Direkt zum Inhalt

Yannick Regh tritt zurück SPD-Politiker griff zu unangebrachten Mitteln, um in den Bundestag zu kommen

Von km - 29.03.2021 - 10:45 Uhr
Yannick Regh tritt zurück
Foto: © Instagram.com/yannick.regh
ANZEIGE
Loading audio player...

Der homosexuelle Politiker der SPD Fraktion Hamburg Mitte, Yannick Regh hatte Großes vor und wollte eigentlich nach Berlin. Er bewarb sich im Kreisverband um die Kandidatur zur Bundestagswahl und hatte dort große Chancen, SPD-Nachfolger von Johannes Kahrs zu werden. Doch jetzt hat er seine politische Arbeit beendet und legt seine Ämter sowie Mandate mit sofortiger Wirkung nieder.

Was ist passiert?

Auf Facebook schreibt der 29-jährige Steuerberater: „Bei der Aufstellung der Delegierten in Hamm-Borgfelde am vergangenen Freitag habe ich versucht mit unangebrachten Mitteln mir einen Vorteil im Wahlverfahren zu verschaffen. Auch wenn die Wahl schlussendlich korrekt abgelaufen ist, ziehe ich hieraus die persönlichen Konsequenzen. […]“

Die Entscheidung über den Bundestagskandidaten sollten acht Delegierte bei einer Wahlkreiskonferenz bestimmen. Da die Distriktswahl in Hamm digital war, fragte Regh im Vorfeld wohl vier Parteimitglieder nach ihren Anmeldedaten. Damit hätte er dann an ihrer Stelle für sich selbst stimmen können.

Die Wahl lief ordnungsgemäß ab

Einer der Angesprochenen gab nicht seine Anmeldedaten weiter, dafür aber die Information des versuchten Wahlbetrugs und zwar an den 46-jährigen Kreis-Chef Hansjörg Schmidt. Dieser reagierte entsprechend: „Ich habe das sofort unterbunden und dafür gesorgt, dass die Wahl ordnungsgemäß ablief.“

Parteifreunde rätseln, warum er zu solchen Mitteln gegriffen hat. Reigh räumte alle Vorwürfe gegenüber Bild ein, äußerte sich aber nicht zu seinen Motiven. Lesenswert ist in diesem Zusammenhang auch der folgende Beitrag auf Betrugstest.com zum Thema "Ist Wahlbetrug bei der Bundestagswahl möglich?".

© SPD Fraktion Mitte Hamburg

 

Anzeige
ANZEIGE

QUEERE PRESSESCHAU

MOPO„Schwule Scheiße“: St. Pauli-Buhmann Behrens relativiert seine Skandal-AussagenBILD„Wird man nicht los“ - Ex-DFB-Stürmer äußert sich zu Homophobie-EklatDie PresseKanadierin Anne Carson erhält Literaturnobelpreis: Ein oft kryptisches Werk, betörend schönBR24Niedrigwasser: Bodensee-Wasserstand nicht mehr ablesbarAlle Meldungen ansehen
ANZEIGE

Umfrage der Woche

Wo würdest du ein erstes Date am liebsten verbringen?

Choices
Artikel zur Umfrage lesen
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Schutz für queere Jugendliche

Mamdani finanziert trans* Medizin

New York stellt neun Millionen Dollar für die Behandlung trans* Jugendlicher bereit, nachdem mehrere Kliniken ihre Angebote eingestellt haben.
Queere Jugendliche in Wien

Mehr Angst vor Anfeindungen

Anfeindungen und Gewalt belasten queere Jugendliche in Wien zunehmend. Experten warnen vor psychischen Folgen und fordern bessere Hilfsangebote.
Russlands Strafen explodieren

Rekordbußen gegen LGBTIQ+

Russland verschärft die Verfolgung von LGBTIQ+-Menschen: 2025 stiegen die Geldstrafen um 83 Prozent, die Verfahren um ein Drittel.
Verbot spaltet Tasmanien

Streit um Homo-Heilung

Tasmanien will über ein Verbot von Konversionsmaßnahmen abstimmen. Während die Befürworter auf Schutz drängen, warnen Gegner vor Einschränkungen.
Behrens rechtfertigt Eklat

Kicker betont "dumme Aussage“

Zwei Jahre nach seinem homophoben Spruch spricht Fußballer Kevin Behrens über die Folgen des Eklats, Anfeindungen und Probleme bei der Vereinssuche.
Niederlande zeigen Lila

Statement gegen Ausgrenzung

Am „Lila Freitag“ zeigen die Niederlande heute Solidarität mit LGBTIQ+-Jugendlichen vor dem Hintergrund sinkender Akzeptanz gegenüber Homosexuellen.
BBC entschuldigt sich

Vorwürfe gegen schwules Paar

Nach falschen Vorwürfen sexuellen Fehlverhaltens entschuldigt sich die BBC bei den PinkNews-Verantwortlichen und zahlt eine hohe Entschädigung.
Mahnwache in Berlin

Schutz der Regenbogenbank

Nach wiederholten Angriffen auf den CSD-Gedenkort im Berliner Tiergarten wollen Grüne mit einer dreitägigen Mahnwache ein Zeichen setzen.
Alfie Watts ist bisexuell

Outing von britischen TV-Liebling

Der britische TV-Star Alfie Watts hat sich erstmals öffentlich als bisexuell geoutet. Der 23-Jährige sprach zudem auch über seine Ängste.