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Umfragehoch für Buttigieg Schwuler Demokrat liegt weit vorne

Von ms - 28.07.2026 - 13:30 Uhr
Umfragehoch für Buttigieg
Foto: IMAGO / ZUMA Press Wire
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Der frühere US-Verkehrsminister Pete Buttigieg (44) bleibt nach einer neuen Umfrage des Emerson College der führende mögliche Kandidat der Demokraten für die Präsidentschaftswahl 2028 und kann seinen Vorsprung sogar noch weiter ausbauen. Die jüngste Befragung von Ende Juli ergab, dass 19 Prozent der wahrscheinlichen demokratischen Wähler Buttigieg als Präsidentschaftskandidaten ihrer Partei unterstützen würden.

Das Wichtigste im Überblick

  • Der frühere US-Verkehrsminister Pete Buttigieg liegt laut einer Umfrage des Emerson College bei möglichen demokratischen Präsidentschaftsbewerbern vorne.
  • 19 Prozent der befragten wahrscheinlichen demokratischen Wähler unterstützen demnach Buttigieg als Kandidaten.
  • Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom folgt mit 17 Prozent, Alexandria Ocasio-Cortez und Jon Ossoff liegen bei 13 Prozent.
  • Bei den Republikanern liefern sich J.D. Vance und Marco Rubio ein knappes Rennen.
  • Ein demokratischer Kandidat liegt in der Umfrage derzeit deutlich vor einem allgemeinen republikanischen Bewerber.
  • Buttigieg könnte bei einer Kandidatur die Chance haben, der erste offen schwule Präsident der USA zu werden.

Rennen bei Demokraten und Republikanern 

Auf Platz zwei folgt der Gouverneur von Kalifornien, Gavin Newsom, mit 17 Prozent. Der Senator Jon Ossoff und die Abgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez liegen mit jeweils 13 Prozent gleichauf. Die frühere Vizepräsidentin Kamala Harris, der Gouverneur von Kentucky, Andy Beshear, sowie der Gouverneur von Pennsylvania, Josh Shapiro, erreichen Werte zwischen fünf und acht Prozent. 13 Prozent der Befragten waren noch unentschieden.

Bei den möglichen republikanischen Kandidaten zeigt die Umfrage ein nahezu ausgeglichenes Bild zwischen Vizepräsident J.D. Vance und Außenminister Marco Rubio. Vance kommt demnach auf 39 Prozent, Rubio auf 38 Prozent. Das stellt eine deutliche Veränderung gegenüber August des Vorjahres dar. Damals erreichte Vance 52 Prozent Zustimmung, während Rubio lediglich neun Prozent erhielt. Eine mögliche erneute Kandidatur von Donald Trump wird in der Umfrage nicht berücksichtigt. Trump hatte am Wochenende erklärt, über eine Bewerbung für eine dritte Amtszeit nachzudenken. Eine dritte Amtszeit als Präsident ist nach der US-Verfassung jedoch ausgeschlossen. Eine entsprechende Verfassungsänderung gilt als kaum vorstellbar.

Demokraten mit deutlichem Vorsprung

Die Emerson-Umfrage zeigt außerdem, dass ein allgemeiner demokratischer Kandidat derzeit einen Vorsprung von elf Prozentpunkten gegenüber einem allgemeinen republikanischen Kandidaten hätte. Dies sei der größte Abstand seit zwei Jahren. Sollte Buttigieg die demokratischen Vorwahlen gewinnen und anschließend einen republikanischen Gegner besiegen, wäre er der erste offen schwule Präsident in der Geschichte der Vereinigten Staaten.

Andere Umfragen kamen zuletzt teilweise zu unterschiedlichen Ergebnissen, allerdings konnte Buttigieg inzwischen die meisten Umfragen für sich entscheiden. Dies wird als Hinweis gewertet, dass er seine Kandidatur möglicherweise nach den Zwischenwahlen im November 2026 offiziell machen könnte. Buttigieg hat bereits politische Aktivitäten in Vorbereitung auf die kommenden Jahre aufgenommen. Im Februar warb er im Bundesstaat New Hampshire für mehrere demokratische Kandidaten für den Kongress und den Senat. Gleichzeitig baute er dort ein Unterstützungsnetzwerk auf – in einem Bundesstaat, der traditionell zu den ersten Vorwahlstaaten gehört.

Keine finale Aussage von Buttigieg 

Auf die Frage nach einer möglichen Präsidentschaftskandidatur sagte Buttigieg zuletzt: „Ich bin noch weit entfernt von irgendeiner Entscheidung. Aber ich bin sehr froh, hier zu sein, und ich weiß, was ich im nächsten Jahr tun sollte: die Anliegen und Kandidaten unterstützen, die es verdienen, meine Stimme zu erheben, nicht nur gegen diese Regierung, sondern auch für Maßnahmen, die das Leben in diesem Staat und in diesem Land zugänglicher und einfacher machen.“

An Buttigiegs Seite steht sein Ehemann Chasten Glezman, ein Lehrer an einer Mittelschule. Die beiden lernten sich vor mehr als zehn Jahren über die Dating-App Hinge kennen. Beide befanden sich damals am Terminal 5 des Flughafens O’Hare in Chicago. Aus dem digitalen Kontakt entstanden mehrere Gespräche über FaceTime, bevor sie sich erstmals persönlich in Indiana trafen. Am 16. Juni 2018 heirateten Buttigieg und Glezman in der Episkopalkathedrale St. James in South Bend im US-Bundesstaat Indiana. Damals war Buttigieg Bürgermeister von South Bend und der jüngste Bürgermeister einer US-Stadt mit mindestens 100.000 Einwohnern. Im Jahr 2021 wurden Buttigieg und Glezman Eltern von Zwillingen: Joseph August „Gus“ und Penelope Rose, die sie adoptierten. Die Familie lebt heute in Traverse City im Bundesstaat Michigan, der Heimatstadt von Chasten Glezman. Sollte Buttigieg tatsächlich für die Präsidentschaft kandidieren und gewinnen, könnte ein Umzug der Familie nach Washington Anfang 2029 bevorstehen. 

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