Neuer Blick auf Simon Rex Einst Adultstar, heute Hollywood-Schauspieler
Mit dem Start des neuen „Scary Movie“-Films erinnern sich viele Fans an die beliebten Horrorparodien der vergangenen Jahre. Während die Wayans-Brüder erneut an der Spitze des Projekts stehen und zahlreiche bekannte Darsteller zurückkehren, fehlt ein Name: Simon Rex (51). Der Schauspieler war in „Scary Movie 3“, „Scary Movie 4“ und „Scary Movie 5“ zu sehen.
Das Wichtigste im Überblick
- Mit dem Kinostart des neuen „Scary Movie“-Films rückt auch Ex-Darsteller Simon Rex wieder in den Fokus.
- In sozialen Netzwerken werden erneut Aufnahmen aus seiner kurzen Zeit in der Erwachsenenfilmbranche verbreitet.
- Rex hatte bereits mehrfach offen über diese Phase seines Lebens gesprochen und versucht sie nicht zu verbergen.
- Der Schauspieler erklärte, die Aufnahmen seien entstanden, als er 18 Jahre alt war und Geld für seinen Lebensunterhalt benötigte.
- Trotz möglicher beruflicher Nachteile gelang ihm eine erfolgreiche Karriere als Model, MTV-Moderator und Schauspieler.
- Für seine Rolle als ehemaliger Pornodarsteller im Film „Red Rocket“ erhielt er später viel Anerkennung und einen Independent Spirit Award.
Kurzer Ausflug in die Erwachsenenfilmbranche
Dass die Filmreihe derzeit wieder verstärkt diskutiert wird, hat jedoch auch dazu geführt, dass erneut Aufnahmen aus Rex’ früher Jugend in sozialen Netzwerken kursieren. Der Schauspieler arbeitete vor seinem Durchbruch für kurze Zeit in der Erwachsenenfilmbranche. Die entsprechenden Videos erscheinen regelmäßig wieder im Internet, sobald Rex verstärkt öffentliche Aufmerksamkeit erhält. Dabei wird häufig so getan, als handle es sich um neue Enthüllungen.
Rex trat damals unter dem Künstlernamen „Sebastian“ für den Produzenten Club 182 auf. Er war lediglich in einigen Solo-Aufnahmen zu sehen, die später in Zusammenstellungen wie „Young, Hard & Solo“ oder „The Hot Sessions“ veröffentlicht wurden. Der Schauspieler sprach in den vergangenen Jahren mehrfach offen über diese Zeit. Dem Guardian sagte er 2022: „Damals war ich so jung und naiv, dass ich das alles cool fand. Mit 18 trifft man nicht unbedingt die besten Entscheidungen.“ Damals arbeitete Rex nach eigenen Angaben in einer Fabrik, die Kartoffelsäcke herstellte, um sein Studium an einem Community College zu finanzieren. Durch eine Beziehung zu einem Model zog er nach Los Angeles. Um seinen Lebensunterhalt zu sichern, nahm er einige Jobs für Club 182 an. Nach eigener Aussage hatte er damals keinerlei konkrete Pläne für eine Karriere im Showgeschäft und machte sich deshalb keine Gedanken über mögliche Folgen.
Vom Model zum MTV-Star
Kurz darauf änderte sich sein Leben grundlegend. Während er seine damalige Freundin zu einem Model-Casting begleitete, wurde er selbst entdeckt. Bereits am nächsten Tag flog er zu einem Job nach Mailand. Es folgten Engagements für bekannte Marken wie Tommy Hilfiger, Versace und Levi’s. Auf Basis dieser Modelkarriere erhielt Rex 1995 eine Anstellung als Moderator bei MTV. Später absolvierte er eine Schauspielausbildung und übernahm Rollen in Serien wie „Felicity“ und „Jack & Jill“. Der größere Durchbruch gelang ihm schließlich 2003 mit „Scary Movie 3“.
Mit dem Aufstieg des Internets wurde seine Vergangenheit allerdings immer wieder zum Thema. Rex räumte ein, dass ihn die alten Aufnahmen im Laufe der Jahre durchaus berufliche Chancen gekostet hätten. Dennoch gelang es ihm, sich als Schauspieler zu etablieren. Besonders viel Anerkennung erhielt er für seine Hauptrolle im Film „Red Rocket“ von Regisseur Sean Baker. Darin spielte er ausgerechnet einen ehemaligen Pornodarsteller. Für die Leistung wurde Rex unter anderem mit einem Independent Spirit Award ausgezeichnet.
Neue Karrierephase
Inzwischen hat sich Rex nach Einschätzung vieler Beobachter längst von den Diskussionen um seine Vergangenheit emanzipiert. Zu seinen jüngeren Projekten zählen die von Lukas Gage geschriebene schwarze Komödie „Down Low“, die Krimiserie „Poker Face“, der Thriller „Blink Twice“ sowie der kommende Film „The Leader“, der sich mit der religiösen Bewegung Heaven’s Gate beschäftigt. Online wird dabei immer wieder auch kommentiert, dass es vielleicht an der Zeit ist, auch Sexarbeit als legitimen Job anzuerkennen. Auch Pornodarsteller können als Schauspieler eine gute Figur machen, die Traumfabrik solle nicht mehr gar so prüde sein. Ob dass mehr Wunsch oder Wirklichkeit ist, bleibt eine rein subjektive Bewertung der US-Filmbranche.