Direkt zum Inhalt
AfD -Antrag im Bundestag
ANZEIGE

AfD-Antrag im Bundestag Forderung nach Ende von LGBTIQ+-Projekten nach US-Vorbild

ms - 26.03.2026 - 08:00 Uhr
Loading audio player...

Die AfD-Fraktion hat für heute Nachmittag einen Antrag in den Bundestag eingebracht, dessen Ziel es ist, „woke Positionen international zurückzudrängen“. Für diesen Zweck solle die Bundesregierung mit den USA zusammenarbeiten und sich verstärkt für „nationale Selbstbestimmung, Souveränität und den Schutz der abendländischen Zivilisation“ eintreten. Aussicht auf Erfolg dürfte das Vorhaben nicht haben. 

Kampf gegen „totalitäre woke Ideologie“

Nach Einschätzung der Partei greife die „politische Korrektheit und die Woke-Ideologie“ Familien an, wobei die Verfasser nicht müde werden zu betonen, dass diese Familie als „Keimzelle der Gesellschaft“ aus Mann und Frau besteht. Weiter erklärt die AfD in ihrem Antrag: „Die Gender- und Trans-Ideologie, die biologische Tatsachen und den Forschungsstand der Biologie leugnet, vermeintliche LGBTIQ- sowie Trans-Rechte und das ´Recht auf Abtreibung´ oder ´sexuelle Identität´, die sich in keinem völkerrechtlich bindenden Abkommen, Vertrag oder Pakt finden, bedrohen die freie Gesellschaft, die Religionsfreiheit, die Meinungsfreiheit und das fundamentale Recht auf Leben.“ Den USA komme daher aktuell eine zentrale Rolle zu im „Kampf gegen die selbstzerstörerische, totalitäre woke Ideologie“. 

Kein IDAHOBIT, keine Regenbogenflagge

Die Lösung aus Sicht der rechtspopulistischen Politiker: Die Bundesregierung solle ihren internationalen Vertretungen verbieten, die Regenbogenflagge zu hissen, jedwede Finanzierung im Ausland einstellen, die „Gender-Ideologie, LGBTIQ-Lobbyinteressen, Trans-Ideologie oder Abtreibung“ fördern, und öffentlich erklären, dass „keine Rechte auf ´sexuelle Identität´, Abtreibung oder spezielle LGBTIQ- oder Trans-Rechte bestehen“ würden. Zusammen mit den USA solle sich die Bundesregierung außerdem auch bei internationalen Verbänden wie der WHO und anderen gegen „die Woke-Ideologie, insbesondere der Gender-Ideologie, vermeintliche LGBTIQ-Rechte, die Trans-Ideologie“ einsetzen. Generell soll der Kurs der USA in vielen dieser Bereiche aktiv unterstützt werden. 

Für Deutschland wünscht sich die AfD dann noch die Aufhebung des Aktionsplans „Queer leben“, der eigentlich sowieso bereits zum Stillstand gekommen ist, und die Abschaffung des Internationalen Tages gegen Homophobie, Biphobie und Transphobie (IDAHOBIT) Mitte Mai. Außerdem sollen keine öffentlichen Aufträge mehr an deutsche oder internationale Unternehmen vergeben werden, die die „totalitäre Woke-Ideologie“ unterstützen. 

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Netflix und LGBTIQ+

Die zehn erfolgreichsten Serien

Netflix' meistgesehene Serien zeigen viele LGBTIQ+-Figuren und Geschichten – an der Spitze steht ein sexy Werwolf mit rund 252 Millionen Aufrufen.
Mordversuch mit Bierflasche

Junger Mann in Minnesota attackiert

Ein Mann aus Minnesota wurde mit einer zerbrochenen Bierflasche attackiert und schwer verletzt, weil sein Angreifer ihn fälschlich für schwul hielt.
Nationale Krise auf Fidschi

Massiv steigende HIV-Zahlen

Der Staat Fidschi reagiert auf stark steigende HIV-Zahlen mit einem nationalen Notstand und will Tests, Prävention und Behandlung ausweiten.
Suizide in der EU

Männer deutlich häufiger betroffen

Die Suizidrate in der EU sinkt langsam, doch Männer und sexuelle Minderheiten bleiben besonders stark betroffen, insbesondere in Deutschland.
Kritik an Bundesregierung

LSVD+ betont fehlenden Schutz

Der LSVD+ kritisiert fehlende Maßnahmen der Bundesregierung gegen Queerfeindlichkeit und fordert mehr Beteiligung der queeren Zivilgesellschaft.
Demonstrationen für LGBTIQ+

Proteste vor türkischen Botschaften

Proteste heute vor Botschaften: Internationale Organisationen und Regierungsvertreter kritisieren die Einschränkungen gegen LGBTIQ+ in der Türkei.
Brutaler Überfall in Berlin

Junger Schwuler attackiert

Ein 26-jähriger schwuler Mann wurde in Berlin angegriffen und beraubt, nachdem ein Unbekannter nach seiner sexuellen Orientierung gefragt hatte.
Barfuß durch Tokio

Aufsehen um Italiens Wassersportler

Italiens Wasserball-Meisterteam Pro Recco sorgte mit einer ungewöhnlichen Aktion in sexy Badehosen an der Tokioer Shibuya-Kreuzung für Aufmerksamkeit.
Jurassica Parka vor Gericht

Neue Verhandlung nächste Woche

Gegen die Berliner Dragqueen Jurassica Parka beginnt kommende Woche ein Prozess wegen mutmaßlichen Besitzes von Kinder- und Jugendpornografie.