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Vergewaltigung von zwei Frauen Schottische trans* Frau Isla Bryson verurteilt

Von co - 01.03.2023 - 20:08 Uhr
Schottische trans* Frau Isla Bryson verurteilt
Foto: © powerofforever
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Der High Court in Edinburgh verurteilte eine trans* Frau mit dem Namen Isla Bryson zu acht Jahren Haft, weil sie im Jahr 2016 und 2019 zwei Frauen vergewaltigte. Es besteht der starke Verdacht, dass die 31-Jährige wieder straffällig wird. Daher soll Bryson nach ihrer Strafe noch drei weitere Jahre unter Beobachtung stehen. 

Sich keiner Schuld bewusst

Bis zuletzt behauptete die Verurteilte, dass der Sex einvernehmlich gewesen sei und stritt laut dem Guardian alle Vorwürfe vehement ab: Sie „würde niemals einen anderen Menschen verletzen“. Der zuständige Richter am High Court erklärte dazu laut dem Telegraph: „Sie sehen sich selbst als Opfer in dieser Situation, aber Sie sind es nicht. Ihre eigene Verletzlichkeit ist keine Entschuldigung für das, was Sie diesen beiden Frauen angetan haben.“

Brysons erstes Opfer (30) lebte laut Daily Mail mit der Verurteilten zusammen im Haus ihrer Mutter: „Ich sagte immer wieder und wieder ‚nein‘. Damals hatte ich solche Angst. Mir war schlecht. Ich wusste einfach nicht, was vor sich ging.“ Brysons zweites Opfer (35) bezeugte vor Gericht, dass diese sie mit „ihrem Penis“ vergewaltigt habe. Laut Polizeibericht bat das Opfer Bryson, aufzuhören. Die Antwort: Sie solle stillhalten, weil Bryson „noch nicht fertig“ war.

Transition nach Anklage

Während der Untersuchungshaft war die Bryson trotz der Anklage auf Vergewaltigung in einem reinen Frauengefängnis untergebracht. Dabei begann die Verurteilte ihre Transition erst nach der Anklage. Die Unterbringung sorgte für herbe Kritik, da Brysons Geschlechtsanpassung noch nicht abgeschlossen war. Dadurch hat der Fall auch außerhalb von Großbritannien große Wellen geschlagen. Nachdem die Regierung den Fall erneut prüfte, wurde Bryson in den Männer-Bereich eines anderen Gefängnisses verlegt.

Die schottische Premierministerin Nicola Sturgeon verabschiedete sich nicht zuletzt wegen dieser Kontroverse aus dem Amt. Zuvor hatte sie ein Gesetz durch das schottische Parlament gebracht, das es Schottlands trans* Personen erlaubt, ihren Geschlechtseintrag ohne medizinische Diagnose anzupassen. Autorin J.K. Rowling bezeichnete Sturgeon deswegen sogar als „Zerstörerin von Frauenrechten“ (SCHWULISSIMO berichtete). Die britische Regierung sieht das Selbstbstimmungsgesetz kritisch und legte laut der Zeit erstmals seit Bestehen des schottischen Parlaaments ein Veto ein.

Erlogene trans* Identität?

Bryson wurde wegen ihrer Taten 2019 angezeigt und trat damals vor Gericht noch mit ihrem Deadname Adam Graham mit Glatze und Gesichtstätowierung auf. Bryson behauptet, schon mit vier Jahren gewusst zu haben, dass sie trans* ist. Sie habe sich jedoch erst mit 29 dazu entschieden, eine Geschlechtsangleichung durchzumachen. Aktuell nimmt sie Hormone und will sich operieren lassen. 2016 habe sie „mit meiner Sexualität gerungen und emotionale Probleme“ gehabt.

Brysons getrennt lebende Ehefrau Shonna Graham und Mutter Janet Bryson glauben, dass die Verurteilte ihre trans* Identität erfunden habe. „Als ich die Fotos von [Bryson] als Frau mit blonder Perücke und rosa Lycra-Leggins sah, bin ich vor Lachen aus dem Bett gefallen“, so Graham gegenüber Daily Mail. Es handele sich ihr zufolge um einen „Schwindel“, mit dem Bryson sich „ein leichteres Leben im Gefängnis“ erhoffte.

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