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Anderson Cooper hört auf Ende bei „60 Minutes“ nach 20 Jahren

Von ms - 17.02.2026 - 11:00 Uhr
Anderson Cooper hört auf
Foto: IMAGO / UPI Photo
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Der schwule Journalist Anderson Cooper wird nach 20 Jahren seine Tätigkeit als Korrespondent bei der Nachrichtensendung „60 Minutes“ beenden. Dies teilte Cooper in einer Stellungnahme mit, wie Variety berichtete. Cooper, der weiterhin seine eigene Sendung bei CNN moderiert, war regelmäßig für „60 Minutes“ tätig, im Rahmen einer Kooperation zwischen CNN und CBS, und gilt als eines der bekanntesten TV-Gesichter der schwulen Community in den USA. Inoffiziellen Berichten zufolge soll auch die Trump-Politik eine Rolle bei dieser Berufsentscheidung gespielt haben. 

Vaterglück vor TV-Karriere

„Korrespondent bei ‚60 Minutes‘ zu sein, war eines der Highlights meiner Karriere. Ich konnte außergewöhnliche Geschichten erzählen und mit einigen der besten Produzenten, Editoren und Kamerateams der Branche arbeiten“, erklärte Cooper. „Fast zwanzig Jahre lang konnte ich meine Aufgaben bei CNN und CBS miteinander vereinbaren, aber ich habe jetzt kleine Kinder und möchte so viel Zeit wie möglich mit ihnen verbringen, solange sie Zeit mit mir verbringen möchten.“

Der Abschied gilt als weiterer Einschnitt für die Sendung und CBS News, seit Bari Weiss im vergangenen Jahr Chefredakteurin des Senders wurde. Weiss, die zuvor keine Erfahrung im Fernsehjournalismus hatte, war nach der Übernahme ihrer Meinungsplattform „The Free Press“ durch CBS-Mutter Paramount Skydance für 150 Millionen Dollar in diese Position berufen worden. Sie steht in der Kritik, nachdem ein Beitrag über Misshandlungen von abgeschobenen Venezolanern zurückgezogen worden war, und wird in Bezug auf die redaktionelle Unabhängigkeit immer wieder hinterfragt. Weiss gilt dabei als Trump-Vertraute. Zudem sollen bei CBS News weitere Entlassungen bevorstehen.

Vertragsverlängerung abgelehnt 

Laut Variety hatte Cooper Gespräche über eine Vertragsverlängerung mit CBS geführt, entschied sich jedoch, seinen Fokus auf CNN zu legen, wo er neben seiner Primetime-Sendung auch einen Podcast und ein Sonntagsformat betreut. Cooper begann seine journalistische Karriere in den 1980er-Jahren mit Praktika bei ABC News und arbeitete später als Korrespondent für verschiedene Nachrichtenagenturen. Bekannt wurde er als CNN-Korrespondent, insbesondere durch seine Berichterstattung aus Krisengebieten, darunter der Bürgerkrieg in Somalia und der Krieg im Irak. 

Privat ist Cooper offen schwul. Er machte sein Coming-Out 2012 öffentlich und spricht seitdem auch über sein Leben als homosexueller Mann in der Öffentlichkeit. Er hat zwei Kinder: einen Sohn, Wyatt Morgan, geboren 2020, und eine Tochter, Benjamin, geboren 2022, die beide über eine Leihmutter zur Welt kamen. Cooper legt Wert darauf, sein Privatleben weitgehend aus der Medienöffentlichkeit herauszuhalten, teilt aber gelegentlich Einblicke in sein Familienleben und seine Erziehungserfahrungen.

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