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Mordfall Juniper Blessing Psychiatrische Behandlung von Tatverdächtigem angeordnet

Von ms - 01.07.2026 - 11:30 Uhr
Mordfall Juniper Blessing
Foto: Instagram / Blessing / Bildbearbeitung FASH Medien
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Ein wegen Mordes an der trans* Studentin Juniper Blessing angeklagter Mann ist von einem Gericht im US-Bundesstaat Washington für nicht verhandlungsfähig erklärt worden. Damit kann das Strafverfahren gegen ihn derzeit nicht fortgesetzt werden. Gleichzeitig ordnete das Gericht eine psychiatrische Behandlung an.

Das Wichtigste im Überblick

  • Angeklagter Christopher Leahy wurde für nicht verhandlungsfähig erklärt.
  • Ihm wird der Mord an der 19-jährigen Juniper Blessing vorgeworfen.
  • Das Gericht ordnete eine psychiatrische Behandlung zur Wiederherstellung der Verhandlungsfähigkeit an.
  • Die Tat soll laut Anklage vorsätzlich erfolgt sein, ein Bezug zur Geschlechtsidentität wird nicht gesehen.
  • Der Fall wird vorerst ausgesetzt und später erneut überprüft.

Gericht betont Verhandlungsunfähigkeit

Christopher Leahy (31) ist wegen Mordes ersten Grades angeklagt. Ihm wird vorgeworfen, die 19-jährige Studentin im Mai dieses Jahres in einer Wohnanlage in Seattle mit 40 Messerstichen erstochen zu haben. Blessing war Studentin an der University of Washington. Bei einer Anhörung in dieser Woche entschied Richter Joe Campagna am Superior Court im King County jetzt nach einer Begutachtung im Western State Hospital, dass der Angeklagte nicht in der Lage sei, sich auf ein Verfahren einzulassen oder eine Erklärung abzugeben.

Leahy wurde daraufhin angewiesen, bis zu 90 Tage im Krankenhaus eine Behandlung zur Wiederherstellung seiner Verhandlungsfähigkeit zu erhalten. Eine weitere Anhörung ist für Ende  September angesetzt. Sollte seine Verhandlungsfähigkeit wiederhergestellt werden, kann das Verfahren fortgesetzt werden. Wird er dauerhaft als nicht verhandlungsfähig eingestuft, könnten die Anklagen fallen gelassen werden. In diesem Fall wäre auch eine Unterbringung in einer zivilen psychiatrischen Einrichtung möglich.

Anklage geht von vorsätzlicher Tat aus

Die Staatsanwaltschaft wirft Leahy vor, die Tat geplant zu haben. Er sei weder Student der University of Washington noch Einwohner von Seattle gewesen und habe sich am Tatabend gezielt mit der Absicht auf den Weg gemacht, jemanden zu töten. Nach Angaben der Ermittler habe der Angeklagte das Opfer nicht gekannt. Es gebe derzeit keine Hinweise darauf, dass Juniper Blessing aufgrund ihrer Geschlechtsidentität als trans* Person gezielt angegriffen worden sei. Der Angriff sei demnach zufällig erfolgt. Juniper Blessing hatte 2024 ihren Abschluss an der New Mexico School for the Arts gemacht und studierte anschließend Atmosphären- und Klimawissenschaften. Sie galt zudem als talentierte Sängerin. Ihr Tod wurde im US-Repräsentantenhaus mit einer Schweigeminute gewürdigt.

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