Direkt zum Inhalt
US-Gesundheitssystem
ANZEIGE

US-Gesundheitssystem Biden-Regierung streicht Anti-LGBTI*-Richtlinie von Ex-Präsident Trump

ms - 11.01.2024 - 11:00 Uhr
Loading audio player...

Mehr Sicherheit für LGBTI*-Menschen im amerikanischen Gesundheitswesen – die Biden-Regierung hat jetzt endlich einen Paragrafen abgeschafft, der unter Präsident Donald Trump eingeführt worden war und Ärzten, Krankenschwestern, Apothekern sowie Rettungssanitätern landesweit die Möglichkeit gegeben hätte, die Behandlung von Homosexuellen aus religiösen Gründen abzulehnen.

Eine Gefahr für Homosexuelle landesweit

Es galt als eines der gefährlichsten Richtlinien, die Trump noch 2019 erlassen hatte – zwar wurde das Gesetz jahrelang von einem Bundesgericht blockiert, doch stets schwebte wie ein Damoklesschwert die Gefahr über den Köpfen der LGBTI*-Community, dass das Vorhaben doch noch Realität werden könnte.

Wie ernst es die republikanische Partei mit der Idee grundsätzlich meint, zeigt ein solches Gesetz im US-Bundesstaat Florida, hier hat Gouverneur Ron DeSantis Ärzten die Möglichkeit gegeben, genau so zu handeln und damit explizit Schwule und Lesben zu diskriminieren.

Rechtssicherheit für Gesundheitsversorgung

Auf Landesebene indes konnte die Gefahr nun gebannt werden, das U.S. Department of Health and Human Services (HHS) hat jetzt eine endgültige Regelung erlassen, die diese Möglichkeit ausschließt. Der Beschluss bietet endlich auch Rechtssicherheit für die Gesundheitseinrichtungen im Land – ihnen hatte das Gesetz angedroht, wichtige finanzielle Bundesmittel zu verlieren, wenn sie ihrem medizinischen Personal nicht zubilligen, ihrer Religion Vorrang vor der Versorgung von LGBTI*-Patienten zu gewähren.

Ist das Gesetz für immer Geschichte?

Jennifer C. Pizer, Chief Legal Officer der LGBTI*-Gruppe Lambda Legal begrüßte das Ende der Trump-Richtlinie und betonte dabei einmal mehr, dass ein solches Vorhaben Millionen von Menschen in den USA den Zugang zu wichtiger Gesundheitsversorgung verwehrt hätte: „Kein Patient – unabhängig von seiner Religion, seinem Geschlecht, seiner Rasse, seiner Geschlechtsidentität oder seiner sexuellen Orientierung – sollte befürchten müssen, dass ihm die medizinische Versorgung, die er benötigt, aufgrund der religiösen Überzeugungen anderer Menschen verweigert wird.“

Die LGBTI*-Community kann jetzt beruhigt aufatmen – vorerst wenigstens bis zu den diesjährigen Präsidentschaftswahlen im Herbst.

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Liebe trotz Distanz

Rob Jetten und Nicolás Keenan

Der argentinische Hockey-Spieler Nicolás Keenan freut sich auf Zweisamkeit mit seinem Verlobten, den niederländischen Premierminister Rob Jetten.
Volleyballer Merrick McHenry

Die neue Hoffnung aus den USA

Der schwule Volleyball-Star Merrick McHenry führt die USA mit einer starken Leistung zu Silber und empfiehlt sich für die Olympischen Spiele 2028.
Nachfolger von Heartstopper

Schwule Romanze aus Brasilien

Konkurrenz für Heartstopper: Mit „Fünfzehn Tage sind für immer“ bringt Netflix eine schwule Coming-of-Age-Romanze aus Brasilien auf die Bildschirme.
Kampf für die Liebe

Lesbisches Paar in Uganda

Nach Monaten in Haft kämpft das lesbische Paar Wendy und Denise in Uganda weiter für ihre Beziehung – trotz Drohungen, Angst und Ausgrenzung.
Kanada öffnet Samenspende

Ende homophober Diskriminierungen

Kanada streicht umstrittene Regeln für Samenspenden und beseitigt damit eine weitere diskriminierende Hürde für schwule und bisexuelle Männer.
Outing im Job in Österreich

Studien zeigen große Zurückhaltung

Neue Studien zeigen: Viele LGBTIQ+-Menschen in Österreich verschweigen ihre Sexualität im Beruf aus Angst vor Diskriminierung und Benachteiligung.
Sorge um Perez Hilton

Selbstverletzung während Livestream

US-Blogger Perez Hilton hat sich in einem Livestream in offenbar suizidaler Absicht mit einem Messer selbst verletzt. Aktuell ist er in einer Klinik.
Rob Jetten trifft Joe Locke

Meeting beim World Pride

Der niederländische Premierminister Rob Jetten hat Heartstopper-Star Joe Locke getroffen und kündigte Millionenhilfen für mehr LGBTIQ+-Sicherheit an.
Gedenkstätte nach CSD-Anschlag

Berlin schafft Ort des Erinnerns

Mit einem Gedenkbaum und einer Regenbogenbank will Berlin künftig dauerhaft an die Opfer des CSD-Anschlags vom 25. Juli erinnern.