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Ein Kuss verändert alles Bisexualität im Fokus: Neue Netflix-Serie „Minerva Academy“

Von ms - 25.09.2026 - 14:30 Uhr
Ein Kuss verändert alles
Foto: Netflix
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Ein Kuss zwischen zwei Jungen, ungewohnte Gefühle und das rätselhafte Verschwinden eines Schülers: Die neue italienische Netflix-Serie „Minerva Academy“ erzählt eine Coming-of-Age-Geschichte, in der auch Bisexualität eine wichtige Rolle spielt. Im Zentrum steht dabei Diego, gespielt von Simone Secce, dessen vermeintlich eindeutiges Liebesleben zunehmend komplexer wird.

Das Wichtigste im Überblick

  • Die neue italienische Netflix-Serie „Minerva Academy“ spielt an einer Militärschule und verbindet eine Vermisstengeschichte mit Liebe und Sexualität.
  • Hauptcharakter Diego ist vermeintlich heterosexuell, küsste aber vor seinem Verschwinden auch Mitschüler Francesco.  
  • Diego hatte zuvor noch nie eine Anziehung zu einem anderen Jungen erlebt und ringt mit seinen Gefühlen.
  • Die Geschichte deutet darauf hin, dass Diego bisexuell sein könnte und möglicherweise auch romantische Gefühle für Francesco hatte.
  • Die erste Staffel umfasst acht Folgen. Eine zweite Staffel wurde bislang nicht angekündigt.

Liebesreigen in der Militärschule 

Die Serie spielt an der Minerva-Militärschule. Neben Disziplin und schulischen Hierarchien beschäftigen die Jugendlichen dort Liebe, Sexualität und persönliche Konflikte. Gleichzeitig versucht Salvo Fusco, gespielt von Ciro Minopoli, herauszufinden, was mit seinem verschwundenen Freund Francesco geschehen ist. Bei seinen Nachforschungen trifft Salvo auf Diego – und der hat einige Geheimnisse. Zu Beginn der Serie ist Diego mit Rachele zusammen. Ihre Beziehung wirkt zunächst stabil. Dann entwickelt er Gefühle für Camila, die neu an die Minerva kommt. Im weiteren Verlauf kommen sich Diego und Camila auch körperlich näher. Damit scheint Diego zunächst einem aus vielen Jugendserien bekannten Typus zu entsprechen: dem heterosexuellen Aufreißer. Doch die Geschichte offenbart eine weitere Seite der Figur.

Achtung, Spoiler: Noch vor Francescos Verschwinden hatten Diego und Francesco auf einer Party gemeinsam Fotos gemacht. In einer Fotokabine küssten sich die beiden. Für Diego ist die Erfahrung neu. Zuvor hatte er noch nie Anziehung zu einem anderen Jungen verspürt. Er hat Schwierigkeiten, seine Gefühle einzuordnen. Durch Francescos Verschwinden wird dieser innere Konflikt zusätzlich verstärkt.

Bisexuell oder pansexuell?

Der Kuss bedeutet dabei nicht, dass Diegos Gefühle für Rachele und Camila nicht echt gewesen wären. Die Handlung deutet vielmehr darauf hin, dass Diego bisexuell oder pansexuell sein könnte. Dabei geht es in der Serie nicht allein um sexuelle Anziehung. Im weiteren Verlauf wird deutlich, dass Diego möglicherweise romantische Gefühle für Francesco entwickelt hatte. Genau darin liegt die Besonderheit der Geschichte: Die mögliche Bisexualität der Figur wird nicht allein auf einen überraschenden sexuellen Moment reduziert. Die Zuschauer erleben auch Diegos Auseinandersetzung mit der Frage, was seine Gefühle für Francesco tatsächlich bedeuten.

Serie sorgt für Aufmerksamkeit

Die Veröffentlichung fällt passend in den Bisexual Visibility Monat. Zugleich sorgt die Serie bereits direkt nach dem Erscheinen in sozialen Netzwerken für viel Aufmerksamkeit. Besonders Schauspieler Simone Secce stößt dabei auf Interesse. Ein schwuler Nutzer schrieb stellvertretend für andere Männer auf X: „Ich schaue gerade die neue italienische Netflix-Serie und ich weiß jetzt schon, dass dieser Mann zur neuen Obsession aller werden wird, denn, verdammt ist der heiß!“ Neben der Liebesgeschichte schlägt „Minerva Academy“ auch deutlich düsterere Töne an. Die Suche nach Antworten zum Verschwinden Francescos sorgt für weitere Wendungen. Am Ende der ersten Staffel werden zahlreiche Fragen beantwortet, zugleich bleibt Raum für eine Fortsetzung. Alle acht Folgen der ersten Staffel von „Minerva Academy“ sind bei Netflix verfügbar. Eine zweite Staffel wurde bislang nicht angekündigt.

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