeriums befindet sich die Tochter im Krankenhaus, schwebt aber nicht in Lebensgefahr.
  • Von den insgesamt 29 Verletzten ist inzwischen niemand mehr in Lebensgefahr. 

Offizielle Identifizierung steht aus

Nach Diplomaten-Informationen handelt es sich bei der Getöteten um eine Frau aus Warschau. Offiziell gilt sie bislang noch nicht als endgültig identifiziert, da Angehörige die Leiche in der Rechtsmedizin noch nicht in Augenschein genommen haben. Bis zur formellen Identifizierung bleibt die Tote in der Gerichtsmedizin. Anschließend soll der Leichnam zur Bestattung an die Familie übergeben werden.

Die polnische Nationalstaatsanwaltschaft (Prokuratura Krajowa) leitete am Montag ein eigenes Ermittlungsverfahren wegen des Anschlags in Berlin ein, bei dem die Polin getötet wurde. Zuständig ist ein Staatsanwalt der Masowien-Abteilung des Departements für Organisierte Kriminalität und Korruption. Das Verfahren wird als terroristischer Anschlag nach Artikel 118a des polnischen Strafgesetzbuchs geführt. Das ist die Grundlage dafür, dass Polen die Tötung eines eigenen Staatsbürgers im Ausland verfolgen kann.

Tochter außer Lebensgefahr

Ein Sprecher des polnischen Außenministeriums in Warschau bestätigte ebenfalls, dass das Todesopfer die polnische Staatsangehörigkeit besaß. Zur Tochter der Getöteten erklärte er, sie befinde sich weiterhin im Krankenhaus, sei jedoch nicht in Lebensgefahr. „Wir wissen, dass sie darüber informiert wurde, dass ihre Mutter nicht mehr lebt.“ Zugleich sprach das Außenministerium der Familie sein Mitgefühl aus. „Wir sprechen der Familie und den Angehörigen unser aufrichtiges Beileid aus“, schrieb der Sprecher des Außenministeriums auf X. Der polnische Konsul in Berlin stehe mit den deutschen Behörden in Kontakt und werde der Familie die notwendige konsularische Unterstützung zukommen lassen.

Deutsche Behörden nennen keine Namen

Die deutschen Ermittlungsbehörden veröffentlichten bislang keine Angaben zur Identität der getöteten Frau sowie der insgesamt 29 Verletzten des Anschlags. Nach Angaben der Polizei wurden bei der Tat am Samstag 29 Menschen verletzt, mehrere davon zunächst lebensgefährlich. Am Sonntag gab es jedoch Entwarnung: Keiner der Verletzten schwebte zu diesem Zeitpunkt noch in Lebensgefahr. Einige Betroffene konnten die Krankenhäuser bereits wieder verlassen. Der mutmaßliche Attentäter Abdul Ballout wurde am Sonntag in einer Kleingartenanlage im Berliner Bezirk Spandau von Einsatzkräften aufgespürt. Nach Polizeiangaben griff der Islamist die Beamten des Spezialeinsatzkommandos (SEK) beim Zugriff mit einer Stichwaffe an. Daraufhin eröffneten die Einsatzkräfte das Feuer und erschossen den 21-jährigen Mann.

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