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GLAAD Media Awards 2026

GLAAD Media Awards 2026 Auszeichnung der Community für besondere LGBTIQ+-Leistungen

ms - 09.03.2026 - 09:00 Uhr
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Bei den 37. GLAAD Media Awards am vergangenen Wochenende im Beverly Hilton Hotel in Los Angeles standen Filme, Serien und Musik sowie Journalismus mit Schwerpunkt LGBTIQ+ im Mittelpunkt. Moderiert wurde die Veranstaltung von Jonathan Bennett.  

"Wir sind Familie" 

Zu Beginn der Preisverleihung betonte GLAAD-Präsidentin Sarah Kate Ellis die Vielfalt der LGBTIQ+-Community und die Relevanz queerer Geschichten: „Das ist die wahre Geschichte: LGBTIQ+-Personen sind Eltern. Wir sind Führungskräfte in der Wirtschaft. Philanthropen und Kreative. Menschen aller Glaubensrichtungen, Hautfarben, sozialen Klassen und Überzeugungen.“ Und mit Blick auf die vielen Gäste aus der Community in ihren edlen Kostümen und Kleidern ergänzte sie: „Wir sind Amerika – ein wirklich, wirklich gut gekleidetes Amerika. Und wir sind Familie.“

Heated Rivalry und Stranger Things 

Zu den großen Gewinnern der Gala zählten die Serien „Heated Rivalry“, „Stranger Things“ und „Palm Royale“. In der Kategorie beste neue TV-Serie setzte sich die kanadische Produktion „Heated Rivalry“ durch, Showrunner Jacob Tierney nahm den Preis gemeinsam mit Hauptdarsteller Connor Storrie, François Arnaud, Robbie G.K. und Christina Chang entgegen. Die letzte Staffel von „Stranger Things“ wurde als beste Drama-Serie ausgezeichnet, bei der Preisübergabe wurde insbesondere das Coming-Out von Hauptcharakter Will gewürdigt, Schauspieler Noah Schnapp nahm den Preis freudestrahlend entgegen. 

In der Kategorie Comedy-Serie gewann „Palm Royale“, die allerdings bereits nach zwei Staffeln von Apple TV wieder abgesetzt wurde. Die Miniserie „Wayward“ mit Toni Collette und Mea Martin erhielt ebenfalls eine Auszeichnung. Als bester Dokumentarfilm wurde außerdem „Come See Me in the Good Light“ geehrt, der aktuell auch für einen Oscar nominiert ist. Für den besten Kinofilm wurde „Kiss of the Spider Woman“ von Bill Condon mit Jennifer Lopez prämiert. Bei den Filmen mit begrenztem Kinostart siegte „A Nice Indian Boy“, im Streaming-Bereich „Miss Carbon“ mit Lux Pascal.

Liza Minnelli ist stolz auf Community 

Überraschend erschien die Entertainerin Liza Minnelli auf der Bühne und nahm den neu geschaffenen „Liza Minnelli Storyteller Award“ entgegen, der Künstler auszeichnet, deren Arbeiten Kultur und Gemeinschaft prägen. Nach einem Tribut zu ihrer Karriere betrat die Grande Dame wenige Tage vor ihrem 80. Geburtstag am kommenden Donnerstag die Bühne unter stehenden Ovationen. „Ich freue mich so, hier mit euch allen zusammen zu sein. Ihr macht mich so stolz, weil ihr stark seid und für das einsteht, woran ihr glaubt“, so Minnelli. 

Quinta Brunson, Schöpferin von „Abbott Elementary“, erhielt den Vanguard Award für ihren Einsatz zur Förderung von LGBTIQ-Akzeptanz. Sie betonte in ihrer Dankesrede die Bedeutung queerer Vorbilder in ihrem Leben: „Queere Menschen waren von Geburt an ein Teil meines Lebens. Ich muss meinem Onkel danken… er war das erste Beispiel für queere Repräsentation in meinem Leben und hat mir ermöglicht, frei zu sein.“ Sie schloss mit den Worten: „Mir geht es darum: Ich liebe queere Menschen. Ich liebe euch so sehr. Wer queere Menschen angreift, greift mich an! Vielen Dank dafür.“

Comedy, Reality-TV und Kinder-Programme

Das Comedy-Duo Bowen Yang und Matt Rogers nahm den Stephen F. Kolzak Award entgegen. In ihrer Rede kritisierten sie die aktuelle politische Situation und die aktive Transphobie: „Wir können diese Auszeichnung nicht annehmen, ohne die weit verbreitete, aktive Transfeindlichkeit dieser Regierung und ihrer Unterstützer zu verurteilen; und wir sind auch hier, um ihnen vorab klarzumachen, dass sie einen aussichtslosen Kampf führen.“ In der Kategorie Reality-Programm wurden „Southern Hospitality“ und „The Traitors“ ausgezeichnet. Bei Kinderprogrammen erhielten „Firebuds“, „XO, Kitty“ und „Adventure Time: Fionna and Cake“ Preise. Überraschend gewann die puerto-ricanische Rapperin Young Miko mit ihrem Album „Do Not Disturb“ in der Kategorie bester Musikkünstler. 

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