Festnahmen bei Gay-Kreuzfahrt Eklat um Drogen bei größter schwuler Kreuzfahrt der Welt
Kurz vor der Abfahrt der „Symphony of the Seas“ von Royal Caribbean im Hafen von Miami wurden neun Passagiere der geplanten schwulen Kreuzfahrt jetzt festgenommen, nachdem Drogen in ihren Gepäckstücken entdeckt worden waren. Die Festnahmen erfolgten im Rahmen einer Rauschgiftkontrolle durch US-Zoll- und Grenzschutzbeamte.
Neun schwule Männer in Haft
Wie die Behörden mitteilten, wurden die Gepäckstücke von geschulten Drogenspürhunden überprüft, als mehrere Koffer auffielen. Die Festnahmen ereigneten sich kurz vor dem Start der einwöchigen Karibikreise des Schiffes, die von Atlantis Events organisiert wurde – einem Unternehmen aus West Hollywood, das große Gay-Kreuzfahrten veranstaltet. Die Vorwürfe umfassen Besitz und Handel mit MDMA, LSD, Kokain sowie Ketamin und GBL und GHB, die auch bei Chemsex-Partys zum Einsatz kommen, wie Detective Joseph R. Peguero Rivera vom Miami-Dade Sheriff's Office (MDSO) in einer Stellungnahme betonte.
Die festgenommenen Männer stammen aus verschiedenen Teilen der USA. Darunter sind auch bekannte Gesichter wie Joshua S. Eddy (41) aus West Hollywood, Kalifornien – ihm wird unter anderem der Handel mit MDMA und der Besitz weiterer Drogen vorgeworfen. Eddy, der auch in sozialen Medien aktiv ist und Inhalte für die Plattform OnlyFans produziert, wird zudem der Drogenhandel mit Methamphetamin und Ketamin zur Last gelegt. Insgesamt umfasst die Liste der inhaftierten Tatverdächtigen auch Männer aus Tennessee, San Francisco, Georgia, Washington, Arizona, Chicago, Tacoma und Miami.
Vorfälle häufen sich
Die Symphony of the Seas stach nach dem Polizeieinsatz wie geplant mit über 5.000 Passagieren zu einer einwöchigen Gay-Kreuzfahrt in die Karibik auf. In den letzten Jahren gab es immer wieder Berichte über Drogenüberdosierungen und medizinische Notfälle auf Kreuzfahrten für die Community. Im Januar 2024 starb ein Mann während einer ähnlichen Reise auf der Oasis of the Seas.
Die jüngsten Festnahmen werfen in den US-Medien nun erneut Fragen zur Sicherheit auf Kreuzfahrten auf, insbesondere zu den Risiken von Drogenmissbrauch und deren Auswirkungen auf die Passagiere, wenn der nächste Hafen möglicherweise Tage entfernt ist. „Das Leben auf See birgt reale rechtliche und medizinische Risiken“, erklärte Randle Roper, ein Veranstalter schwuler Kreuzfahrten. Die meisten Anbieter würden dabei eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Drogen verfolgen: „Kein Urlaub ist es wert, solche Risiken einzugehen.“