Schwule Pandabären Festnahme zweier Chinesen nach Blogbeitrag über homosexuelle Pandas
In China sind zwei Männer festgenommen worden, nachdem sie im Internet eine Meldung über zwei männliche Pandas verbreitet hatten, in der sie behaupteten, die beiden Tiere seien schwul.
Hinweise aus der Bevölkerung
Konkret hätten die Männer erklärt, zwei männliche Sichuan-Riesenpandas hätten sich erstmals erfolgreich in freier Wildbahn gepaart. Die Chenghua-Zweigstelle des Sicherheitsbüros der Stadt Chengdu teilte mit, die Ermittlungen seien nach Hinweisen aus der Bevölkerung auf entsprechende Online-Beiträge aufgenommen worden, wie die Global Times unter Berufung auf die Polizei berichtet.
Im Zuge der Untersuchung seien zwei Verdächtige ermittelt worden: ein 29 Jahre alter Mann mit dem Nachnamen Dong aus Huludao in der nordostchinesischen Provinz Liaoning sowie ein 33-jähriger Mann mit dem Nachnamen Gao aus Hangzhou in der Provinz Zhejiang. Beide hätten demnach „vorsätzlich Fakten verdreht“.
Eine Störung der „Internet-Ordnung“
Nach Angaben der Behörden hätten die Männer mit dem Ziel, Aufmerksamkeit im Internet zu erlangen, einen gefälschten Nachrichten-Screenshot erstellt. Dieser habe den Titel getragen: „Chengdu: Zwei männliche Sichuan-Riesenpandas paaren sich erstmals erfolgreich in freier Wildbahn.“ Die Verbreitung der Falschmeldung habe zu „weit verbreiteten falschen Interpretationen“ geführt, die „Ordnung im Internet“ gestört und „negative gesellschaftliche Auswirkungen“ verursacht. Dong und Gao seien daraufhin in Verwaltungshaft genommen worden, zudem seien ihre Online-Konten geschlossen worden.
Homosexualität im Tierreich
Unabhängig von dem Vorfall betonten britische Fachleute in der Global Times, dass gleichgeschlechtliches Verhalten im Tierreich grundsätzlich kein ungewöhnliches Phänomen ist, Homosexualität wurde bereits bei über 1.500 Arten ausführlich dokumentiert. Zudem gäbe es tatsächlich Hinweise darauf, dass die männlichen Riesenpandas im Bezirk Chenghua – dort befindet sich auch die Chengdu Research Base of Giant Panda Breeding, ein international führendes Schutzzentrum – gleichgeschlechtliche Aktivitäten zeigten. Den beiden inhaftierten Chinesen droht trotzdem eine Geld- oder sogar eine mögliche Haftstrafe.