Direkt zum Inhalt
Doritos zeigt weiterhin Werbung mit LGBTI*-Paaren
ANZEIGE

Trotz Boykott in Israel Doritos zeigt weiterhin Werbung mit LGBTI*-Paaren

co - 01.02.2022 - 12:00 Uhr
Loading audio player...

Kurz vorm Tag der Familie (Yom HaMishpacha) am 1. Februar veröffentlichte der Snack-Hersteller Doritos in Israel einen Clip, der mit LGBTI*-Paaren wirbt. Obwohl konservative Juden den Werbefilm verurteilen, will der Konzern das Video nicht entfernen.

Viele Arten von Familie

Die Erzählstimme des Videos erklärt: Familie kann man sich nicht aussuchen, „aber es gibt einige Familien, die sich dafür entscheiden, Familie zu sein.“ Hier zeigt der Film ein Frauenpaar mit zwei Babys und einem kleinen Mädchen und ein anderes Frauenpaar, das das Foto einer weiteren Frau in Händen hält. Die Stimme erzählt von Menschen, die „zur anderen Seite der Welt reisten“, um Familie zu werden. Hierzu zeigt der Film zwei Männer mit einem Kleinkind. „Es gibt viele Familien und sie alle sind besonders und auch wenn es Mut erfordert, alle Entscheidungen zu wagen, verdienen alle Familien es, Familien zu sein.“

Boykottaufrufe wollen „Familie“ retten

Veröffentlicht wurde das Video laut der Times of Israel letzte Woche auf den hebräischen Social-Media-Kanälen des Unternehmens. Es folgten Boykottaufrufe: „Um der geistigen und spirituellen Gesundheit der kommenden Generationen willen müssen wir Doritos boykottieren, das versucht, die natürliche Familiengruppe durch Werbung für seine Produkte zu beeinflussen“, so beispielsweise der rechtsextreme stellvertretende Jerusalemer Bürgermeister Aryeh King.
 

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

LSVD+ und HateAid

Neues Bündnis gegen Hass

QueerSafe Berlin und HateAid bündeln ihre Angebote, um queere Menschen bei digitaler Gewalt schneller und umfassender zu unterstützen.
Feuerwehrkapitänin getötet

Ehefrau legt Mordgeständnis ab

Eine 54-jährige Frau hat jetzt in Kalifornien den Mord an ihrer Ehefrau Rebecca Marodi gestanden. Ermittler sehen Eifersucht als mögliches Motiv.
Streit im Tennissport

Debatte um neue Gen-Tests

Der Streit über den Ausschluss von trans* Sportlerinnen im Frauentennis geht weiter, jetzt äußerte sich Coco Gauff zu den Geschlechtstests der WTA.
Neue Attacken in Russland

Schlag gegen queere NGO

Russland verschärft sein Vorgehen gegen LGBTIQ+-Organisationen weiter und stufte jetzt die Hilfsorganisation NC SOS als „extremistisch“ ein.
Keine Anklage von Nina Queer

Gericht weist Klage von Kollegin ab

Ein Berliner Gericht hat den Eilantrag von Margot Schlönzke gegen Nina Queer abgewiesen und damit einen Streit um ein Musical beendet.
Tod nach Dating-Masche

Jugendbande erschlägt Schwulen

Ein schwuler Mann wurde von einer Jugendbande in Bulgarien mittels Datings-Masche in eine Fall gelockt und tot geschlagen. Die Ermittlungen laufen.
Vorfall bei CSD Hamburg

Festnahme von LGBTIQ+-Aktivist

Nach der Festnahme eines LGBTIQ+-Aktivisten am Hamburger CSD stehen nun aufgrund unterschiedlicher Schilderungen Vorwürfe und Ermittlungen im Raum.
Streit um CSD-Fördergeld

Ministerium weist Vorwürfe zurück

Nach der Kürzung von Fördermitteln für den CSD Rathenow entbrennt ein politischer Streit über Verantwortung und Unterstützung der queeren Community.
Liebe trotz Distanz

Rob Jetten und Nicolás Keenan

Der argentinische Hockey-Spieler Nicolás Keenan freut sich auf Zweisamkeit mit seinem Verlobten, den niederländischen Premierminister Rob Jetten.