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Haft nach Cyberstalking

Haft nach Cyberstalking US-Amerikaner attackierte jahrelang homosexuelle Männer

ms - 27.02.2026 - 13:00 Uhr
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Ein Mann aus North Carolina ist zu drei Jahren Haft verurteilt worden, nachdem er seit 2016 gezielt schwule Männer belästigt, gestalkt und ihnen Morddrohungen geschickt hatte. David Ryan Winters (40) wurde wegen Cyberstalkings schuldig gesprochen. Er hatte Männer in der Region Raleigh-Durham ins Visier genommen, deren persönliche Daten recherchiert und ihnen online bedrohliche Nachrichten übermittelt.

Hass auf die schwule Community 

Wie die US-Staatsanwaltschaft für den östlichen Bezirk von North Carolina berichtete, sei Winters selbst schwul und habe 2013 sowie 2014 ehrenamtlich im LGBT-Zentrum von Raleigh gearbeitet. Dort habe sich jedoch sein Verhalten so störend gezeigt, dass er nur noch zu Besuch kommen, aber nicht mehr ehrenamtlich tätig sein durfte. Die Behörden erklärten, Winters sei „wütend auf die schwule Gemeinschaft“ gewesen, weil sie ihn abgelehnt habe. 

Die Opfer habe er daraufhin teils in deren Wohnungen aufgesucht, ihnen Bilder ihrer Häuser geschickt und sogar Morddrohungen ausgesprochen. Er habe damit Berichten zufolge Aufmerksamkeit ähnlich wie der Pulse-Nachtclub-Attentäter 2016 in Orlando erzielen wollen. US-Staatsanwalt Ellis Boyle betonte: „Wir glauben daran, alle Bürger zu schützen, die ihr Leben in Frieden führen sollten. Dieses antisoziale Verhalten darf nicht unbeachtet bleiben.“ Boyle hob hervor, dass „die Beweise, dass der Angeklagte seine Opfer wegen ihrer sexuellen Orientierung ausgewählt hat, überwältigend sind.“

Morddrohungen gegen Stadtrat

Zu den Betroffenen zählt auch der offen schwule Stadtrat von Raleigh, Jonathan Lambert-Melton. In einem Interview berichtete er, Winters habe immer wieder neue Konten erstellt, um ihn zu belästigen, und Nachrichten an Personen geschickt, die nicht einmal in North Carolina leben, mit der Aufforderung, er solle sterben. In seiner Stellungnahme während der Urteilsverkündung sagte Lambert-Melton: „Es fühlte sich an, als wäre ich unter einer schweren Decke. Das erste Mal, dass dieses Gewicht endlich wieder gelöst wurde, war, als er inhaftiert wurde.“

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