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Sexiest Man Alive 2025 Erstmals geht der Titel mit Bailey an einen offen schwulen Mann

Von ms - 04.11.2025 - 10:00 Uhr
Sexiest Man Alive 2025
Foto: IMAGO / Avalon.red
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Viele schwule Männer wussten es schon lange, nun endlich versteht es auch die restliche Welt: Der britische Schauspieler Jonathan Bailey (37) ist der „Sexiest Man Alive 2025“. Das People Magazin verkündete jetzt offiziell seine Entscheidung und kürte den Briten mit diesem ganz besonderen Titel. Zugleich ist die Auszeichnung auch ein Zeichen an die Community: Erstmals wurde damit ein offen schwuler Mann geehrt.  

Ein schöner Mann für die Community

Das People Magazin betonte vielsagend, der englische Schauspieler sei „in allem, was er tut, beeindruckend und stiehlt allen die Show und die Herzen“. Wenn das die Jury des Lifestyle-Magazins so sieht, wer wären wir, da zu widersprechen? Der 37-Jährige strotze überdies vor „Charme, Witz und einem fast schon unfair gutem Aussehen“ und sei damit zu „einem der unwiderstehlichsten Stars Hollywoods geworden“. Bailey ist vor allem durch seine Hauptrollen in „Wicked“ und „Jurassic World: Die Wiedergeburt“ international berühmt geworden, zudem lieben viele den Briten seit seinen Rollen in der Netflix-Serie „Bridgerton“ sowie in der schwulen Mini-Serie „Fellow Travelers“. 

Zuletzt erklärte er, sich für ein Jahr von der Schauspielerei zurückzuziehen, um sich auf die Arbeit an seiner LGBTIQ+-Wohltätigkeitsorganisation The Shameless Fund zu konzentrieren, die queere Jugendliche und Senioren unterstützt. Bailey selbst outete sich bereits früh bei seinem Eltern als schwul und berichtete öffentlich erstmals 2018 über seine Homosexualität – in der Jugend erlebte er immer wieder Mobbing und Anfeindungen. 

Eine „absurde“ Auszeichnung

Gegenüber dem People Magazin erinnert sich der Schauspieler, wann ihm erstmals klar wurde, dass er nun berühmt ist – das war im Jahr 2020: „Ich hatte das Radio als Wecker eingestellt, und eines Morgens ertönte es mit den Worten: ‚Hier sind die Nachrichten um 7 Uhr. Aber bevor wir loslegen, können wir kurz über Jonathan Bailey sprechen?‘. Ich dachte nur: ‚Wo ist mein Tagebuch? Ist das wirklich wahr?‘ Es war verrückt.“ Fünf Jahre später zeigt er sich dankbar, mit „brillanten“ Kollegen und Kolleginnen wie Matt Bomer, Ariana Grande, Cynthia Erivo und Scarlett Johansson zusammengearbeitet zu haben. Bereits mit sieben Jahren startete seine Karriere, als er erste Rollen bei der Royal Shakespeare Company in London spielte. 

Zu seiner Auszeichnung als Sexiest Man Alive erklärte der Brite: „Es ist eine große Ehre. Natürlich fühle ich mich unglaublich geschmeichelt. Und es ist völlig absurd.“ Nun sei er sehr gespannt darauf, wie seine Freunde und die Familie darauf reagieren wird – vor der Veröffentlichung erzählte er fast niemanden von seiner Ehrung: „Ich habe es nur meinem Hund Benson erzählt.“ Und auch dieser verriet offensichtlich nichts. 

Selbstzweifel bis ins Erwachsenenalter 

Als Jugendlicher und junger Mann habe er sich nie als sexy empfunden, so der 37-Jährige weiter. Erst nach und nach fühlte er sich als erwachsener Mann immer mehr wohl in seiner Haut – dafür sind andere Zweifel immer noch präsent geblieben: „An verschiedenen Punkten in meinem Leben habe ich gedacht: ´Ich habe es geschafft´, was manchmal mit einer tiefen Welle der Angst und Selbstzweifeln einherging. Als ich noch sehr jung war, war ich sehr selbstbewusst, wer ich war, und vielleicht habe ich das verloren, als ich erwachsen wurde. Wir versuchen alle irgendwie, zu unseren Wurzeln zurückzufinden, nicht wahr?“ Vor dem Älterwerden indes hat Bailey keine Angst, er wolle „alles annehmen“, wie es kommt. 

Im Talk verriet Bailey dann noch einige private Details, unter anderem seine irrationale Angst vor Schlangen, die Tatsache, dass ihn seine Freunde „Jonno“ nennen und dass der schönste Moment für ihn auf einer Party ist, wenn er wieder gehen kann. Dieser Hype in der Öffentlichkeit um seine Person dürfte jetzt im November erneut zunehmen, einerseits durch die Auszeichnung des People Magazins, andererseits durch den zweiten Teil „Wicked: For Good“, der mit ihm Ende des Monats in die Kinos kommt. „Man kommt an einen Punkt, an dem man zurückblickt und denkt: ´Wow´, aber man hätte nie gedacht, dass man einmal so weit kommen würde. Ich meine damit, Dinge tun zu können, von denen man früher nur geträumt hat.“ Zuletzt vervollständigt der Schauspieler noch einen besonderen Satz der Interviewerin: Jeder Mann sollte… „einen schwulen Freund haben!“

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