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US-Christen machen mobil Druck auf Supreme Court für Comeback der Homo-Heilungen

Von ms - 15.01.2026 - 14:45 Uhr
US-Christen machen mobil
Foto: iStock / izanbar
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Die konservative US-Rechtsorganisation Alliance Defending Freedom (ADF) setzt sich derzeit verstärkt gegen das Verbot der Konversionstherapie ein und nutzt dafür massiv gerichtliche Schritte sowie Lobbyarbeit. Das Ziel ist klar: Der Druck auf die neun Richter des US-Supreme Courts soll schrittweise und allumfassend stetig erhöht werden. 

Im Kampf gegen „das Böse“

Das Oberste Gericht der USA hat sich im letzten Jahr der Sache angenommen, im Oktober erfolgten die mündlichen Verhandlungen. Die Klage richtet sich gegen das Verbot der Konversionstherapie für Minderjährige in Colorado, ein Urteil des Supreme Court kann aber so oder so landesweit von großer Bedeutung sein. Die ADF vertritt dabei die evangelikale Therapeutin Kaley Chiles und argumentiert, das Gesetz verletze ihre verfassungsmäßigen Rechte. Um ihre Unterstützer weiter zu mobilisieren, verschickte der Verein in den letzten Wochen nun immer wieder E-Mails mit Bibelsprüchen, anhand derer die ADF erklärt, man befinde sich im Kampf „gegen die Gewalten dieser finsteren Welt und gegen die geistigen Mächte des Bösen in den Himmeln.“ 

Die ADF scheint sich dabei in den letzten Wochen immer radikaler auf den Kampf gegen Konversionstherapieverbote eingeschworen zu haben. Bereits in der Vergangenheit erklärte die Vereinsleitung, dass Homosexualität ein „gestörtes sexuelles Verhalten“ sei. Die Organisation ist mächtig und hat wichtige Lobby-Arbeiter sowohl bei den Republikanern wie bei den Demokraten. Damit nicht genug, ist die ADF International (ADFI) auch weltweit aktiv und wirbt in 70 Ländern für Anti-LGBTIQ+-Gesetze, auch in Europa. 

Comeback der Homo-Heilungen?

Aktuell sind die unseriösen Heilungsmethoden, die die Vereinten Nationen klar als „Folter“ definieren, in 22 US-Bundesstaaten verboten. Ein Richterspruch zugunsten der Konversionstherapien könnte jene Verbote landesweit ins Wanken bringen. Zuletzt wurde dabei ein deutlicher Anstieg von Homo-Heilungen in den USA verzeichnet: 22 Prozent der jungen LGBTIQ+-Amerikaner wurde eine solche Therapie bereits angedroht, ein Jahr zuvor lag dieser Wert noch bei elf Prozent. Tatsächlich erlebt haben dies 15 Prozent – ein Anstieg binnen eines Jahres um sechs Prozentpunkte. Die größte queere Jugendorganisation des Landes, das Trevor Project, warnte 2025 eindringlich vor einem Comeback. Die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs wird bis Oktober dieses Jahres erwartet. 

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