Seine neue Berufung Seth Dunlap berichtet von Anti-Rassismus-Demos
Der schwule Sportradio-Moderator Seth Dunlap (36) wurde vor einem Jahr wegen eines Streits mit seiner Radiostation WWL in New Orleans entlassen. Dieses Jahr fand er eine neue Berufung: Seit Juli berichtet er in den sozialen Medien von seinen Erfahrungen an der Frontlinie der Anti-Rassismus-Proteste in Portland und anderen Städten. Die Proteste hätten sich seit Mai verändert, so der Reporter gegenüber Outsports. Man müsse sich ganz anders vorbereiten: Viele Journalisten nutzten jetzt Atemschutzgeräte wegen dem Tränengas und Körperpanzer wegen der Munition, die die Polizei in Portland einsetzte.
Im Laufe seiner Radio-Karriere ermahnte man Dunlap mehrfach dazu, sich nicht „progressiv“ zu äußern oder sich für unterprivilegierte Gemeinschaften einzusetzen – die Gegenpositionen waren allerdings erlaubt. An der Situation bedaure er nur, dass er sich nicht schon viel früher öffentlich für die gefährdeten Gruppen der Gesellschaft einsetzte. Mobiltelefone seien „die größte Waffe, die wir gegen Rassismus, Faschismus und Polizeibrutalität haben“. Denn mit könne man dokumentieren, was wirklich geschieht.