Direkt zum Inhalt
Urteil in Salzburg
ANZEIGE

Urteil in Salzburg Vier Jahre Gefängnis für Vergewaltiger aus Rumänien

ms - 31.01.2023 - 13:00 Uhr
Loading audio player...

Für die kleine Stadt Salzburg ist der Fall noch immer verstörend – ausgerechnet in der heimeligen Mozartstadt sowie im benachbarten Braunau am Inn vergewaltigte ein 25-jähriger Mann zwei andere Männer brutal auf einer öffentlichen Toilette. Nun wurde das Urteil gesprochen – der junge Rumäne muss für vier Jahre ins Gefängnis.

Analsex auf öffentlichen Toiletten

Der Region entlang der Landesgrenze zu Deutschland sagt man eine gewisse Beschaulichkeit nach, weswegen der Fall nicht nur in der kleinen Gay-Community in Salzburg, sondern in ganz Österreich für Aufsehen sorgte. Der arbeitslose Rumäne lebte offenbar sogar in einer öffentlichen Toilette in der Stadt Salzburg. Hier hat der 25-Jährige im Juni 2022 einen Besucher der Toilette mit aller Kraft gegen die Wand gedrückt und ihn daraufhin anal vergewaltigt.

Zu einer zweiten Situation dieser Art kam es ebenso auf einer öffentlichen Toilette in Braunau am Inn, auch hier kam es zu einer analen Penetration. Mehrfach soll der Rumäne auch Jugendliche und junge Männer belästigt haben. Nach Angaben des 25-Jährigen geschahen die Sexualakte einvernehmlich in beidseitigem Einverständnis – die Richter am Landesgericht Salzburg glaubten ihm dies allerdings nicht und sprachen ihn schuldig.

Vier Jahre Haft für alle Taten

Bei dem Prozess in der Mozartstadt waren dem jungen Mann zudem noch Diebstahlsdelikte zur Last gelegt worden, so soll er in insgesamt zwölf Fällen Smartphones und Zigaretten gestohlen haben. Das Urteil von vier Jahren Haft ist bereits rechtskräftig und mit Blick auf ein mögliches Strafmaß von bis zu zehn Jahren Haft relativ milde ausgefallen.

Österreich verzeichnet Anstieg der Vergewaltigungsfälle

Wie viele Männer und männliche Jugendliche in Österreich Opfer von sexuellem Missbrauch werden, ist nicht klar – die österreichische Kriminalstatistik unterscheidet nicht zwischen männlichen und weiblichen Opfern. Allerdings zeigen die jüngsten Fallzahlen auf, dass in Österreich im vergangenen Jahr rund eintausend Vergewaltigungen angezeigt worden sind, der höchste Wert seit mehr als zehn Jahren.

In Deutschland wird zwischen männlichen und weiblichen Opfern unterschieden – rund acht Prozent aller angezeigten Fälle verzeichnen männliche Opfer. Bei den minderjährigen Opfern ist rund ein Drittel (mehr als 30 Prozent) männlich.  

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Happy Birthday Ralf König

Comic-Ikone feiert Schnapszahl

Mit seinen Comics prägte Ralf König über Jahrzehnte das Selbstverständnis schwuler Männer – jetzt wird der Meister 66 Jahre jung. Wir gratulieren!
Musikwelt in Trauer

Madonna-Produzent ist tot

William Orbit ist tot. Die Musikwelt verliert einen der einflussreichsten Produzenten, unter anderem von Madonna, Britney Spears und Pink.
Gute Ausreden im Sommer

Hitzefrei im Regenbogenland

Wenn die Temperaturen steigen, wird das Nachtleben kreativ – vor allem bei der Frage, warum heute wirklich niemand auf die Tanzfläche muss.
Schwule Badehäuser in New York

Comeback nach 40 Jahren Verbot

Die Stadt New York prüft nach 40 Jahren Verbot die Rückkehr von schwulen Badehäusern – ein Abschied von Regeln aus der frühen AIDS-Krise.
Tödliche Dating-Masche

Mord in Niederösterreich

Ein 29-jähriger schwuler Mann wurde in Niederösterreich in eine Dating-Falle gelockt und zu Tode geprügelt. Tatverdächtig ist ein 18-Jähriger.
Streit um gleiche Elternrechte

120.000 Unterschriften gesammelt

Eine Petition des LSVD+ fordert gleiche rechtliche Absicherung für alle Kinder – inzwischen haben rund 120.000 Menschen unterschrieben.
LSVD+ und HateAid

Neues Bündnis gegen Hass

QueerSafe Berlin und HateAid bündeln ihre Angebote, um queere Menschen bei digitaler Gewalt schneller und umfassender zu unterstützen.
Feuerwehrkapitänin getötet

Ehefrau legt Mordgeständnis ab

Eine 54-jährige Frau hat jetzt in Kalifornien den Mord an ihrer Ehefrau Rebecca Marodi gestanden. Ermittler sehen Eifersucht als mögliches Motiv.
Streit im Tennissport

Debatte um neue Gen-Tests

Der Streit über den Ausschluss von trans* Sportlerinnen im Frauentennis geht weiter, jetzt äußerte sich Coco Gauff zu den Geschlechtstests der WTA.