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Streit unter Republikanern Schwuler US-Politiker entfacht Debatte in eigener Partei

Von ms - 15.07.2026 - 11:30 Uhr
Streit unter Republikanern
Foto: Facebook/ReidRasnerWy
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Ein schwuler republikanischer Kandidat für den US-Kongress im Bundesstaat Wyoming hat juristische Schritte gegen mehrere Parteikollegen eingeleitet. Reid Rasner wirft ihnen vor, ihn mit unbegründeten Anschuldigungen überzogen und seinen Ruf beschädigt zu haben. Unter anderem wurde dem Politiker offenbar nur aufgrund seiner Homosexualität unterstellt, ein Pädophiler zu sein. 

Das Wichtigste im Überblick

  • Der schwule Republikaner Reid Rasner kandidiert für einen Sitz im US-Kongress für Wyoming.
  • Rasner verklagt einen Parteikollegen wegen angeblicher falscher Vorwürfe und Beleidigungen.
  • Ihm soll unter anderem vorgeworfen worden sein, ein „Pädophiler“ zu sein.
  • Schwule Republikaner unterstützen Rasners Klage wegen möglicher Rufschädigung.
  • Rasner selbst vertritt konservative Positionen.

Homophobe Hetzkampagne 

Nach Angaben des Nachrichtenportals Semafor richtet sich eine Klage unter anderem gegen den früheren republikanischen Staatssenator Austin „Kit“ Jennings. Dieser soll eine sogenannte „Flüsterkampagne“ betrieben haben, in deren Rahmen Rasner sexuelles Fehlverhalten vorgeworfen worden sein soll. Rasner reagierte mit deutlicher Kritik auf die Anschuldigungen. „Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie etwas Vergleichbares erlebt. Das ist einfach nicht das Wyoming, das ich kannte oder zu kennen glaubte. Der Bundesstaat muss sich mit dem Hass und der Ignoranz auseinandersetzen, die Todesdrohungen und Gewalt gegen mich ausgelöst haben – alles nur wegen meiner Sexualität.“

Zusätzlich zu dem Verfahren gegen Jennings arbeitet Rasner nach eigenen Angaben an einer Einigung in einem weiteren Fall. Dabei geht es um einen republikanischen Politiker aus Iowa, der ihn in mehreren Beiträgen in sozialen Netzwerken wiederholt als „Pädophilen“ bezeichnet haben soll. Nach den Vorwürfen veröffentlichte Rasner ein Video, in dem er sich für „die härteste Strafe“ für „jeden, der wegen Pädophilie verurteilt wurde“, aussprach.

Unterstützung von schwulen Republikanern

Unterstützung erhielt Rasner von anderen schwulen Republikanern, die seine juristischen Schritte gegen die aus ihrer Sicht verleumderischen Aussagen begrüßten. Dazu zählt Ross Hemminger, Präsident der LGBTIQ+-Organisation Log Cabin Republicans. Hemminger sagte, die Behauptung, ein offen schwuler Kandidat sei ein Pädophiler, habe ihn an eine diskriminierende Sprache zurückerinnert, von der er angenommen habe, dass beide großen Parteien sie inzwischen hinter sich gelassen hätten. „Ich bin überrascht, weil Reid ein sehr, sehr konservativer Mensch ist“, so Hemminger weiter. „Politisch gesehen übertrifft er wahrscheinlich die meisten Menschen, die in Wyoming ein Amt innehaben.“

Konservative Positionen 

Rasner erklärte gegenüber Semafor, die gegen ihn verbreiteten Gerüchte hätten dazu geführt, dass er von mehreren Wahlkampfveranstaltungen ausgeschlossen worden sei. Der US-Politiker vertritt auch im Bereich LGBTIQ+ konservative Positionen und hat sich insbesondere gegen die geschlechtsangleichende medizinische Versorgung für trans* Kinder ausgesprochen und diese zuvor als „Kindesmissbrauch“ bezeichnet. Auf Facebook hatte erklärt: „Wenn ihr eure Kinder transitioniert, ist das Kindesmissbrauch und ihr solltet eure elterlichen Rechte verlieren, und das ist ziemlich eindeutig. Transitioniert eure Kinder nicht. Sie haben eine Stimme und eine Wahl. Jungen sind Jungen und Mädchen sind Mädchen.“

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