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ESC-Voting sorgt für Diskussionen
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Diskussionen um ESC-Voting Deutschland international sehr unterschiedlich bewertet

ms - 21.05.2026 - 13:30 Uhr
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Die Abstimmungen beim Eurovision Song Contest sorgen in diesen Tagen erneut für heftige Diskussionen. Vor allem die Bewertungen für den deutschen Beitrag fielen international sehr unterschiedlich aus, wie jetzt der Blick ins Detail zeigt. Während einzelne Jurys Deutschland weit vorne sahen, war die Unterstützung aus anderen Ländern deutlich geringer. Die Debatte darum entfacht auch an der Frage, ob Deutschland überhaupt noch beim ESC teilnehmen sollte

Das Wichtigste im Überblick

  • Die ESC-Ergebnisse offenbaren deutliche Unterschiede bei den Wertungen für Deutschland.
  • Detaillierte ESC-Abstimmungen geben Einblick in Jury- und Publikumswertungen.
  • Deutschlands Beitrag „Fire“ erhielt ausschließlich Jury-Punkte.
  • Eine Jurorin oder ein Juror aus Rumänien setzte Sarah Engels auf Platz zwei.
  • Besonders gut schnitt Deutschland bei den Jurys in Portugal und Italien ab.
  • Im Publikumsvoting landete Deutschland in vielen Ländern auf dem letzten Platz.

Unterschiedliche Wahrnehmung

Besondere Aufmerksamkeit erhielt dabei eine Jurorin, die Sängerin Sarah Engels in ihrem persönlichen Ranking auf Platz zwei setzte. Die detaillierten Abstimmungszahlen zeigen insgesamt, in welchen Ländern der deutsche Beitrag besonders gut ankam – und wo er kaum überzeugen konnte. Die offiziellen Ergebnisse machen deutlich, dass die Wahrnehmung des deutschen ESC-Auftritts dabei sehr stark variierte. In einigen Staaten erhielt Deutschland hohe Wertungen sowohl von Jurys als auch vom Publikum. Andere Länder vergaben dagegen nur wenige oder gar keine Punkte.

Fachjurys vs. Publikum 

Auffällig waren dabei erneut die Unterschiede zwischen Fachjurys und Zuschauerabstimmungen. Während Jurys häufig stärker auf Gesang, Komposition und Inszenierung achten, spielen beim Publikum oftmals persönliche Vorlieben, Bekanntheit oder regionale Nähe eine größere Rolle. Die Diskussionen über die deutschen ESC-Ergebnisse reißen damit auch nach dem Finale nicht ab. Besonders in sozialen Netzwerken analysieren Fans weiterhin detailliert, welche Länder Deutschland unterstützt haben – und wo der Beitrag vergleichsweise wenig Zustimmung erhielt.

Für zusätzlichen Gesprächsstoff sorgte die hohe Platzierung von Sarah Engels in einem Jury-Ranking. Die Sängerin wurde dort überraschend weit vorne eingeordnet und erhielt damit deutlich mehr Anerkennung als in anderen Wertungen. Die veröffentlichten Zahlen unterstreichen erneut, wie unterschiedlich Musik und Bühnenauftritte beim Eurovision Song Contest in Europa wahrgenommen werden.

Blick ins Detail

Nach dem Finale des Eurovision Song Contest 2026 sorgen neue veröffentlichte Abstimmungsdaten für Diskussionen unter ESC-Fans. Auf der offiziellen Plattform eurovision.com wurden inzwischen nicht nur die Ergebnisse des Publikumsvotings, sondern auch die vollständigen Jurywertungen veröffentlicht. Insgesamt waren 35 nationale Jurys im Finale stimmberechtigt – darunter auch Jurys aus Ländern, die bereits im Halbfinale ausgeschieden waren. Veröffentlicht wurden sowohl die kompletten Länder-Rankings als auch die Einzelwertungen aller Jurymitglieder. Die Namen der Juroren bleiben dabei anonym und werden lediglich mit Buchstaben gekennzeichnet.

Die Zahlen zeigen, dass Deutschlands Beitrag „Fire“ von Sarah Engels bei den Fachjurys deutlich besser ankam als beim Publikum. Zwar erhielt Deutschland aus dem Televoting keinen einzigen Punkt, dennoch vergaben mehrere Jurys gute Platzierungen. Besonders auffällig: Eine Jurorin oder ein Juror aus Rumänien setzte Sarah Engels im persönlichen Ranking sogar auf Platz zwei. Wer genau hinter der Wertung steckt, bleibt aufgrund der Anonymisierung unbekannt.

Auch in Italien erhielt der deutsche Beitrag viel Zuspruch. Dort platzierten gleich zwei Jury-Mitglieder „Fire“ jeweils auf Rang drei ihrer persönlichen Liste. Ebenfalls eine dritte Platzierung kam aus Portugal. In der Gesamtwertung der Jurys erreichte Deutschland seine besten Ergebnisse ebenfalls in Italien und Portugal. Dort landete „Fire“ jeweils auf Platz sieben und erhielt dafür vier Punkte. Weitere Zähler kamen aus Belgien und Bulgarien, wo Deutschland jeweils Rang neun belegte. Insgesamt sammelte Sarah Engels so zwölf Jury-Punkte. Im Publikumsvoting fiel das Ergebnis dagegen deutlich schlechter aus. In insgesamt zehn Ländern landete Deutschland auf dem letzten Platz – darunter auch im sogenannten „Rest of the world“-Voting außerhalb der teilnehmenden Staaten. Lediglich in Lettland und Großbritannien bildete Deutschland auch bei den Jurys das Schlusslicht.

Voting der deutschen Jury

Auch die Wertungen der deutschen Jury wurden veröffentlicht. Drei der sieben deutschen Jury-Mitglieder setzten den polnischen Beitrag auf Platz eins, wodurch Polen schließlich die Höchstwertung aus Deutschland erhielt. Zwei Juroren sahen Italien vorne, jeweils eine Stimme ging an Finnland und Australien.

Den Eurovision Song Contest 2026 gewann schließlich Sängerin Dara aus Bulgarien. Sie überzeugte sowohl die internationalen Jurys als auch das Publikum und erhielt in beiden Abstimmungen die meisten Punkte. Für Sarah Engels endete der Wettbewerb dagegen auf dem drittletzten Platz. Dennoch zeigen die detaillierten Zahlen, dass der deutsche Beitrag zumindest bei einzelnen Jurys durchaus Zustimmung fand.

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