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Ende von Hotel Mama Raus aus dem Elternhaus - aber wann?

Von ms - 26.12.2024 - 11:00 Uhr
Ende von Hotel Mama
Foto: iStock / zoranm
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Für einige Homosexuelle und queere junge Menschen kann es gar nicht schnell genug gehen, andere nehmen sich mehr Zeit  - der Auszug aus dem Elternhaus. Natürlich kann so ein Auszug immer auch dann vorzeitig und ungewollt vonstattengehen, wenn es elterliche Probleme mit dem Coming-Out ihrer Kinder gibt; dann zieht es LGBTI*-Jugendliche bereits sehr früh in die Selbstständigkeit, schlimmstenfalls sogar als Minderjährige. Abseits dieser extremen Fälle hat das Bundesamt für Statistik nun aber festgestellt, wann junge Menschen im Schnitt tatsächlich das Elternhaus verlassen: Im Durchschnitt mit 23,8 Jahren. 

Schwule Jungs bleiben länger im Hotel Mama 

So die jüngsten Daten für das Jahr 2022. Dabei zeigte sich auch, dass Jungs später ausziehen, während sich Töchter etwas weniger Zeit lassen: Bei jungen Frauen liegt der Durchschnitt bei 23 Jahren, junge Männer hingegen packen erst mit 24,5 Jahren ihre Sachen und werden flügge. Insgesamt lebten im Jahr 2022 mehr als ein Viertel (rund 27%) der 25-Jährigen noch im elterlichen Haushalt. Bei den 30-Jährigen lag der Anteil bei gut neun Prozent. 

Wann werden die Jungs in Europa Flügge? 

In Deutschland erfolgt der Auszug aus dem Elternhaus relativ zeitig: Mit 23,8 Jahren lag im Jahr 2022 das durchschnittliche Alter beim Auszug aus dem elterlichen Haushalt deutlich unter dem EU-Schnitt von 26,4 Jahren. Noch früher ziehen junge Menschen nur in nordeuropäischen Ländern von zu Hause aus. 

In Finnland (21,3 Jahre), Schweden (21,4 Jahre) und Dänemark (21,7 Jahre) war das durchschnittliche Auszugsalter am niedrigsten. Im Gegensatz dazu verlassen Kinder in süd- und osteuropäischen Ländern ihr Elternhaus vergleichsweise spät. In Kroatien lag das durchschnittliche Auszugsalter mit 33,4 Jahren EU-weit am höchsten, gefolgt von der Slowakei (30,8 Jahre) und Griechenland (30,7 Jahre). In allen EU-Staaten zogen Frauen früher von zu Hause aus als Männer.

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