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Brutale Attacke in Spanien 21-Jährige trans* Frau von Frauengruppe zusammengeschlagen

Von ms - 02.04.2026 - 11:00 Uhr
Brutale Attacke in Spanien
Foto: iStock / dwphotos
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In La Bañeza in der Provinz León im Nordwesten Spaniens ist eine 21-jährige trans* Frau namens Bianca Lizbeth Fernández Opfer einer schweren körperlichen Attacke geworden. Die junge Frau, kürzlich erst zur Miss Trans Zamora gekürt, wurde zunächst auf der Toilette eines Club-Lokals beleidigt und anschließend vor dem Gebäude brutal zusammengeschlagen. Fünf Frauen im Alter von 18 bis 24 Jahren wurden von der Guardia Civil wegen Körperverletzung und Schlägerei festgenommen.

Mehrfache Angriffe im Club

Laut Fernández begann der Vorfall auf der Damentoilette des Clubs. Sie berichtet, wie die Frauen sie zunächst verbal attackierten: „Warum klopfst du an diese Toilette, wenn es die der Frauen ist? Geh auf die der Männer, das bist du.“ Sie erklärte weiter: „Ich ging auf die Toilette der Frauen, das ist mein Geschlecht, wie in meinem Ausweis vermerkt, und selbst wenn es das nicht wäre, bin ich eine trans* Frau, ich bin eine Frau.“ Beim Betreten der Räumlichkeiten griffen die Frauen Fernández an, rissen ihr an den Haaren und schlugen ihr eine Flasche auf den Kopf.

Nachdem sie sich zunächst in einer Toilettenkabine verschanzte, konnte sie kurz darauf nach draußen flüchten, wo sie vor dem Club erneut attackiert wurde. „Es waren nicht mehr vier, sondern zehn Leute, Männer und Frauen… Plötzlich sprang diese wütende Menge auf mich“, berichtete die junge Frau. Die Federación Plataforma Trans bestätigte, dass sie brutal mit Flaschen geschlagen und ins Gesicht getreten wurde. Rettungskräfte brachten Fernández schließlich ins Krankenhaus, wo mehrere Prellungen und Gesichtsverletzungen dokumentiert wurden.

Schwere Verletzungen und Reaktionen

Die Folgen des Angriffs waren erheblich. Daniela Vallejo, Präsidentin von Miss und Mister Trans España, erklärte: „Sie ließen sie auf der Straße mit herabhängendem Augenlid zurück. Sie musste mit sieben Stichen am Augenlid und zwei an der Augenbraue genäht werden.“ Eine Operation am Kiefer sei zunächst befürchtet, dann aber ausgeschlossen worden. 

Fernández veröffentlichte am Tag nach dem Angriff ein Video auf Social Media: „Gestern Nacht hätte ich eine weitere Nummer auf der Liste derjenigen sein können, die nicht mehr da sind. Sie haben meinen Körper getroffen, versucht, mein Gesicht zu zerstören, aber sie konnten meine Seele und Würde nicht berühren.“ Sie fügte hinzu: „Ich bin Bianca, ich bin eine Überlebende, und von heute an ist meine Krone mein Mut.“ Auch das offizielle Instagram-Profil von Miss Trans España verurteilte den Angriff: „Dies ist kein Einzelfall. Das ist Hass. Das ist transphobe Gewalt. Wir können nicht zulassen, dass Transpersonen in Angst leben. Wir fordern Gerechtigkeit, echten Schutz und Null Toleranz für Hassverbrechen.“

Mobilisierung und rechtliche Situation

Die fünf festgenommenen Frauen wurden wegen Körperverletzung und Schlägerei angeklagt; ein Hassverbrechen wurde bislang nicht offiziell festgestellt. Vallejo kritisierte diese Entscheidung: „Alles geschah, weil sie nicht wollten, dass sie die Damentoilette benutzt – und das ist ein Hassverbrechen.“ In Madrid fand kurzerhand eine Solidaritätsdemonstration für Fernández statt, organisiert zusammen mit der Plataforma Trans. Gleichzeitig starteten die Teilnehmerinnen von Miss Trans España eine Spendenaktion, um Fernández unter anderem neue Brillen zu ermöglichen.

Fernández arbeitet zusätzlich als Försterin und stammt aus einer kleinen Gemeinde, in der sie sehr geschätzt wird. „Wir haben sie gewählt, um Zamora zu repräsentieren, weil wir andere Qualitäten hervorheben und den Wettbewerb inklusiv gestalten wollten“, erklärte Vallejo. Bianca hätte Mitte Juni auch am Wettbewerb Miss Trans España in Torremolinos teilnehmen sollen, aktuell sieht es nun nicht mehr danach aus. 

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