Direkt zum Inhalt
Sex in Deutschland

Sex bei jungen Erwachsenen Für fast jeden vierten jungen Mann gehören Pornos zur Aufklärung dazu!

ms - 21.09.2023 - 11:00 Uhr
Loading audio player...

In der finalen vierten Staffel des Netflix-Streaminghits „Sex Education“ kann ab heute ein letztes Mal eifrig über die Sexualität von Schülern diskutiert werden – einmal mehr werden dabei auch viele homosexuelle und queere Themen auf den Tisch kommen. Im Zuge der Veröffentlichung hat Netflix zusammen mit FAQ-YOU im August dieses Jahres eine repräsentative Umfrage beim Meinungsforschungsinstitut Civey in Auftrag gegeben, befragt wurden in Deutschland insgesamt rund 10.000 Menschen ab 16 Jahren über ihr Sexualverhalten.

Pornografie als Aufklärung für junge Männer

Die jüngsten Daten: Rund 50 Prozent der Deutschen sind zufrieden mit ihrem Sexleben, rund ein Viertel (24,5 %) eher nicht. Für 80 Prozent ist gegenseitige Befriedigung das Wichtigste beim Sex. Aufgeklärt wurde etwa die Hälfte der jungen Befragten im Alter zwischen 16 und 29 Jahren (rund 47 %) von den Lehrern, erst danach kamen die Eltern (knapp 30 %) und Freunde (25 %).

Social Media, Jugendmagazine oder Pornos spielen indes im Durchschnitt nur eine untergeordnete Rolle (rund 15-17 %) – blickt man allerdings etwas genauer hin, zeigt sich, dass für junge Männer die Sachlage anders aussieht: Für rund 22 Prozent von ihnen gehört Pornografie zur Aufklärung dazu, doppelt so viele wie bei den jungen Frauen. Wiederum rund 22 Prozent jener Jungs definiert sich als LGBT (Ipsos-Studie 2023). Von den Eltern selbst wird das Thema dabei übrigens deutlich unterschätzt – nur sechs Prozent glauben, dass Pornos überhaupt im Spiel sind.

Spaß am Sex und Fragen über die sexuelle Orientierung

Und welche Themen hätte sich die Generation Z gerne in puncto Aufklärung in der Schule gewünscht? Rund 40 Prozent fällt dazu gar nichts ein, danach spielen mehr Informationen zu Spaß am Sex, Verhütungsmethoden, anatomisches Wissen, Geschlechtskrankheiten und Fragen rund um „Consent“ (Zustimmung beim Sex) in abfallender Reihenfolge eine Rolle. Für jeden vierten jungen Befragten (25 %) ist auch die sexuelle Orientierung wichtig.

Erfreulich ist, dass die Mehrheit der Deutschen (fast 77 %) offenbar inzwischen zudem verstanden hat, dass eine lustvolle Sexualität auch gut für die psychische Gesundheit ist.  

Anzeige
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Auch Interessant

Entscheidung des Supreme Court

Zuspruch zu Konversionstherapien

Herber Rückschlag in den USA: Der Supreme Court hat ein Verbot von Konversionstherapien für nichtig erklärt. Queere Verbände sind geschockt.
Transgender Day Of Visibility

Steigende Hasskriminalität besorgt

Der alljährliche Transgender Day of Visibility am 31. März steht in diesem Jahr im Zeichen wachsender Besorgnis und steigender Hasskriminalität.
Engagement von Olly Alexander

Einsatz für Menschen mit HIV

Popsänger und Schauspieler Olly Alexander ist neuer Schirmherr einer der wichtigsten HIV-Organisationen in Großbritannien.
Bavarian Mr. Fetish 2026

Neue Wahl im Freistaat

Der Freistaat hat einen neuen Bavarian Mr. Fetish 2026, der nun ein Jahr lang die Belange der Fetisch-Community in Bayern vertreten wird.
Proteste im Senegal

Petition gegen Hass-Gesetze

Tausende Menschen fordern jetzt in einer Petition die EU und Senegals Präsidenten auf, die neuen Gesetze gegen Homosexuelle im Land zu stoppen.
Kreative Freiheit wird bedroht

Tausende queere Menschen betroffen

In Indien soll künftig die Angabe des Geschlechts medizinisch und staatlich überprüft werden müssen, so das Gesetz "Transgender Amendment Bill".
Appell von ILGA Europe

Ukrainische Community in Not

Seit der politischen Kehrtwende kämpft die Community in der Ukraine. Die ILGA Europe ruft jetzt zur Solidarität mit den queeren Menschen vor Ort auf.
ESC im Herbst in Asien

Expansion des Musikwettbewerbs

Der Eurovision Song Contest expandiert, im November wird es den Musikwettbewerb erstmals auch in Asien geben, zehn Länder sind bereits dabei.
Appell der Drehbuchautoren

LGBTIQ+-Geschichten verschwinden

Geschichten über LGBTIQ+-Menschen in TV und Kino werden weniger in Europa. Laut der Vereinigung der Drehbuchautoren aus Angst vor rechten Repressalien