Bette Midler gegen Trump Mit dabei weitere Stars wie Jane Fonda
In New York haben sich zahlreiche bekannte Persönlichkeiten aus der US-Unterhaltungsbranche zu einem Konzert versammelt, das als politisches Zeichen gegen die Politik von Donald Trump verstanden wurde. Anlass war dessen 80. Geburtstag, der von den Beteiligten bewusst für die Aktion gewählt wurde. Federführend mit dabei war Community-Ikone Bette Midler (80).
Das Wichtigste im Überblick
- Protestkonzert in New York zum 80. Geburtstag von Donald Trump
- Jane Fonda und Bette Midler treten öffentlich gegen Regierungspolitik auf
- Kritik über gefährdete demokratische Grundrechte
- Ariana Grande kritisiert Nutzung ihrer Musik durch das Weiße Haus
- Streit über Social-Media-Video zur Einwanderungspolitik
- Regierung reagiert zunächst nicht auf Vorwürfe
Prominente Proteste in New York
Die Schauspielerin Jane Fonda (88) erklärte auf der Bühne: „Wir stehen zusammen in der Verteidigung unseres Rechts auf freie Meinungsäußerung“, und fügte hinzu: „Es gibt eindeutige Anstrengungen, unsere grundlegenden demokratischen Rechte zu zerstören.“ Auch die Schauspielerin Bette Midler war Teil der Veranstaltung. Nach Angaben der Organisatoren sollte das Konzert insbesondere auf den ersten Zusatzartikel zur US-Verfassung aufmerksam machen, der zentrale Grundrechte wie Meinungs-, Presse- und Versammlungsfreiheit schützt. Kritiker sehen diese Rechte nach eigenen Angaben durch autoritäre Tendenzen gefährdet. Ebenso mit dabei laut der US-Presse waren Julia Roberts (58), Rufus Wainwright (52) und Robert de Niro (82) sowie mehrere Persönlichkeiten aus RuPaul's Drag Race.
Veranstaltet wurde das Konzert vom „Committee for the First Amendment“. Die Aktion wurde zudem über sogenannte Watch Partys im ganzen Land übertragen – unter anderem in privaten Wohnungen, Gemeindezentren und Geschäften. Unterstützt wurde das Format auch von der Bewegung „No Kings“, die bereits in der Vergangenheit durch landesweite Protestaktionen gegen Trumps Politik aufgefallen ist. Nach Angaben der Organisatoren hatten zuvor Millionen Menschen einem Protestaufruf anlässlich eines früheren Geburtstags Trumps Folge geleistet. Trump indes feierte seinen runden Geburtstag am vergangenen Sonntag mit Käfigkämpfen vor dem Weißen Haus und Kampfjets am Himmel, wie immer die "ganz große Show". Zum Eklat kam es dann rund um den Mixed-Martial-Arts-Kämpfer Josh Hokit, der nach gewonnenem Kampf erklärte: „Michelle Obama ist ein Mann, habe ich nicht recht, Amerika?“
Ariana Grande kritisiert Nutzung
Parallel zum politischen Protest meldete sich auch die Sängerin Ariana Grande zu Wort. Auslöser war ein vom Weißen Haus veröffentlichtes Video auf der Plattform TikTok zur Einwanderungspolitik, das mit ihrem Song „Bye“ aus dem Jahr 2024 unterlegt wurde. In dem Clip sind unter anderem Festnahmen durch Sicherheitskräfte zu sehen. Grande reagierte deutlich und schrieb: „Bitte verwenden Sie meine Musik niemals in Verbindung mit diesem barbarischen, unmenschlichen und abscheulichen Schwachsinn.“ Eine Reaktion der US-Regierung lag zunächst nicht vor.
Aus dem Umfeld der Sängerin hieß es zudem, ihr Team prüfe Möglichkeiten, die Verwendung des Songs in dem Video zu unterbinden. Die Musikerin hatte sich bereits in der Vergangenheit kritisch gegenüber der Trump-Regierung geäußert. Das Kommunikationsteam des Präsidenten nutzt regelmäßig bekannte Musikstücke für Social-Media-Inhalte, um politische Botschaften zu transportieren.