Direkt zum Inhalt

Überraschung bei US-Studie Zerrbild und Realität: Amerikaner unterstützen trans* Menschen

Von ms - 02.04.2026 - 13:00 Uhr
Überraschung bei US-Studie
Foto: IMAGO / Müller-Stauffenberg
ANZEIGE
Loading audio player...

Eine neue Umfrage im Auftrag der queeren Human Rights Campaign (HRC) vom Februar dieses Jahres zeigt, dass eine Mehrheit der US-Bürger Gleichstellung und rechtlichen Schutz für trans* Personen unterstützt. Die Zustimmung erstreckte sich über verschiedene demografische Gruppen, einschließlich Republikanern.

Fairness in polarisiertem Klima

Die Unterstützung für trans* Gleichstellung sei demnach breit gefächert „über Parteien, Rassen und ethnische Gruppen sowie Geschlechter hinweg“, heißt es in der Studie. Mehr als die Hälfte der befragten Republikaner stimmte den positiven Statements zu. Die Autoren der Studie erklärten, dies zeige, dass Unterstützung für „grundlegende Fairness“ auch in einem politisch polarisierten Klima stark sei. Die Umfrage hob zudem die Bedeutung persönlicher Kontakte hervor. Von den 1.032 Befragten gaben 41 Prozent an, jemanden zu kennen, der trans* ist, und 27 Prozent berichteten, regelmäßig mit einer trans* Person zu sprechen. Menschen mit direktem Kontakt seien dabei durchgehend stärker für die Gleichstellung.

Die Ergebnisse deuteten darauf hin, dass die öffentliche Meinung möglicherweise positiver sei, als es politische Debatten suggerieren, mit Mehrheitsunterstützung über politische Zugehörigkeit, Rasse, ethnische Herkunft und Geschlecht hinweg, einschließlich Republikanern, betont die HRC. Unter den Republikanern stimmten 76 Prozent gleichberechtigten Rechten für trans* Personen zu oder waren stark dafür, bei den Demokraten waren es 92 Prozent.

Persönliche Kontakte sind entscheidend

Die Human Rights Campaign erklärte: „Diese Umfrageergebnisse weisen auf zwei klare Schlussfolgerungen hin. Erstens: Die Unterstützung für Transgender-Gleichstellung ist landesweit bereits breit. Zweitens: Persönliche Kontakte sind entscheidend: Menschen, die trans* Personen kennen – und insbesondere diejenigen, die regelmäßig mit ihnen sprechen – unterstützen gleichberechtigte Behandlung und Schutz noch stärker. So trägt diese Erkenntnis eine einfache Botschaft: Sichtbarkeit zählt, ebenso wie Verbindung. Je mehr trans* Personen nicht als abstrakte Konzepte, sondern als Freunde, Familienmitglieder, Kolleginnen und Kollegen, Mitschüler und Nachbarn bekannt sind, desto stärker wird die öffentliche Unterstützung für Gleichstellung.“

Anzeige

Auch Interessant

Baywatch kehrt zurück

Kultstars treffen neue Gesichter

Die Kultserie „Baywatch“ kehrt im Januar 2027 mit Stephen Amell als Hobie zurück. Auch Stars der Originalserie sind wieder mit dabei.
Ein Eis löst Hass aus

Eskalation in England

Ein harmloses Foto zweier verheirateter Männer mit Eis löste in England massive homophobe Anfeindungen aus. Eine Eisdiele wehrt sich gegen den Hass.
Leere Kassen bei LGBTIQ+

Britische Verbände am Limit

Britische LGBTIQ+-Organisationen verlieren Fördermittel, während die Nachfrage nach Hilfe steigt. Viele Einrichtungen geraten an ihre Grenzen.
Rechte Gewalt in Niedersachsen

Acht Angriffe auf LGBTIQ+

In Niedersachsen dokumentierte eine Beratungsstelle für 2025 insgesamt 81 rechte Gewalttaten. Auch LGBTIQ+-Menschen geraten ins Visier.
Sportstars zeigen ihre Liebe

Olympische Vielfalt unter Druck

Mindestens 30 ehemalige Teilnehmer der Olympischen Jugendspiele sind LGBTIQ+. Ihre Geschichten stehen im Kontrast zur Verfolgung Schwuler im Senegal.
120 Jahre Luchino Visconti

Ein Leben voller Widersprüche

Vor 120 Jahren wurde Luchino Visconti geboren. Der schwule Regisseur prägte das Kino mit Filmen über Macht, Liebe und gesellschaftlichen Wandel.
Millionen LGBTIQ+-Schüler

Große Herausforderungen an Schulen

Mehr als elf Millionen Schüler besuchen Deutschlands Schulen, darunter auch rund 2,48 Millionen LGBTIQ+-Jugendliche. Viele erleben Mobbing und Angst.
Streit über US-Volkszählung

Keine Erfassung von LGBTIQ+-Daten

Die US-Regierung will bestimmte Fragen bei der Volkszählung 2030 verbieten. LGBTIQ+-Aspekte sind dabein "unerheblich". Kritiker warnen vor Folgen.
Gerechtigkeit nach 14 Jahren

Gericht stärkt Versammlungsfreiheit

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte verurteilte jetzt die Ukraine wegen eines Polizeieinsatzes gegen LGBTIQ+-Aktivisten im Jahr 2012.