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Julia Roberts würdigt Opfer US-Schauspielerin gedenkt an getötete lesbische Mutter

Von ms - 16.06.2026 - 13:30 Uhr
Julia Roberts würdigt Opfer
Foto: IMAGO / UPI Photo
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Schauspielerin und LGBTIQ+-Verbündete Julia Roberts hat der lesbischen Mutter Renee Nicole Good bei einer Veranstaltung in New York einen bewegenden Tribut gezollt. Good, eine 37-jährige Mutter von drei Kindern aus Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota, wurde im Januar von einem Beamten der US-Einwanderungsbehörde ICE getötet. Ihr Tod löste landesweite Proteste gegen die aktuelle US-Regierung und deren Einwanderungspolitik aus.

Das Wichtigste im Überblick

  • Julia Roberts würdigt die getötete lesbische Mutter Renee Nicole Good bei einer Veranstaltung für Meinungsfreiheit.
  • Amanda Gormans Gedicht über Good steht im Mittelpunkt des Gedenkens.
  • Tessa Thompson, Lily Gladstone, Wilson Cruz, Peppermint und Joy Reid kritisieren die Politik der aktuellen US-Regierung.
  • Mehrere Redner warnten vor Angriffen auf Minderheiten, Medienfreiheit und demokratische Rechte.

Würdigung von Goods Leben 

Roberts sprach bei der Veranstaltung i, Town Hall Theater in New York. Ziel des Abends war es laut Organisatoren, Menschen dazu zu ermutigen, sich gegen autoritäre Entwicklungen zu stellen, die demokratische Grundrechte bedrohten. In ihrer Rede stellte Roberts die Persönlichkeit der Verstorbenen in den Mittelpunkt. „Renee Nicole Good ist kein Symbol. Sie ist eine amerikanische Frau, eine lesbische Frau, die ihr Bestes gegeben hat, um in einer ungerechten Welt ein guter Mensch zu sein. Es ist mir eine Ehre, heute Abend ihr Leben und ihr Vermächtnis zu würdigen, denn das Leben, das sie gegeben hat, liegt nun in unserer Verantwortung weiterzutragen.“ Anschließend trug Roberts ein Gedicht der US-Dichterin Amanda Gorman vor. Darin wird die Trauer über den Tod der Mutter ebenso thematisiert wie Hoffnung, Solidarität und gesellschaftlicher Zusammenhalt.

Tessa Thompson ist erschöpft vom Kampf  

Auch Schauspielerin Tessa Thompson erinnerte an Good und kritisierte die gesellschaftlichen Zustände in den USA. „Minnesota wurde erneut zum Schauplatz eines Kampfes, nachdem ICE Alex Pretti und Renee Nicole Good getötet hatte. Wieder war ich voller Verzweiflung und Wut. Am erschütterndsten und zugleich am empörendsten war jedoch, wie wenig überraschend diese Morde für mich als schwarze Amerikanerin waren.“ Thompson sprach zudem von einer tiefen Erschöpfung angesichts wiederkehrender Kämpfe um grundlegende Rechte: „Es gibt eine tiefe Erschöpfung darin, dieselben Kämpfe immer wieder führen zu müssen und Generation für Generation darauf zu bestehen, dass Menschen ein Recht darauf haben zu existieren – selbst wenn sie den Staat kritisieren.“ Gleichzeitig lobte sie den Zusammenhalt innerhalb der Bevölkerung: „Die Menschen hatten die Macht, sich gegenseitig zu schützen, und sie weigerten sich, sich durch die Tötungen von Renee Good und Alex Pretti einschüchtern zu lassen. Die Gemeinschaft wurde zur Hoffnung. Deshalb ist mein Vorrat an Optimismus noch nicht erschöpft.“

Wilson Cruz beschwört Pride Monat 

Der offen schwule Schauspieler Wilson Cruz thematisierte Maßnahmen gegen queere Symbole im öffentlichen Raum. „Als der Gouverneur von Texas seine kleinen Cowboysporen klickte und alle Regenbogen-Zebrastreifen übermalen ließ, griffen Aktivistinnen und Aktivisten zu Pinseln und bemalten die Gehwege erneut. Genau das tun wir.“ Weiter sagte Cruz: „Wenn ihr unsere Fahnen einholt, werden wir sie wieder hissen. Ihr könnt unsere Regenbogen übermalen, aber wir malen einen noch helleren, der den Weg weist. Ich möchte euch daran erinnern, dass in Amerika Pride Monat ist. Und obwohl wir sehr stolz sind, ist unsere Regenbogenflagge in diesem Jahr von Kämpfen gezeichnet. Im Frühjahr wurde die Pride-Flagge am nationalen Stonewall-Denkmal entfernt – und sie kehrte erst zurück, als Aktivistinnen und Aktivisten sie selbst wieder aufhängten.“

Besondere Lage von trans* Menschen 

Die trans* Drag-Künstlerin Peppermint äußerte sich besorgt über die Lage von trans* Menschen in den USA. „Wir leben in einer Zeit, in der öffentliche Aufmerksamkeit für viele trans* Amerikanerinnen und Amerikaner gefährlich geworden ist. Trans* Kinder, die offen sie selbst sein sollten, werden von einer Regierung eingeschüchtert, die sich mehr dafür interessiert, ihre Körper zu kontrollieren, als sie zu ernähren.“ Sie kritisierte außerdem die politischen Prioritäten der Regierung: „Diese Angriffe auf die trans* Community dienen als Ablenkung von der enormen Konzentration von Reichtum und Ressourcen bei Milliardären und inzwischen sogar Billionären. Sie lenken von den Versäumnissen dieser Regierung ab, ihre Bevölkerung zu schützen, statt ihr zu schaden.“ Nach ihren Angaben wurden in den vergangenen drei Monaten elf trans* Menschen in den USA getötet. „Und ich habe darüber kein einziges Wort in den Nachrichten gesehen.“

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