Direkt zum Inhalt
Kerkeling wird CSD-Schirmherr
ANZEIGE

Kerkeling wird CSD-Schirmherr Starkes Statement gegen Anfeindungen von Pride-Paraden

ms - 02.04.2026 - 10:00 Uhr
Loading audio player...

Schauspieler und Komiker Hape Kerkeling (61) übernimmt die Schirmherrschaft für den diesjährigen Christopher Street Day in Golßen im Landkreis Dahme-Spreewald in Brandenburg. Dies teilte Kerkeling in einer Videobotschaft mit, die vom Bündnis CSD Golßen jetzt veröffentlicht wurde.

Starkes Statement gegen Anfeindungen 

Der CSD findet 2026 zum zweiten Mal statt. Geplant sind ein Umzug und ein Fest auf dem Marktplatz am 20. Juni, um für mehr Akzeptanz für die LGBTIQ+-Community einzustehen. Kerkeling zeigt mit seiner Unterstützung Flagge in einem Bundesland, in dem es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Übergriffen und Angriffen auf Pride-Veranstaltungen gekommen ist. 2025 wurde etwa der CSD in Potsdam von Gegendemonstrationen begleitet, bei denen es zu verbalen Angriffen und vereinzelt zu tätlichen Übergriffen auf Teilnehmer kam. Auch in den Jahren zuvor berichteten Veranstalter von Bedrohungen, Vandalismus sowie Einschüchterungsversuchen von rechten Gruppierungen. Die Polizei dokumentierte wiederholt Straftaten im Zusammenhang mit den Veranstaltungen, darunter Beleidigungen und gefährliche Eingriffe in den Straßenverkehr während der Umzüge. 

Veranstalter betonten in der Vergangenheit mehrfach, dass trotz solcher Vorfälle die Durchführung der CSDs in Brandenburg fortgesetzt wird, um ein sichtbares Zeichen für die Rechte von LGBTIQ+-Menschen zu setzen. Kerkeling erklärte in seiner Videobotschaft so auch: „Ich habe mich entschieden, euren CSD als Botschafter zu unterstützen. Warum? Weil ihr zeigt, dass Vielfalt kein reines Großstadtthema ist.“ Heimat sei für ihn ein Ort, an dem man keine Angst haben müsse, „so zu sein, wie man ist.“

Keine persönliche Teilnahme 

Organisator Helmut Hummel erklärte, für die Schirmherrschaft seien insgesamt 17 prominente Personen angefragt worden. Er freue sich, mit Kerkeling „einen prominenten Schirmherren zu haben, der unsere Werte und unsere Anliegen teilt.“ Kerkeling hatte bereits vor zwei Jahren den CSD in Pirna unterstützt. In Golßen wird er nach Angaben des Veranstalters nicht persönlich teilnehmen können, da er an diesem Tag anderweitig verhindert ist. Der Entertainer engagiert sich seit vielen Jahren öffentlich für die Rechte von LGBTIQ+-Menschen. Bereits in den 1990er- und 2000er-Jahren sprach er in Interviews und TV-Auftritten über Akzeptanz und Toleranz gegenüber unterschiedlichen Lebensweisen. 

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Kürzungen bei Lambda

Regierung begründet Entscheidung

Der Förderstopp des queeren Jugendnetzwerks Lambda sorgt weiter für scharfe Kritik, jetzt begründete die Bundesregierung diesen Schritt.
Die Jugend altert schneller

Studie über queere Gen-Z

Eine neue Studie deutet darauf hin, dass beschleunigtes biologisches Altern das steigende Krebsrisiko bei jüngeren Menschen mit erklären könnte.
Attacke von Hunter Biden

Debatte um homophobe Heuchelei

Hunter Biden wirft führenden Republikanern vor, ihre Homosexualität zu verbergen und daraus Hass gegen Minderheiten abzuleiten.
Grindr wächst weiter

Viel Kritik ohne Folgen

Trotz anhaltender Kritik gewinnt Grindr weiter zahlende Nutzer – und baut seine Marktführerschaft im Dating für schwule Männer 2026 deutlich aus.
Flucht aus Nigeria

Leben in ständiger Angst

Ein 17-jähriger Schwuler aus Nigeria hofft auf Flucht – weil ihm in seiner Heimat wegen seiner sexuellen Orientierung Haft, Gewalt oder sogar der Tod drohen.
Nachbarschaftskrieg in Florida

Sieben Jahre Haft für Angreifer

Nach wiederholten queerfeindlichen Belästigungen schoss ein Mann in Florida seinen trans* Nachbarn nieder und muss nun sieben Jahre ins Gefängnis.
Neue Angriffe auf DJ Butch

Attacke von Linksextremisten

Nach dem Abbruch eines Auftritts von DJ Barbara Butch in Grenoble wächst die Kritik an der Aktion von linksextremen Aktivisten.
Ein Jahr ohne Helpline

LGBTIQ+-Jugendliche in den USA

Ein Jahr nach dem Ende der US-Krisenhilfe für LGBTIQ-Jugendliche bleibt die Zukunft des Angebots unklar – Experten warnen vor Risiken.
Flucht vor Putins Armee

Homosexuelle Russen in Angst

Russische Deserteure und homosexuelle Menschen fürchten bei einer Rückkehr Verfolgung. Deutschland bietet dabei derzeit nur begrenzten Schutz.