Direkt zum Inhalt

Ziel ist ein weltweites Verbot UN will Konversionstherapien abschaffen

Von co - 08.06.2020 - 14:00 Uhr
UN gegen Konversionstherapie
Foto: © prosiaczeq
ANZEIGE
Loading audio player...

Eine kürzliche Untersuchung der Vereinten Nationen fand heraus, dass Konversionstherapien noch immer in mehr als Hundert Ländern zur normalen Praxis gehören. Der UN-Sachverständige Victor Madrigal-Borloz, der für den Schutz vor Gewalt aufgrund von sexueller Orientierung zuständig ist, rief daraufhin zum weltweiten Verbot der umstrittenen Pseudo-Therapie auf. Die Methoden seien „grausam, unmenschlich und entwürdigend“, so Madrigal-Borloz laut Reuters. In einigen Fällen handle es sich sogar um Folter.

Durchgeführt werden Konversionstherapien nicht nur von Psychologen und Psychiatern, sondern auch von Geistlichen und Mitgliedern der eigenen Familie. Die Methoden sind vielseitig: Sie reichen von Beten bis zu körperlicher Gewalt oder gar Elektroschocks. Eine Umfrage für die UN-Studie befragte 8.000 Personen aus 100 Staaten: 98 Prozent gaben an, nach der Therapie psychische oder physische Probleme gehabt zu haben, oft auch Selbstmord-Gedanken. Daher forderte die UN von allen Ländern, sich des Risikos solcher Behandlungen bewusst zu werden und davor zu warnen. Die Studie wird am nächsten Treffen des UN-Menschenrechts-Rats vorgestellt.

Anzeige
ANZEIGE

QUEERE PRESSESCHAU

DER STANDARDOrbán-Lager serviert beim Thema LGBT alten Wein aus alten SchläuchenSüddeutsche ZeitungReform: Ungarn ändert umstrittenes Anti-LGBTQ-GesetzntvStammt noch von Orban-Regierung: Ungarn kippt Regeln zu Homosexualität in umstrittenem GesetzFrankfurter Allgemeine ZeitungKinderschutz: Ungarn reformiert LGBTQ-GesetzAlle Meldungen ansehen
ANZEIGE

Umfrage der Woche

Sollte die geplante automatische Weitergabe sensibler Daten in Baden-Württemberg verhindert werden?

Choices
Artikel zur Umfrage lesen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Andrew Scott im Aids-Drama

Erster Trailer zum Oscar-Kandidaten

Andrew Scott spielt in „Elsinore“ den Schauspieler Ian Charleson, der trotz seiner HIV-Erkrankung als Hamlet gefeiert wurde und 1990 an Aids starb.
Jugendhaft für Grindr-Räuber

Schwule Männer brutal überfallen

Ein 18-Jähriger muss nach brutalen Überfällen auf schwule Grindr-Nutzer in Berlin jetzt sechs Jahre in Jugendhaft.
Queere Schüler besser schützen

Prien fordert Schutz vor Missbrauch

Sexualisierte Gewalt bedroht insbesondere auch queere Schüler. Bundesministerin Karin Prien fordert nun verbindliche Schutzkonzepte an allen Schulen.
Ungarn kippt LGBTIQ+-Verbote

Aus für Anti-Homosexuellen-Gesetz

Ungarns Parlament hebt zentrale LGBTIQ+-Beschränkungen aus der Ära Orban auf. Die Entscheidung folgt auf ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs.
Schwule Liebe in Avatar-Welt

Schwules Paar begeistert Fans

„Avatar: Seven Havens“ zeigt mit Jae und Datu ein schwules Paar. Die Fans feiern die Liebesszene, während Paramount+ zwei weitere Staffeln bestätigt.
Festnahmen in Indien

Neun Verdächtige nach Mord

Nach dem Mord an dem schwulen Influencer Mad Sandhu in Indien wurden neun Männer festgenommen. Die Polizei vermutet Homophobie und Bandenkriminalität.
Missbrauchsverdacht in Italien

Hausarrest für prominenten Priester

Ein italienischer Priester steht wegen mutmaßlicher sexueller Gewalt gegen einen 20-Jährigen unter Hausarrest. Die Kirche war offenbar vorgewarnt.
Brutaler Angriff in Frankreich

Homophobe Gewalt erschüttert Paris

Nach dem Pariser Pride wurde ein LGBTIQ+-Aktivist brutal zusammengeschlagen. Menschenrechtsorganisationen fordern besseren Schutz vor Hassgewalt.
Kritik von Human Rights Watch

Olympische Jugendspiele im Senegal

Vor den Olympischen Jugendspielen gerät Senegal wegen der Verfolgung queerer Menschen unter Druck. Menschenrechtler fordern ein Ende der Repressionen.