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Richtlinien an US-Schulen US-Präsident Trump spricht neue Verbote für alle staatlichen Schulen aus - betroffen sind queere Schüler

Von ms - 30.01.2025 - 11:00 Uhr
Richtlinien an US-Schulen
Foto: IMAGO / ZUMA Press Wire
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US-Präsident Donald Trump hat jetzt eine weitere Durchführungsverordnung unterzeichnet, die sich direkt gegen die LGBTIQ+-Community an allen staatlichen Schulen in den USA richtet. Ziel sei es dabei, die „radikale Indoktrination in den Schulen“ zu beenden.

Strenge Richtlinien an allen Schulen

Konkret schreiben die neuen Richtlinien jetzt all jenen Schulen, die Bundesmittel erhalten, vor, dass es ab sofort Schülerinnen und Schülern untersagt ist, sich mit einem selbstgewählten Namen und Pronomen zu identifizieren. Außerdem wird trans* Kindern die Benutzung von Toiletten und Schließfächern untersagt, die nicht ihrem biologischen Geschlecht entsprechen. Gleiches gilt im Bereich Schulsport, auch bei den Mannschaftssportarten ist das biologische Geschlecht nun maßgeblich.

Darüber hinaus umfasst die neue Agenda auch strenge Maßnahmen für alle Lehrer, Berater und Mitarbeiter von Schulen. Diese sind dazu verpflichtet, den Eltern zu melden, wenn ihr Kind in der Schule den Wunsch äußert, mit einem anderen Pronomen angesprochen zu werden. 

Mobbing und Missbrauch

Anwalt Nicholas Hite von der queeren Rechtsorganisation Lambda Legal bezeichnete die jüngste Anordnung der Trump-Administration als „offenkundig verfassungswidrigen Unsinn, der darauf abzielt, Transgender und alle LGBTIQ+-Jugendlichen zu erniedrigen.“ Durch die neuen Richtlinien würden staatlich finanzierte Schulen dazu gezwungen, Schüler Mobbing und Missbrauch auszusetzen. 

Ähnlich bewertet das auch der queere Lobby-Verein Human Rights Campaign und betonte dabei zudem: „Alle Schüler verdienen es, sich in der Schule sicher und willkommen zu fühlen. Aber diese neue Regierung macht deutlich, dass sie den Kindern, ihren Eltern und Pädagogen vorschreiben will, was sie lesen können, was sie lernen können, was sie sagen können und wer sie sein können. Sie wollen die Möglichkeit einschränken, in unseren Schulen über die Existenz von LGBTIQ+-Menschen zu sprechen“, so Vereins-Präsidentin Kelley Robinson.

Der US-Abgeordnete Mark Takano, Vorsitzender des Congressional Equality Caucus und ehemaliger Lehrer, beteuerte, er sei „entsetzt über Donald Trumps Versuch, die Bundesregierung zu benutzen, um LGBTIQ+ Stimmen und Geschichten in unseren Schulen zu zensieren.“ 

Attacken auf die Community

Erst kurz zuvor hatte Trump in dieser Woche in einer weiteren Durchführungsverordnung die staatliche Unterstützung von medizinischen Diensten für einen Geschlechtswechsel bei Personen unter 19 Jahren verboten. Die Verordnung spricht von „chemischer und chirurgischer Verstümmelung“ an Kindern und untersagt so Pubertätsblocker, Hormontherapien oder auch Operationen. Kritiker befürchten eine massive Zunahme an psychischen Problemen bei trans* Jugendlichen. 

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