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ESC ohne Deutschland? Debatte um künftige Teilhabe beim Musikwettbewerb entbrannt

Von ms - 19.05.2026 - 14:00 Uhr
ESC ohne Deutschland?
Foto: IMAGO / Beautiful Sports
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Nach dem erneuten schlechten Abschneiden Deutschlands beim Eurovision Song Contest wird die Kritik am Wettbewerb lauter. Sängerin Sarah Engels erreichte mit ihrem Titel „Fire“ lediglich Platz 23 und gehörte damit erneut zu den Schlusslichtern des internationalen Musikwettbewerbs. Den Sieg holte sich in diesem Jahr die bulgarische Interpretin Dara mit dem Song „Bangaranga“.

Das Wichtigste im Überblick

  • Sarah Engels landete beim ESC 2026 mit „Fire“ nur auf Platz 23
  • Der Sieg ging an die bulgarische Sängerin Dara mit „Bangaranga“
  • Viele deutsche Zuschauer reagierten enttäuscht auf das Ergebnis
  • In sozialen Netzwerken werden Forderungen laut, Deutschland solle künftig nicht mehr teilnehmen
  • Kritisiert werden unter anderem die hohen Kosten und die aus Sicht vieler Fans fehlende Erfolgsperspektive

Keine letzten Plätze mehr?

Vor allem unter deutschen ESC-Zuschauern sorgte das Ergebnis für Frust. In zahlreichen Kommentaren und Zuschauerreaktionen online wurde inzwischen ganz offen die Frage gestellt, ob Deutschland weiterhin überhaupt noch am Wettbewerb teilnehmen sollte – auch in der queere Community ist das seit letztem Wochenende verstärkt Gesprächsstoff. Besonders kritisch sehen viele Fans, dass Deutschland als einer der größten finanziellen Unterstützer des ESC automatisch für das Finale gesetzt ist.

Ein Zuschauer schrieb: „Da Deutschland schon seit Jahren beim ESC regelmäßig einen der letzten Plätze belegt, sollte man in Zukunft auf eine Teilnahme verzichten und die rund 450.000 €, mit der man sich den Startplatz ‚erkauft‘, wohltätigen Zwecken zur Verfügung stellen.“ Auch andere Zuschauer äußerten grundsätzliche Zweifel am Wettbewerb. „Wie lange will Deutschland diesen Schwachsinn noch mitmachen? Wie oft will Deutschland sich noch zum Affen machen lassen? Wann kapiert endlich auch der Letzte, dass es nicht um Musik geht, sondern um Sympathie für die Länder? Und da steht Deutschland leider nun einmal weit hinten“, hieß es in einer weiteren Reaktion. Ähnlich hatte im Vorfeld bereits Hape Kerkeling die Chancen Deutschlands zusammengefasst. Seine Auffassung lautete: „Mit Lustig lassen sie uns nicht gewinnen. Deutschland ist nicht lustig in den Augen der anderen Europäer. Wir können nur zu Tränen rühren in Unschuld. Dann vergibt man uns alles.“

Kein Geld mehr für den ESC?

Ein anderer ESC-Fan erklärte zwar, Sarah Engels habe keinen Siegertitel präsentiert, die Platzierung aber dennoch nicht verdient gehabt. „Deutschland hat es immer schwer bei dieser Veranstaltung. Es gab in der Vergangenheit viele gute Lieder, die unter ferner liefen landeten. Deswegen würde ich es begrüßen, dass Deutschland da zukünftig nicht mehr mitmacht“, schrieb der Zuschauer weiter. Zudem verwies er auf die finanzielle Beteiligung Deutschlands am Wettbewerb: „Die ARD beklagt, dass sie kein Geld hat. Einerseits werden Sendungen eingestellt und andere gekürzt, andererseits ist Deutschland Hauptfinanzier dieser Veranstaltung. Also, am besten in der Zukunft ohne Deutschland und das Geld für andere Zwecke einsetzen.“

Sarah Engels selbst hatte vor dem Wettbewerb auf ein besseres Ergebnis gehofft. Mit ihrer Performance und dem Song „Fire“ wollte sie Deutschland beim ESC erfolgreich vertreten. Stattdessen reiht sich die Platzierung in eine lange Serie enttäuschender deutscher Ergebnisse der vergangenen Jahre ein. Engels selbst erklärte schlussendlich: „Ich durfte vor 180 Millionen Menschen singen und performen. Meinen Song, der so oft aktuell gestreamt wird. Ich möchte wirklich sagen: Vielen, vielen Dank (…) Deutschland, seid nicht traurig, sondern seht das Positive. Dass man immer was erreichen kann, wenn man an seine Träume glaubt. Die kleine Sarah ist trotzdem stolz und ich hab euch alle lieb.“

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