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Brandanschlag auf queeren Club US-Community-Treffpunkt brannte bis auf Grundmauern ab

Von ms - 10.03.2026 - 13:30 Uhr
Brandanschlag auf queeren Club?
Foto: iStock / DarthArt
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Der Quest Club, ein jahrzehntelang bestehender LGBTIQ+ Nachtclub in Birmingham, Alabama, wurde Ende letzter Woche gegen 22 Uhr nachts von einem Feuer zerstört. Die Feuerwehr von Birmingham konnte bislang nicht feststellen, was das Feuer ausgelöst hat, erste Vermutungen gehen von einem möglichen Brandanschlag aus.  

Queerer Treffpunkt brennt ab

Während die Ermittlungen weiterhin laufen, trauern die Anwohner um den Verlust dieses wichtigen Treffpunkts der LGBTIQ+ Gemeinschaft. Obwohl der Club 2024 offiziell von der Stadt geschlossen wurde, blieb das Gebäude mit seinem auffälligen Wandgemälde an der Außenwand erhalten und war bis heute ein wichtiger Anlaufpunkt für die queere Community. „Es ist alles sehr emotional… für mich und viele in der Community“, so Josh Coleman, Präsident von Central Alabama Pride, gegenüber WVTM. 

Coleman betonte weiter, dass bereits der Quest Club selbst lange Zeit als sicherer Ort für die queere Gemeinschaft in Alabama galt: „Jeder kam aus ganz Alabama zum Quest. Birmingham war früher dieser eine Lichtblick, dieser Hoffnungsschimmer für LGBTIQ+-Menschen im ganzen Bundesstaat. Jeder wusste, dass sie hierher kommen konnten, und es war ein sicherer Zufluchtsort.“ Die Feuerwehr von Birmingham (BFRS) kämpfte in der Nacht mit dem Feuer, indem sie Feuerwehrautos und Leitern einsetzte, um Wasser in das Innere des Clubs zu sprühen. Laut BFRS-Lieutenant Catina Williams gab es glücklicherweise keine Verletzten nach bisherigem Stand. 

Brandursache wird untersucht

Der Quest Club existierte seit 1982, musste jedoch nach einem Doppelmord im Mai 2024 schließen. Die Stadt hatte dem Betreiber des Clubs die Geschäftslizenzen entzogen und ihm vorgeworfen, keine ausreichenden Sicherheitsmaßnahmen getroffen zu haben. Undercover-Polizisten hatten es geschafft, mit Waffen in den Club zu gelangen, ohne durchsucht zu werden. Dies wurde als Beweis für die Vernachlässigung von Sicherheitsvorkehrungen nach den Vorfällen angeführt. Damals hatte Sergeant Kenneth Knight von der Birminghamer Polizei dem Stadtrat von Birmingham mitgeteilt, dass seine Beamten im vergangenen Jahr insgesamt 109 Mal zum Quest Club gerufen worden waren.

Obwohl der Betrieb des Clubs eingestellt wurde, blieb das Gebäude stehen. Das farbenfrohe Wandgemälde an der Außenwand des Gebäudes zeigte den Namen des Clubs und war mit den Farben der verschiedenen LGBTIQ+-Flaggen versehen. So blieb der Club auch geschlossen ein Wahrzeichen für die Community und ein Anziehungspunkt für queere Menschen aus der Region. 

„Als ich in einer Kleinstadt aufwuchs, war der Quest Club der Ort, an dem viele von uns erstmals eine Gemeinschaft fanden“, schrieb Coleman in einem kürzlich veröffentlichten Facebook-Post. „An den Wochenenden fuhren wir nach Birmingham und wussten, dass wir, wenn wir durch diese Türen gingen, einen Raum betreten würden, in dem wir dazugehören. Es war nicht nur ein Nachtclub. Es war der Ort, an dem Freundschaften entstanden, an dem sich LGBTIQ+-Organisationen zusammenfanden und an dem viele von uns sahen, wie unser Leben aussehen könnte. 

Brandanschlag auf queere Institution? 

Abschließend erklärte Coleman so: „Es ist der Ort, an dem ich mein erstes wirklich glückliches schwules Paar sah. Es ist der Ort, an dem ich einige meiner engsten Freunde traf, Freundschaften, die immer noch stark sind. In vielerlei Hinsicht war es der Ort, an dem ich mich selbst fand. Es mag für einige albern erscheinen, aber Orte können für eine Person und eine Gemeinschaft so viel bedeuten. Für viele von uns war der Quest Club nicht nur ein Gebäude. Es war Teil unserer Geschichte. Deswegen pilgerten wir bis heute dahin, trafen uns dort.“ In der Community sind sich viele sicher, dass der Club nicht zufällig abgebrannt ist, sondern wahrscheinlich einem homophoben Brandanschlag zum Opfer gefallen ist. Homophoben Fanatikern in der Region war es demnach ein Dorn im Auge, dass die Institution bis heute ein Magnet für queere Menschen war. Belege für diese These gibt es bisher allerdings nicht. 

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