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Farage verteidigt Offord trotz homophoben Vorwürfen
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Spende an LGBTIQ+-Orga Nigel Farage verteidigt homophoben Witz

mr - 30.03.2026 - 16:00 Uhr
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Der Vorsitzende der britischen Partei Reform UK, Nigel Farage, hat den schottischen Parteichef Malcolm Offord für einen als homophob empfundenen Witz über den verstorbenen Musiker George Michael und dessen Lebensgefährten öffentlich in Schutz genommen. Die Verteidigung erfolgte nach deutlicher Kritik an Offords Bemerkung, die während einer Burn’s Night Rede im Jahr 2018 gefallen war und erst kürzlich durch Augenzeugenberichte bekannt wurde. Das Ereignis wirft ein Schlaglicht auf den Umgang britischer Parteien mit Diskriminierungsvorwürfen und deren öffentliche Kommunikation.

 

Das Wichtigste im Überblick

  • Die umstrittene Bemerkung erfolgte 2018 bei einer Burn’s Night in London.
  • Nigel Farage verteidigte Offord öffentlich bei einer Wahlkampfveranstaltung am 26. März 2026.
  • Offord entschuldigte sich, spendete an eine LGBTIQ+-Organisation und betonte, nicht homophob zu sein.

 

Farage verteidigt Offord vor Medien

Am 26. März verteidigte Farage bei der Vorstellung des Wahlprogramms zur Kommunalwahl in Sunderland den schottischen Parteichef. Farage argumentierte, dass gelegentliche unangebrachte Bemerkungen im Rahmen privater, ausgelassener Feiern kein Grund sein dürften, Politikerinnen und Politiker grundsätzlich aus dem öffentlichen Leben zu verbannen. Er kritisierte dabei explizit eine seiner Ansicht nach übertriebene politische Korrektheit und spielte auf den Premierminister Keir Starmer an. Farage räumte ein, Offord habe den Witz vermutlich bereut, doch für ihn wiege eine „puritanische“ Haltung schwerer als unbedachte Worte im Freundeskreis.

 

Kritik und Entschuldigung nach öffentlicher Bekanntmachung

Malcolm Offords Rede war bereits 2018 in einem Club in London gehalten worden, die Details gelangten jedoch erst jetzt durch einen Augenzeugenbericht in die Öffentlichkeit. Laut dem Zeugen habe sich Offord darin bemüht, George Michael mit Robert Burns literarisch zu verbinden und dabei auch einen zweifelhaften Witz gemacht – dieser wurde aus Gründen des Anstands von Medien nicht veröffentlicht. Für mindestens eine am Tisch sitzende Person war die Situation klar als verletzend wahrgenommen worden.

Nachdem der Inhalt der Rede bekannt wurde und breite Kritik nach sich zog, entschuldigte sich Offord öffentlich. Er betonte, die Bemerkung sei ein Fehler gewesen, distanzierte sich von Homophobie und kündigte an, als Konsequenz eine Spende an eine LGBTIQ+-Wohltätigkeitsorganisation zu leisten. In seinem Statement hob er hervor, Verantwortung für eigene Fehler übernehmen zu wollen:

„Das war ein unüberlegter Fehler, den ich sofort eingesehen habe. Ich übernehme Verantwortung und tue, was nötig ist, um den Schaden wiedergutzumachen.“

 

Hintergrund: Haltung von Reform UK zu LGBTIQ+-Themen

Die Partei Reform UK steht seit ihrer Gründung immer wieder für einen konservativen Kurs in gesellschaftlichen Fragen in der Kritik. Gründer Nigel Farage hatte in der Vergangenheit mehrfach Zweifel an bestehenden Gleichstellungsrechten geäußert und sieht Bestrebungen für mehr Diversität häufig kritisch. Bemerkenswert ist vor diesem Hintergrund, dass Offord sein Verhalten mit einer Spende an eine queere Organisation zu korrigieren sucht, auch wenn die Partei weiter für ihre Haltung gegenüber LGBTIQ+-Rechten beobachtet wird.

 

Wie geht es weiter?

Die Aussagen werfen zu Beginn des Wahlkampfs für die Lokalwahlen ein Licht auf den innerparteilichen Umgang mit diskriminierenden Vorfällen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die öffentliche Debatte um den Umgang der Reform UK mit Minderheitenrechten und verantwortlichen Parteimitgliedern fortsetzt. Die Reaktionen werden auch aufzeigen, inwieweit Wählerinnen und Wähler künftig eine klare Positionierung zum Schutz marginalisierter Gruppen erwarten.

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