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Neue HBO-Max-Serie
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Aufsehen um neue HBO-Serie "Proud" polarisiert die polnische Gesellschaft

ms - 01.04.2026 - 15:15 Uhr
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Die polnische neue Serien-Produktion „Proud“ erzählt die Geschichte des jungen Schwulen Filip, dessen Leben durch eine unerwartete familiäre Tragödie aus den Fugen gerät. Der neue und offene Blick auf schwules Leben sorgt in diesen Tagen in Polen für viel Gesprächsstoff.  

Besondere Serie über schwulen Mann

Die Serie, geschrieben und inszeniert von Karol Klementewicz, wurde in diesem Jahr bereits bei den Series Mania Awards in Lille ausgezeichnet. Sie erhielt den Grand Prix sowie den Preis für den besten Hauptdarsteller, der an Ignacy Liss ging. Die Jury bezeichnete die Serie als „ein zutiefst berührendes Porträt eines jungen Menschen am Limit, der gezwungen ist, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen“.

Liss spielt Filip, einen selbstbewussten jungen Mann, der zunächst leichtsinnig und ungestüm wirkt. Eine familiäre Tragödie zwingt ihn jedoch, Verantwortung zu übernehmen. Die Serie begleitet ihn dabei, wie er sich der Herausforderung stellt, ein kleines Kind zu betreuen, während er gleichzeitig seine Freiheit bewahren möchte. Themen wie Schuldgefühle, persönliche Schwächen und gesellschaftliche Vorurteile werden in diesem Kontext behandelt.

Polarisierung der Gesellschaft

„Es gab bisher keine Serie wie diese, und das Thema polarisiert weiterhin unsere Gesellschaft. ‚Proud‘ zeigt beide Seiten und beweist, dass man – und man sollte – miteinander reden kann“, sagte Liss in einem Gespräch mit Variety. Er betonte, dass die Serie bewusst sensibilisieren wolle, ohne dem Publikum eine Botschaft aufzuzwingen. Sie zeige die Schwierigkeiten, denen junge Schwule bei der Adoption eines Kindes begegnen könnten, und dass Filip aufgrund seiner sexuellen Orientierung Anfeindungen erlebt.

Regisseur und Drehbuchautor Klementewicz erklärte: „Wir wissen, wo wir leben und wissen, wie Minderheiten hier in Polen behandelt werden. Aber beim Schreiben habe ich versucht, beide Perspektiven zu verstehen. In Polen fehlt der Dialog. Niemand wird nach dem Ansehen der Serie sofort seine Meinung ändern, aber vielleicht sieht man Filip als Mensch, nicht nur als Schwulen.“

Persönliche Erfahrungen

Die Idee zur Serie entstand laut Klementewicz aus persönlichen Erfahrungen: Sein Bruder bekam ein Kind und musste plötzlich Verantwortung übernehmen. Liss hob hervor: „Filip ist verloren, doch er ist auch fähig zu Liebe und Empathie. Er möchte, dass das Kind nicht dasselbe durchmacht wie er.“

Die Serie wird in einem politisch angespannten Umfeld gezeigt. Präsident Karol Nawrocki wird von der rechtspopulistischen PiS unterstützt, Premierminister Donald Tusk steht der liberalen Richtung nahe, kann aber homosexuellenfreundliche Gesetze wie eine Ehe für alle schwer bis gar nicht umsetzen. HBO Max hat bisher keinen offiziellen Sendetermin für „Proud“ bekanntgegeben – gut möglich, dass die Serie nach „Heated Rivalry“ der zweite große Hit des Streaminganbieters mit schwulen Hauptfiguren wird. 

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