Direkt zum Inhalt
Kabinett beschließt Entschädigung für homosexuelle Soldaten
ANZEIGE

Symbolische Wiedergutmachung Kabinett beschließt Entschädigung für homosexuelle Soldaten

co - 26.11.2020 - 15:00 Uhr
Loading audio player...

Noch bis zum Jahr 2000 wurden Homosexuelle in der Bundeswehr diskriminiert. Im September entschuldigte sich Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) offiziell bei den Betroffenen (SCHWULISSIMO berichtete). Bereits im Juli beschloss die Bundesregierung, die damals von den Truppendienstgerichten verurteilten Soldaten zu rehabilitieren (SCHWULISSIMO berichtete). Jetzt ist endlich eine Entscheidung amtlich: Ein neues Gesetz soll die damaligen Urteile wegen einvernehmlicher homosexueller Handlungen aufheben. Außerdem sollen die Geschädigten mit einem symbolischen Betrag von 3.000 Euro erhalten – ein „Zeichen der Wiederherstellung der Würde dieser Menschen“.

Für die Entschädigung sollen sich nicht nur verurteilte Soldaten bewerben können, sondern auch diejenigen, die entlassen, degradiert, nicht mehr befördert oder nicht mehr mit Verantwortung betraut wurden. Das Gesetz gilt für Soldaten der Bundeswehr genauso wie für Angehörige der ehemaligen Nationalen Volksarmee der DDR. Das Verteidigungsministerium rechnet laut der Lahrer Zeitung mit etwa 1.000 Anträgen auf Entschädigung. Offiziell muss der Gesetzesentwurf noch vom Bundestag verabschiedet werden – die Zustimmung im Parlament gilt aber als sicher.

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Natur trifft Sehnsucht

Faszination schwule Angler

Schwule Angler stehen für Authentizität und eine Form von Männlichkeit, die in der Community zunehmend als Gegenentwurf zum Großstadtleben fasziniert.
Gregg Araki fordert mehr Mut

Provokation mit Botschaft

Regisseur Gregg Araki sieht sexuelle Unterdrückung als Ursache vieler gesellschaftlicher Probleme und wirbt für mehr Offenheit und queere Sichtbarkeit
ESC-Suche nimmt Fahrt auf

Vorentscheid im Februar geplant

Der SWR plant den deutschen ESC-Vorentscheid erneut für Februar und überträgt dem neuen Musikteam eine Schlüsselrolle. Das Ziel ist der Sieg des ESC.
CSD vor finanzieller Hürde

Pride in Brandenburg in Gefahr

Der CSD Rathenow steht nach dem Wegfall einer staatlichen Förderung vor finanziellen Problemen und erhöht zugleich seine Sicherheitsvorkehrungen.
Boy George sagt Auftritt ab

Musical besetzt Rolle neu

Nach Kritik an einem umstrittenen Pro-Israel-Song zieht sich Boy George kurzfristig aus der Musicalshow „Jesus Christ Superstar“ in London zurück.
Aidshilfe Heidelberg

Finanzielle Zukunft ungewiss

Die Aidshilfe Heidelberg warnt vor finanziellen Einschnitten und sieht ihre Arbeit ohne weitere Zuschüsse gefährdet.
Besonderes Jubiläum

25 Jahre Lebenspartnerschaft

Vor 25 Jahren trat das Lebenspartnerschaftsgesetz in Deutschland in Kraft – ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Gleichstellung homosexueller Paare.
Die Angst nimmt zu

Sicherheitsgefühl nach CSD-Anschlag

Nach dem CSD-Anschlag in Berlin fühlen sich laut aktueller Befragung viele Menschen unsicherer und fordern mehr Schutz für die queere Community.
Warnung von Kevin Kühnert

Queere Rechte bleiben verletzlich

Der schwule Ex-Generalsektretär der SPD, Kevin Kühnert, sieht queere Fortschritte nicht als unumkehrbar und warnt vor wachsender Unsicherheit.