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Bill Kaulitz steht auf Wolle Der Frontsänger von Tokio Hotel engagiert sich ehrenamtlich für ein queeres Projekt und für schwule Schafböcke

Von ms - 16.09.2024 - 12:00 Uhr
Bill Kaulitz steht auf Wolle
Foto: IMAGO / Stefan M Prager
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Farblich passend zur Haarpracht macht Tokio-Hotel-Sänger Bill Kaulitz (35) jetzt Werbung für Schafe, besser gesagt für schwule Schafböcke. Das Unternehmen Rainbow Wool wirbt damit, die weltweit erste Kollektion auf den Markt zu bringen, dessen Wolle von schwulen Vierbeinern kommt. Dabei geht es in erster Linie um den Kampf für queere Projekte.  

Patenschaft für unliebsame Böcke 

Die Einnahmen sollen komplett dem Verband Queere Vielfalt (LSVD+) zugutekommen. Kaulitz engagiert sich daher ehrenamtlich für das Projekt und hat sogar die Patenschaft für zwei Schafböcke namens Karl und Wolli übernommen.  

Das Unternehmen selbst erklärt dazu: „Im Zuchtalltag werden schwule Böcke zum Schlachter geschickt, weil sie ihrer ´Rolle´ auf der Farm nicht entsprechen.  Die gute Nachricht ist, dass wir ein paar von ihnen aus dieser misslichen Lage retten konnten: Unsere schwulen Schafe leben für den Rest ihres Lebens auf einer kleinen Farm, wo sie endlich lieben dürfen, wen sie wollen. Und aus ihrer Wolle entstehen von nun an Produkte, die die queere Community weltweit unterstützen.“ 

Neues Leben für schwule Böcke

Insgesamt rund zwanzig schwule Böcke kommen so auf einen Hof in Löhne (Nordrhein-Westfalen) von Schäfer Michael Stücke. Der homosexuelle Landwirt ist Mitglied des Vereins Gayfarmer. Aus der Wolle entstehen Schnürsenkel, Aufnäher und Kappen, entworfen von den zwei Designern Danny Reinke und Kilian Kerner. Aus Dankbarkeit ob ihrer Rettung würden die Tiere dabei durchwegs hochwertige Wolle abgeben, so das Unternehmen.

Rainbow Wool erklärt dabei abschließend: „Mal ehrlich: Es braucht schon ein bisschen mehr als eine schwule Schafherde, um die Welt zu verändern. Deshalb sind wir unendlich dankbar für all die Menschen, die an dieses Projekt glauben und uns mit Liebe, Motivation und ehrenamtlichem Engagement unterstützen.“

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