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Schwules Filmdrama im BR
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Schwules Filmdrama im BR Historisches Porträt über die Verfolgung schwuler Männer

ms - 25.06.2026 - 14:30 Uhr
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Mit dem Drama „Lilies Not for Me“ zeigt das BR Fernsehen heute Abend um 23.15 Uhr eines der Highlights der BR-Queer-Filmreihe 2026. Der internationale Spielfilm aus dem Jahr 2024 feiert dabei seine deutsche Erstausstrahlung und ist anschließend auch in der Mediathek abrufbar. 

Das Wichtigste im Überblick:

  • „Lilies Not for Me“ läuft heute Abend als deutsche Erstausstrahlung um 23.15 Uhr im BR Fernsehen.
  • Der Film gilt als eines der Highlights der BR-Queer-Filmreihe 2026.
  • Das Drama basiert auf historischen Ereignissen und spielt im England der 1920er Jahre.
  • Im Mittelpunkt steht ein junger Schriftsteller, der wegen seiner Homosexualität in eine psychiatrische Einrichtung eingewiesen wird.
  • Regisseur und Autor Will Seefried beleuchtet die Ursprünge der Konversionstherapie.

Großbritannien vor 100 Jahren  

Die Handlung führt ins England der 1920er Jahre. Dort landet der junge Schriftsteller Owen James wegen seiner Homosexualität in einer geschlossenen Psychiatrie. Bei einer Reihe ärztlich verordneter „romantischer Verabredungen“ entwickelt er eine tiefe Freundschaft mit der Krankenpflegerin Dorothy. Ihr öffnet er sich nach und nach und erzählt seine Geschichte. Owen berichtet von seiner Beziehung zu Philip Fairfax, mit dem er zunächst Frieden und Glück gefunden zu haben glaubte. Erst später erkennt er, wie tief dessen Selbsthass tatsächlich sitzt. 

Philip versucht, seine verbotenen Gefühle mit einer brutalen und riskanten Operation zu unterdrücken – und ausgerechnet Owen soll dabei das Messer führen. Der Film stellt die Frage: „Was ist wichtiger: ein respektables Leben zu führen oder authentisch zu lieben?“ Basierend auf historischen Ereignissen zeichnet „Lilies Not for Me“ das Porträt eines schwulen Überlebens in einer der dunkelsten Perioden für queere Menschen.

Konversionstherapie damals und heute 

Das Langfilmdebüt von Regisseur und Autor Will Seefried beschäftigt sich mit den Ursprüngen der Konversionstherapie. Der Film inszeniert die Schrecken dieser „Behandlungen“ und deren Folgen in eindringlichen Bildern. Zur Besetzung gehören Fionn O'Shea („Handsome Devil“) als Owen James, Robert Aramayo („Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht“) als Philip Fairfax, Erin Kellyman („Solo: A Star Wars Story“) als Dorothy sowie Louis Hofmann („Dark“) als Charles Green. Weitere Rollen übernehmen Jodi Balfour als Alice Green. Nach Angaben des Senders sorgt das Ensemble dafür, dass „auch in Momenten größter Grausamkeit das Menschliche nie verloren geht“. „Lilies Not for Me“ ist eine Koproduktion aus Südafrika, den USA, Frankreich und dem Vereinigten Königreich. 

Besonders erschreckend: Bis heute existiert kein Verbot von Konversionstherapien in Großbritannien. Seit mehr als acht Jahren unter wechselnden Regierungen wurde das Vorhaben immer wieder verschoben, selbst das zweimalige Versprechen von König Charles König Charles III. über die Einführung eines Verbots blieb bisher ohne Konsequenzen. Passend zum Film wurde heute Mittag nun ein erster Entwurf vorgelegt, ob es dieser schafft, Gesetz zu werden, ist offen. Studien belegen, dass aktuell rund 31 Prozent der homosexuellen und queeren Menschen im Vereinigten Königreich eine Konversionstherapie durchleben mussten. Die Vereinten Nationen verurteilten die umgangssprachlichen Homo-Heilungen scharf als Folter. 

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