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Krise in der Schweiz LGBTIQ Helpline verzeichnet 2025 deutlich mehr Beratungen

Von ms - 09.03.2026 - 13:30 Uhr
Krise in der Schweiz
Foto: IMAGO / ZUMA Press Wire
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Die Hasskriminalität gegenüber der LGBTIQ+-Community hat in den letzten Jahren auch in der Schweiz rapide zugenommen, Ende Januar reagierte endlich auch die Regierung und legte erstmals einen Aktionsplan gegen Hassverbrechen vor. Wie dramatisch die Lage ist belegen nun auch die jüngsten Daten der LGBTIQ Helpline, dem landesweiten Beratungsangebot für die Community. 

Anstieg um 21 Prozent 

Die Einrichtung erlebte 2025 einen deutlichen Anstieg der Beratungszahlen. Wie die Mitarbeitet der Helpline berichten, reichten die Anfragen von kurzen Fragen bis hin zu Krisensituationen. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 931 Beratungen durchgeführt. Diese setzten sich aus fast 2.400 E-Mails, 166 Telefongesprächen und über 280 Chats zusammen. Damit stieg die Zahl der Beratungen im Vergleich zum Vorjahr um 21 Prozent. Die durchschnittliche Begleitdauer pro Fall lag 2025 bei rund drei Monaten und zwei Wochen.

Etwa 20 Prozent der Anfragen stammten aus dem Kanton Zürich, gefolgt von den Kantonen Bern und den beiden Basel. Seit April 2025 werden zudem Angebote für die französischsprachige Schweiz bereitgestellt. In diesen neun Monaten gingen rund 96 Kontaktaufnahmen aus der Romandie ein. Thematisch standen das Coming Out, Hassverbrechen und allgemeine Fragen zur sexuellen Orientierung im Vordergrund. Rund zehn Prozent der Beratungen betrafen zudem Asyl. Ein Viertel der Anrufer gab an, sich als trans* oder nicht-binäre Person zu identifizieren.

Breites Angebot für Schweizer Community

Das Angebot richtet sich an Menschen mit Fragen zur sexuellen Orientierung, Geschlechtsidentität oder Intergeschlechtlichkeit und steht Ratsuchenden in allen Lebenslagen offen. Kontaktmöglichkeiten bestehen telefonisch, per Chat oder jederzeit per E-Mail. Die Nutzung ist kostenfrei. Zudem fungiert die Helpline als Meldestelle für LGBTIQ+-feindliche Hassverbrechen. Vor Ort arbeiten ausschließlich geschulte queere Freiwillige. Sie können Ratsuchende bei Bedarf an Fachstellen weitervermitteln, etwa an Juristen oder Psychiater. 

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