Direkt zum Inhalt
Haftstrafe für Pornostar Ludvig

Haftstrafe für Pornostar Der 30-jährige Adultdarsteller Ludvig ermordete kaltblütig den Chef eines schwulen Pornostudios

ms - 29.07.2025 - 10:00 Uhr
Loading audio player...

45 Jahre Gefängnis – so lautet das Urteil gegen den 30-jährigen Pornodarsteller Ludvig, der seit 2020 eine steile Karriere in der US-Branche hingelegt hatte. Richard Lam, so sein bürgerlicher Name, wurde nachgewiesen, den Chef des schwulen Pornolabels TheGuySite.com kaltblütig ermordet zu haben. 

45 Jahre Haft ohne Bewährung

Das Gericht im US-Bundesstaat Florida verurteilte den 30-Jährigen zu 45 Jahren Haft ohne die Möglichkeit einer vorzeitigen Entlassung oder einer teilweisen Bewährung. Wenn Lam frühestens als 73-jähriger Mann unter Anrechnung seiner Untersuchungshaft entlassen wird, soll er zudem weitere zehn Jahren unter Bewährung stehen. Der US-Amerikaner war mit der Staatsanwaltschaft einen Deal eingegangen und hatte sich des Totschlags schuldig bekannt – damit entkam Lam einer möglichen Todesstrafe. 

Der Eigentümer des ehemaligen Filmstudios TheGuySite.com, William Futral (52✝), war am ersten Mai 2023 ermordet in seiner Wohnung in Tampa, Florida, aufgefunden worden – laut der Autopsie handelte es sich um seinen sehr brutalen Angriff, der Oberkörper der Leiche wies demnach diverse Stich-Verletzungen auf. Zudem soll Lam dem 52-Jährigen die Kehle mit einem Messer durchgeschnitten haben. Die Ermittler stießen offenbar schnell auf eine heiße Spur, vier Tage später erließ die Polizei bereits den Haftbefehl gegen Lam. Der 30-jährige war zu diesem Zeitpunkt bereits auf Bewährung, 2021 war er wegen häuslicher Gewalt gegenüber seinem damaligen Freund rechtskräftig verurteilt worden. 

Klare Beweislage

Am Tatort im Haus von Futral hatten die Beamten belastende Fingerabdrücke des Adult-Darstellers gefunden, außerdem hatte er die Tat gegenüber einem Freund gestanden, der sich daraufhin an die Polizei wandte. Nach einer Woche auf der Flucht konnten die Ermittler den 30-Jährigen festnehmen – Lam war mit dem gestohlenen Auto des Pornolabel-Chefs unterwegs gewesen. 

Lam und der Studioeigentümer Futral sollen einige Monate lang zusammengelebt und eine sehr unbeständige Beziehung miteinander geführt haben. Immer wieder soll es zu Streitigkeiten zwischen den zwei Männern gekommen sein, wie Str8UpGayPorn berichtet. Lam spielte auch in über zwanzig Filmen des Pornostudios mit. 

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Razzia bei russischem Verlag

Festnahmen im Verlag Eksmo

Razzia beim größten russischen Verlag Eksmo: Die Behörden haben tausende Bücher mit LGBTIQ+-Themen beschlagnahmt, der Verlagschef wurde festgenommen.
Junge Menschen profitieren

Standesämter erleichtern Zugang

Seit Inkrafttreten des Selbstbestimmungsgesetzes im November 2024 haben in Sachsen bereits 2.884 Menschen ihren Geschlechtseintrag offiziell geändert.
Wegmarke für queere Paare

Bistum München und Freising dabei

Der Münchner Erzbischof Reinhard Marx hat erstmals offiziell die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare im Erzbistum München und Freising erlaubt.
Impuls für mehr Inklusion

Queere Gleichberechtigung gewürdigt

Der Berufsverband VK hat mit dem Max-Spohr-Preis Leistungen im Einsatz für Gleichbehandlung und Vielfalt gegenüber queeren Menschen ausgezeichnet.
Anklage nach Brandanschlag

Angriff auf OpenAI-CEO Sam Altman

In Kalifornien wurde nun Anklage gegen einen 20-Jährigen erhoben, der offenbar den schwulen OpenAI-CEO Sam Altman aus Angst vor KI ermorden wollte.
Asylbetrug in Großbritannien

BBC-Recherche sorgt für Aufregung

Laut der BBC erfanden bei Asylanträgen in England Migranten ihre Homosexualität auf Anraten von Anwälten, um einen positiven Bescheid zu erhalten.
Blutspende in Australien

Lockerung der Regelungen in Kraft

Seit dieser Woche wurden alle neuen Richtlinien für die Blutspende in Australien umgesetzt, LGBTIQ+-Menschen werden nicht mehr diskriminiert.
Scharfe Kritik des LSVD+

Staatsversagen der Bundesregierung

Der LSVD+ hat im Rahmen ihrer 38. Mitgliederversammlung der Bundesregierung Staatsversagen vorgeworfen, es müsse mehr für LGBTIQ+ gemacht werden.