Direkt zum Inhalt

LGBTIQ+ in Südosthessen Polizeikommissar Philipp Werner verstärkt queeres Team

Von ms - 12.01.2026 - 10:00 Uhr
LGBTIQ+ in Südosthessen
Foto: Polizeipräsidium Südosthessen
ANZEIGE
Loading audio player...

Verstärkung für das Team der Polizei in Hessen im Bereich LGBTIQ+: Der 25-jährige Polizeikommissar Philipp Werner ist ab sofort neu im Team der Ansprechpartner für queere Belange im Polizeipräsidium Südosthessen. Werner unterstützt damit Polizeihauptkommissarin Sarah Fuhrländer, die diese Aufgabe bereits seit mehreren Jahren wahrnimmt. 

Verständnis für LGBTIQ+ stärken 

Werner ist seit dem Jahr 2019 Angehöriger der Polizei Hessen. Aktuell versieht er seinen Dienst als Streifenbeamter bei der Polizeistation Maintal und wird ab Februar im Polizeirevier Hanau eingesetzt. Fuhrländer und Werner informieren und beraten in ihrer Funktion künftig gemeinsam sowohl Kollegen als auch queere Geschädigte, begleiten polizeiliche Ermittlungsverfahren mit Bezug zur sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität und stehen LGBTIQ+-Personen als vertrauensvolle Ansprechpersonen zur Seite. Außerdem wollen beide Verständnis und Offenheit innerhalb der Polizei für das Thema fördern und sollen durch aktive Netzwerkarbeit des Weiteren auch dazu beitragen, Hemmschwellen zwischen Polizei und Community abzubauen.

Anstieg von Hasskriminalität 

„Homosexuelle, bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche Menschen waren und sind immer wieder Opfer von Straftaten. Antihomosexuelle Gewalt äußert sich in vielfältiger Form. Betroffene erleben diese Taten häufig als gezielten Angriff auf ihre Identität, was erhebliche Auswirkungen auf ihr Sicherheitsgefühl und ihre persönliche Entwicklung haben kann. Nicht alle Geschädigten wagen dabei den Weg zur Polizei oder in die Öffentlichkeit. Aus Angst vor Ablehnung oder Repressalien verbergen viele Betroffene ihre Identität, sodass zahlreiche Straftaten nicht angezeigt werden und Täter sich in trügerischer Sicherheit wiegen", so der 25-jährige Polizeikommissar. 

Tatsächlich zeigen Studien auf, dass rund 90 Prozent aller Vorfälle gar nicht erst angezeigt werden. In Hessen ist die Zahl der Fälle von queerfeindlicher Hasskriminalität zuletzt binnen eines Jahres um 63 Prozent angestiegen, zumeist handelt es sich dabei um Körperverletzungen, Beleidigungen und Sachbeschädigung. 

Zeichen für Akzeptanz

„Mir ist es wichtig, sowohl nach innen als auch nach außen ein klares Zeichen für Offenheit, Akzeptanz und Unterstützung zu setzen. Wir möchten einen wichtigen Beitrag leisten, um Hemmschwellen abzubauen. Betroffene sollen wissen, dass sie bei der Polizei ernst genommen werden und auf eine vertrauliche Beratung insbesondere durch uns Ansprechpersonen zählen können", so Werner weiter, der mit großem Engagement seine neue Aufgabe angehen will. Werner und seine Kolleggin Fuhrländer sind via E-Mail unterer rainbow.ppsoh@polizei.hessen.de sowie unter der Telefonnummer 069 / 8098-1146 erreichbar.

Anzeige
ANZEIGE

QUEERE PRESSESCHAU

Berliner MorgenpostHomophober Angriff in Berliner U-Bahnhof: Polizei sucht diese MännerNDR"Haltet euch fest": Frischer Roman über die Kraft des ZusammenhaltsWiener ZeitungTroye Sivan: Er ist gay! Gay! Gay! Gay!BILDKnutsch-Szenen auf dem Court - Wen küsst der Beckham-Spross hier?Alle Meldungen ansehen
ANZEIGE

Umfrage der Woche

Sollte die geplante automatische Weitergabe sensibler Daten in Baden-Württemberg verhindert werden?

Choices
Artikel zur Umfrage lesen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Eine Sekunde für die Liebe

Schwule Männer im Zeitrausch

Die Schaltsekunde wird abgeschafft. Für schwule Männer beginnt damit eine neue Zeitrechnung – zwischen Grindr, Größenwahn und ganz großen Gefühlen.
Homophobie bei der WM

FIFA meldet Rekordzahlen

240.000 Hassnachrichten bei der Fußball-WM 2026: Besonders Frankreichs Nationalspieler wurden im Netz angefeindet, berichtet jetzt die FIFA.
Vom Eis zur Erotik

Ein verborgenes Fotoerbe

Roy Blakey war Eiskunstläufer und ein Pionier schwuler Fotografie. Nun erzählt seine Nichte von seinem außergewöhnlichen Leben und Werk.
Herbst für zwei

Kuscheln statt Sommerstress

Kalte Tage, warme Bäder und lange Abende: Warum der Herbst für schwule Männer die perfekte Zeit für Nähe zu zweit sein kann.
Überraschung bei „Whalefall“

Ein Wal, ein Vater, ein Geheimnis

Im neuen Survival-Thriller „Whalefall“ verändert eine kurze Frage die Vater-Sohn-Geschichte und eröffnet eine mögliche schwule Deutung.
Vandalismus in Berlin

Was steckt hinter den Attacken?

Vier Angriffe auf die Regenbogenbank in Berlin: Im Exklusiv-Interview warnt die Polizei jetzt vor Einschüchterung und Queerfeindlichkeit.
Romeo Beckham liebt Männer

Tennisrivalität und Leidenschaft

Romeo Beckham und Paul Kircher spielen in „Forty Love“ rivalisierende Tennistalente. Der erste Trailer zeigt Liebe, Eifersucht und blutigen Horror.
NFL-Star starb an Aids

Ein Held ohne Ruhmeshalle

Vor 40 Jahren starb die schwule NFL-Legende Jerry Smith mit nur 43 Jahren an Aids. Sein sportliches Vermächtnis und sein Mut wirken bis heute nach.
US-Schule stoppt Musical

Hauptrolle sorgt für Streit

Eine Schülerin erhält die männliche Hauptrolle in „Der kleine Horrorladen“. Kurz darauf sagt ihre US-Schule das Musical aus seltsamen Gründen ab.