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Anklage nach Mord in Seattle
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Anklage nach Mord in Seattle Trans* Studentin wurde mit 40 Messerstichen getötet

ms - 20.05.2026 - 09:00 Uhr
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Nach der tödlichen Messerattacke auf die trans* Studentin Juniper Blessing in Seattle Anfang Mai hat die Staatsanwaltschaft Anklage wegen Mordes ersten Grades gegen einen 31-jährigen Mann erhoben. Dem Verdächtigen Christopher Michael Leahy wird vorgeworfen, die Tat mit „vorsätzlicher Absicht“ geplant und ausgeführt zu haben.

Das Wichtigste im Überblick

  • In Seattle ist ein 31-Jähriger wegen Mordes ersten Grades an der trans* Studentin Juniper Blessing angeklagt worden.
  • Die 19-Jährige wurde laut Gerichtsmedizin mit mehr als 40 Messerstichen getötet.
  • Ermittler werfen dem Verdächtigen eine geplante Tat mit „vorsätzlicher Absicht“ vor.
  • Hinweise auf ein transfeindliches Motiv gibt es laut Staatsanwaltschaft bislang nicht.
  • Der Fall hat LGBTIQ+-Communitys in Seattle und darüber hinaus erschüttert.

Anklage nach tödlicher Messerattacke 

Die 19-jährige Blessing studierte an der Fakultät für Atmosphären- und Klimawissenschaften der University of Washington. Sie wurde am 10. Mai tot in einem Waschraum des Wohnkomplexes Nordheim Court gefunden. Nach Angaben der Gerichtsmedizin erlitt sie mehr als 40 Messerstiche. Neue Gerichtsunterlagen legen nahe, dass Leahy in den Tagen vor der Tat versucht haben soll, in Privathäuser und Gebäude auf dem Universitätsgelände im Stadtteil Ravenna einzudringen. In den Anklageunterlagen heißt es zudem weiter, der Verdächtige habe zuvor eine andere Studentin der Universität verfolgt. Demnach soll er ihr durch einen Wohnkomplex mit mehreren Gebäuden nachgegangen sein bis zu jenem Gebäude, in dem später Blessings Leiche entdeckt wurde.

Mord offenbar ohne Hass-Motiv

Leahy stellte sich am 13. Mai der Polizei, nachdem Überwachungsbilder veröffentlicht worden waren. Medienberichten zufolge wurde er dabei von Familienangehörigen begleitet. Gegen ihn wurde eine Kaution in Höhe von zehn Millionen Dollar festgesetzt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft gibt es bislang keine Hinweise darauf, dass Blessing wegen ihrer Transidentität gezielt angegriffen wurde, die Ermittler gehen allerdings trotzdem von einer Tat mit Vorsatz aus. Der Fall hat LGBTIQ+-Communitys in Seattle und darüber hinaus tief erschüttert.

„Heute und jeden Tag konzentrieren wir uns auf unsere Juniper, deren liebevoller Geist keine Grenzen kannte“, erklärte Blessings Familie in einer Stellungnahme. „Juniper war ein wunderbarer Mensch mit einem Herzen voller Liebe, Toleranz, Talent, Entschlossenheit und intellektueller Neugier – ein Licht in unserer Welt und darüber hinaus.“ Freunde und Angehörige beschrieben Blessing als freundlich, talentiert und mitfühlend. Die junge Frau machte 2024 ihren Abschluss an der New Mexico School for the Arts. Sie interessierte sich unter anderem für Meteorologie, Gesang und Videospiele und galt als geschätztes Mitglied der Universitätsgemeinschaft.

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