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Ende des Regenbogens Stadtrat will nicht weiter „provozieren“ und beendet Projekt

Von ms - 17.02.2026 - 08:30 Uhr
Ende des Regenbogens
Foto: iStock / Nicolás Pérez de Agustín
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Der irischen Mythologie zufolge findet sich am Ende des Regenbogens eine Schüssel voll Gold – in Arnsberg indes sieht die Sachlage anders aus, das Ende des Regenbogens hier sorgt indes in der Community für viel Bedauern. Nach zweimaligen Sachbeschädigungen an der Regenbogentreppe in der nordrhein-westfälischen Stadt mit rund 75.000 Einwohnern soll nun ganz auf die Farbenpracht verzichtet werden. Der Bezirksausschuss beschloss nach Angaben der „Westfalenpost“ in seiner jüngsten Sitzung, die Anlage nicht erneut instand zu setzen.

Schwarz-Rot-Gold statt Regenbogen

Die Treppe am Busbahnhof war zuletzt Anfang Februar zum zweiten Mal übermalt worden – diesmal in den Farben Schwarz-Rot-Gold. Gestaltet worden war sie ursprünglich von den Schülern und Schülerinnen eines Arnsberger Gymnasiums. Die Tat hatte Empörung ausgelöst, zugleich aber auch eine Welle von Anfeindungen nach sich gezogen. Explizit wurde online auch die örtliche CDU attackiert, die sich für Vielfalt ausgesprochen hatte. Die Sprecherin der lokalen Grünen, Verena Verspohl, sah in der Übermalung des Regenbogens eine „klare rechtsextreme Aussage gegen Vielfalt, Queers und eine bunte Gesellschaft“. Auch sie erlebte nach dem Statement einen digitalen Shitstorm.

Keine erneute „Provokation“

Nach einer Reinigung sind die Regenbogenfarben inzwischen stark verblasst. Eine erneute farbliche Gestaltung soll nach dem Willen der Bezirksvertreter nicht mehr erfolgen. „Wir provozieren nur“, sagte der Vorsitzende des Bezirksausschusses, Andreas Dieck, der „Westfalenpost“. Er habe die Einrichtung der Treppe ursprünglich unterstützt. Angesichts „der Haushaltslage“ sei es jedoch nicht vertretbar, dass die Anlage wiederholt gereinigt und neu gestrichen werden müsse. Stattdessen soll an anderer Stelle ein Zeichen für Vielfalt gesetzt werden, das „sicher vor Vandalismus“ sei. Details dazu sollen in der nächsten Sitzung im März beraten werden. 

Kritik von queerem Verein

Der Verein Offen.Bund.Arnsberg kritisierte die Entscheidung in einem Offenen Brief: „Diejenigen, die in unserer Stadt Dinge zerstören, weil sie sie für überflüssig halten, gewinnen mit ihren Aktionen. Das darf nicht sein und das ist die falsche Entscheidung!“. Gerade für queere Menschen im Sauerland sei es wichtig, „dass sich die Stadt positioniert und unter anderem Sichtbarkeit von Queerness“ im öffentlichen Raum schaffe. 

Der Verein selbst ist aus der Idee heraus entstanden, im August 2026 den allerersten CSD in Arnsberg zu veranstalten: „Es geht um mehr als nur um einen einzelnen Tag. Die Organisation eines CSD bringt Menschen zusammen, schafft Räume für Austausch und ermöglicht echte Begegnungen. Genau daraus entsteht, was wir uns von Anfang an gewünscht haben: eine lebendige, queere Community auch im ländlichen Raum“, so der Verein. 

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